laut.de-Kritik

Hier muss keiner alleine trinken!

Review von

People Like You Records hatten schon immer ein sicheres Händchen in Sachen guter (Punk-) Rockmusik. Nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee halten sie anscheinend Augen und Ohren offen und schrecken dabei sogar vor Bush-County, sprich Texas, nicht zurück. Von dort stammen nämlich die Saufhymnen, die von einer Band namens Born To Lose stammen.

Irgendwo in der Schnittmenge zwischen Rancid, Far From Finished und The Ducky Boys lärmt das Quintett und gehört somit auf jeder anständigen Party in den Player oder auf die Bühne. Mit einem Opener wie "Not Alone" bleiben eigentlich keine Fragen offen, was einen die nächsten 37 Minuten erwartet. Zügige Mucke, ne herrlich versoffene Stimme, der man Alkohol und Zigaretten zu jeder Sekunde anmerkt sowie ein paar astreine Singalongs.

Hier muss keiner alleine trinken: wer sich mit den Jungs einmal angefreundet hat, muss sich über willige Saufpartner keine Sorgen mehr machen. "Salvation" tritt das Gaspedal noch weiter durch und der Titeltrack ist eine wahre Barhymne geworden. Könnte genauso gut von The Bones stammen und kehrt einfach den Macho in einem raus. "Ooooohs" und "Aaaaahs" in bester Bad Religion-Manier, kernige Hooks und ein paar lockere Rock'n'Roll-Soli und fertig ist ne geile Scheibe. Partyherz, was willst du mehr?

Noch mehr gute Mitgröhler? Kein Problem, davon gibt's auf der Scheibe nämlich ein ganzes Dutzend. Sachen wie "Along The Way", "Red Leather Romance" oder "The Ship" lassen sich aber natürlich nicht nur bei einer Tasse Gerstentee bestens konsumieren, sondern passen auch in jedes Autoradio, sobald die Sonne rauskommt und man zum nächsten Baggersee brettert. Das macht Born To Lose keineswegs außergewöhnlich oder eigenständig, doch wen interessiert das schon, solange die Mucke gute Laune verbreitet?

Abgerundet wird die Scheibe durch das kernige "Anthem", das selbst in nem Irish Pub nach dem zwölften Guinness noch funktioniert. Genau da gehe ich heute Abend auch hin und drück das Teil meinem Kumpel Shane in die Hand. Dann ist Party angesagt!

Trackliste

  1. 1. Not Alone
  2. 2. Salvation
  3. 3. Sweet Misery
  4. 4. The Fallen
  5. 5. Along The Way
  6. 6. New Babylon
  7. 7. Red Leather Romance
  8. 8. Paid Up
  9. 9. Place&Time
  10. 10. The Ship
  11. 11. Bitter Streets
  12. 12. Anthem

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