laut.de-Kritik

Der Tank für die Livegigs ist bis zum Rand gefüllt.

Review von

Clutch rocken mit "X-Ray Visions" und "Firebirds" so kompromisslos heavy weiter wie anno 2013 auf dem Vorgänger: Mit "Earth Rocker" hatte der Vierer aus Germantwon, Maryland, nun wirklich eine bandintere Benchmark hingelegt - das erfolgreichste Album der Bandhistorie (Chartsplatzierung USA: 15). Der UK-Metal Hammer wählte es gar zur Platte des Jahres.

Den Chartserfolg toppt "Psychic Warfare" nun mit einem Einstieg auf Rang elf. Auch inhaltlich gibt es Parallelen. Er sei z.B. vom US-Sci-Fi-Autor Philip Dick beeinflusst, gibt Sänger Neil Fallon zu Protokoll. Das sei zu hören in: "'Crucial Velocity' auf 'Earth Rocker,' und nun sicherlich 'X-Ray Visions'". Gleichwohl würden persönliche Themen diesmal eine größere Rolle spielen.

Die Platte brettert dazu auch etwas luftiger als besagte Benchmark - natürlich mit derselben Power im Vortrag ("Sucker For The Witch" oder das angefunkte "Your Love Is Incarceration"). Der Clutch-Groove bleibt vom Blues beeinflusst ("A Quick Death From Texas").

"Our Lady Of Electric Light" mit dem kurzen Gitarreninstrumental-Intro "Doom Saloon" klingt wie es der Titel verspricht und würde atmosphärisch gut zu einem Tarantino- oder Lynch-Film passen. Fallons dunkles Timbre verleiht der heftigen Ballade diesen speziellen Clutch-Vibe. Man mag die vier Dudes aus Germantown eben nicht nur wegen ihrer Heavyness an den Instrumenten, sondern gerade wegen dieser Stimme.

"Noble Savage" legt dann im Tempo der frühen AC/DC vor. "Behold The Colossus" und "Decapitation Blues" halten den heavy Grovve ebenfalls oben, bevor die zweite Ballade der in Texas eingespielten und erneut von Gene Freeman (aka Machine) produzierten Platte den Rausschmeißer gibt: "Son Of Virginia".

Riffs, Drums und Vocals der elften Clutch-Scheibe fahren wie gewohnt rein: In der Summe klingt die Platte deshalb nicht viel anders als der Vorgänger. Was stimmig erscheint. Denn rein zeitlich betrachtet, habe man sie relativ schnell im Anschluss an "Earth Rocker" erjammt, so Fallon. Gut so, denn "Psychic Warfare" bietet super Treibstoff für die kommende Tour.

Trackliste

  1. 1. The Affidavit
  2. 2. X-Ray Visions
  3. 3. Firebirds
  4. 4. A Quick Death In Texas
  5. 5. Sucker For The Witch
  6. 6. Your Love Is Incarceration
  7. 7. Doom Saloon
  8. 8. Our Lady Of Electric Light
  9. 9. Noble Savage
  10. 10. Behold The Colossus
  11. 11. Decapitation Blues
  12. 12. Son Of Virginia

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LAUT.DE-PORTRÄT Clutch

Zu Beginn der 90er Jahre gründen vier junge Burschen, die zuvor dieselbe Highschool in einem Ort namens Germantown, Maryland besuchten, die Band Clutch.

6 Kommentare

  • Vor 5 Jahren

    Clutch! Nuff said. Ungehört. 7,5/5,5...gehört 8,5/1,5.

  • Vor 5 Jahren

    Welcher Gehirnakrobat hat hier 2 Sterne gegeben. Clutch KÖNNEN gar keine schlechte Platte machen. Sofort gekauft und wie erwartet 5/5

  • Vor 5 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 5 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 5 Jahren

    Wenn die auch nur halb so gut ist wie der Vorgänger, wird die definitiv gekauft. Ach was, die wird sowieso gekauft. Beste Band der Welt zur Zeit, und ich meine das vollkommen ernst.

  • Vor 5 Jahren

    Es grooved wieder ohne Gleichen in Hause Clutch. Selbst wenns wie bei "A Quick Death in Texas" erst mal dezent beschwingt beschleunigt ist es unmöglich die Füße still zu halten. Aber selbst wenn "Our Lady of Electric Light" den Gang raus nimmt verliert sich die Spannung in keinster Weise. Sicher Experimente sind nicht zu erwarten aber wenns um satten Rock mit ner fetten Portion Blues aus dem Herzen geht...Clutch sind ne sichere Bank 4,45-5 Sternen

  • Vor 5 Jahren

    Wieder ein tolles Album aus dem Hause Clutch! Bin wie auch schon vom Vorgänger sehr begeistert. Clutch spielt genau die Musik, die mir am liebsten ist ... und diese Stimme von Fallon ... So Amazing! "Our Lady of Electric Light" mit dem vorangehenden Intro "Doom Saloon" finde ich richtig, richtig stark. Wenn man unbedingt was kritisieren möchte, dann höchstens, dass der Spaß doch recht schnell vorbei ist ... aber egal, dafür gibt's den Replay Knopf :D 4,5/5