laut.de-Kritik

Da bleibt keine Bierflasche ungeleert.

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Faul sind die Jungs von Born To Lose nun wirklich nicht. Zwar war zuletzt nur eine Best-Of mit älterem Material am Start, doch zu der Zeit war mehr oder weniger die komplette Besetzung mit anderen Projekten beschäftigt. Nun ist es an der Zeit, den Nachfolger von"Sweet Misery" zu präsentieren. Der schlägt - wie nicht anders zu erwarten - in dieselbe partytaugliche Kerbe.

Die Street Punks aus Texas haben auf "Saints Gone Wrong" elf Saufhymnen im Gepäck, die eigentlich schon nach dem ersten Durchlauf im Ohr hängen bleiben, spätestens beim zweiten Refrain singt man die die Whoooahooos mit.

Letztere sind aber auch dermaßen treffsicher eingesetzt. Eigentlich unvorstellbar, dass von einem Livekonzert der Jungs auch nur ein einziger Gast ohne rauen Hals nach Hause geht. Ganz so treffsicher ist das bezüglich der Töne zwar nicht, aber wen zur Hölle interessiert das schon? Innovativ wie ne alte Tennissocke in der Hose aber es erfüllt den Zweck.

Soll heißen: Gute Laune ist bei Born To Lose von der ersten bis zur letzten Sekunde garantiert und keine Bierflasche bleibt ungeleert. Auch wenn das Tempo nicht mehr ganz so zackig bleibt wie beim Vorgänger, geben Chris Klinck und seine Jungs auf "Saints Gone Wrong" weitgehend Gas und schicken Nummern wie den Titeltrack, "Long Hard Road" oder "Let It Go" mit ordentlich Feuer unterm Arsch über die Ziellinie.

Den notwendigen Schuss Melancholie, den man ab einem gewissen Alkoholpegel automatisch erreicht, verabreichen sie mit "Soundtrack" und "Memories", bevor die Party mit "We Won't Forget" wieder ordentlich abgeht.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung passt perfekt, das Wetter passt und gleichgültig, ob am Baggersee oder in der Karre: "Saints Gone Wrong" sorgt für gute Laune und ist für Fans von The Ducky Boys oder Far From Finished Pflichtprogramm!

Trackliste

  1. 1. The Great Beyond
  2. 2. Saints Gone Wrong
  3. 3. Long Hard Road
  4. 4. Let It Go
  5. 5. Soundtrack
  6. 6. Ante Up (Or Roll Over And Die)
  7. 7. Memories
  8. 8. We Wont Forget
  9. 9. My Mortality
  10. 10. Ol Number 6
  11. 11. Give Us Hate

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