laut.de-Kritik

Endlich auch hier zu haben: The Nastiest Kid To Roc The Mike.

Review von

Endlich neues Material vom so genannten "Nastiest Kid To Roc The Mic". Nachdem das Album in den USA schon seit November letzten Jahres in den Läden steht, kommen nun die Fans über dem großen Teich in den Genuss der Platte. Da der Veröffentlichungstermin für das nächste Album "Rip The Jacker" für Mitte Juli 2003 auch schon ansteht, ist dieser Longplayer eher ein exquisiter Vorgeschmack auf sein neues Werk.

In den letzten Jahren hatte Canibus mit Labelproblemen zu kämpfen. So waren nach dem Weggang von Universal und der Gründung seines eigenen Labels "Mic Club" seine Werke kaum der großen Öffentlichkeit zugänglich. Zum Glück hat jetzt das New Yorker Babygrande Label Abhilfe geschaffen und re-releast "Mic Club: The Curriculum" über den niederländischen CNR Records Vertrieb in Europa.

Zu Canibus' Talent als Lyricist muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen, obwohl ab und an vernommene Bezeichnungen als "Best Lyricist Ever" ein bisschen zu hoch gegriffen sind. Natürlich zeigt er einmal mehr, dass er in der oberen Liga der Texter mitspielt. Aber jemanden wie Nas kann er einfach nicht das Wasser reichen. Doch überzeugt er auf Albumlänge mit einem straighten Flow, den er passend auf die Beats gezimmert hat.

Leider fällt das Intro bzw. Outro ein bisschen zu langsam aus, und auch bei "Behind Enemy Rhymes" schleppt sich der Beat recht zäh dahin. Doch der Rest der Instrumentals kann sich hören lassen. Monumentale Fanfarenklänge mit E-Gitarren ("Drama A/T"), funkige Flötensounds (""C" Section") oder spanisches Gitarrengezupfe ("Liberal Arts") unterlegen passend sein lyrisches Talent. Und auch bei dem kleinen Schmankerl am Ende der Platte freestyled Canibus über einen gelungenen, dick bouncenden Beat.

Erfreulicherweise ist der Longplayer nicht mit Gastbeiträgen voll gestopft, wie bei einigen anderen rappenden Kollegen üblich. Der East Coast-Rapper gibt sich nur mit einigen wenigen Kollaborationen zufrieden, angelt sich aber hierfür mit Kool G Rap und Jedi Mind Tricks zwei Big Names der Szene. Mit Stoupe The Enemy of Mankind, der einen Hälfte von Jedi Mind Tricks, hat Canibus auch das angesprochene kommende Album aufgenommen. Was darüber gemunkelt wird, klingt vielversprechend, denn der Nachfolger von "Mic Club - The Curriculum" soll ein Konzeptalbum im Stile des Dr. Octagon-Albums von Dan The Automator und Kool Keith sein. Lassen wir uns überraschen, glücklicherweise müssen wir nicht mehr lange warten!

Trackliste

  1. 1. Mic Club Intro
  2. 2. Poet Laureate
  3. 3. Master Thesis
  4. 4. Behind Enemy Rhymes
  5. 5. Allied Meta-Forces
  6. 6. Cenoir Studies 02
  7. 7. "C" Section
  8. 8. Drama A/T
  9. 9. Dr C PHD
  10. 10. Bis Vs. Rip
  11. 11. Liberal Arts
  12. 12. Curriculum 101
  13. 13. Mic Club Outro
  14. 14. I Can (Freestyle)

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1 Kommentar

  • Vor 13 Jahren

    Mic CLub ist eins der besten Hip Hop album der welt überhaupt! und meines achtens ist canibus ein besserer rapper als nas. Wenn es nur rapper wie nas geben würde wäre mir hip hop zu wieder.

    Für mich ist er zu lieb und er hat einfach keinen flow, und bessere lyrics als canibus? ich bitte euch, canibus hat einzigartige lyrics die keiner in der rapszene so veröffentlicht und rausgebracht hat. Lyrics wie von nas habe ich auch schon von Big L,KRS ONE und 2pac gehört. Es tut mir leid aber ich würde eher sagen Nas kann Canibus nicht das Wasser reichen. Canibus ist der einzigst und beste rapper der welt, er würde jedem im freestyle ring ausknocken,(zusammen mit krs one) mit jeder wette. Nas ist okay, aber jay-z ist besser. Aber alle sind sie nicht so überzeugend in ihrem raptalent wie canibus. Ausserdem finde ich ewig nas hören so wieso öde langweilig. Ich finde seinen style eben scheisse, tut mir leid. Canibus rappt mir manchmal manchmal meinem kopf weg, so sehr flowt der. Das hat mir Nas nicht mal in seinem besten stück( Was für mich Represent ist) vermittelt.