Zwei Jahre ist die Trennung von One Direction nun her. Popmusik hat sich in dieser Zeit verändert. Mit der Nachfrage nach Trapmusik, Dancehall und Tropical House als tragende Einflüsse im Mainstream rückten durchfrisierte Schönlinge, Tanz-Choreographien und Arena-Refrains in den Hintergrund. So …

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  • Vor 2 Jahren

    Ich glaube es gibt allgemein keine seelenlosere, bis auf den letzten Winkel zynisch durchproduziertere, durchchoreographiertere und in ihrem Entstehungsprozess menschenverachtendere, mehr auf Produkt getrimmtere Musikform als K-Pop. Ich habe ehrlich gesagt fast schon Probleme, Vieles davon überhaupt noch als Musik wahrzunehmen. Einfach weil da langfristig nichts von hängen bleibt und es keinerlei genuinen emotionalen Kern mehr hat, an dem man sich irgendwie aufhängen könnte. Das ist dann wirklich nur noch Fassade und auf Kurzweiligkeit und Eingängigkeit getrimmtes Produkt und sonst gar nicht mehr. Klingt alles ganz fein, aber bedeutet einem, oder mir zumidest, so gar nichts.

    Gibt natürlich auch immer Ausnahmen, muss man auch sagen. Aber so ganz im Allgemeinen?

    :gleep glorp:

    • Vor 2 Jahren

      * :conk:

      Mein Fehler.

    • Vor 2 Jahren

      Du hast die Zeit, dir K-Pop anzuhören?

    • Vor 2 Jahren

      Zeit nicht unbedingt. Aber die entsprechende Sozialisierung/Auslandserfahrung.

    • Vor 2 Jahren

      "Ich glaube es gibt allgemein keine seelenlosere, bis auf den letzten Winkel zynisch durchproduziertere, durchchoreographiertere und in ihrem Entstehungsprozess menschenverachtendere, mehr auf Produkt getrimmtere Musikform als K-Pop."

      K-Pop kann man da aber durch so einiges ersetzen.
      90ies boybands, die castingprodukte, deutscher schlager zB.

    • Vor 2 Jahren

      Naja, aber ich glaube da gibt es schon noch einen Unterschied in der Hinsicht, dass das nirgendwo so perfide und rigoros durchgezogen wird wie in Korea. Wo ein paar große Firmen, wasweißichwieviele Hunderte von Jugendlichen jahrelang herantrainiert und auch bzgl. Lebenstil kontrolliert werden, dann in irgendwelchen Gruppen zusammengewürfelt, wo von Kleidung, Musik bis Tanz alles perfekt durchchoreographiert ist und in ein paar Monaten dann schon wieder die nächste Gruppe in den Startlöchern steht.

      Im Prinzip ist natürlich nicht anders als irgendwelche Boybands im westlichen Raum, schon klar, nur ist das in Korea das ganze nochmal auf Steroiden und hyperindustrialisiert.

    • Vor 2 Jahren

      *zusammengewürfelt werden
      ** ist das natürlich nicht anders

    • Vor 2 Jahren

      Ich ärgere mich schon wieder über Laut! K-Pop brauch hier niemand und wenn die Redaktion nun sagt, die heimliche Mehrheit an Lesern hier wären alles unterbelichtete Kids, wo die Eltern an der Musiksozialisation gescheitert sind, dann haben sie halt nicht alle auf dem Gartenzaun. Deshalb nur eine Frage, WHY das Review? Schönschreibwettbewerbe veranstaltet ihr ja hoffe ich nicht, sehr geehrte Lautredaktion!

    • Vor 2 Jahren

      Weil es auf einem hohen Niveau produziert ist und Fußballfelder voll Kreuzfahrtschiffen füllt? ;)

  • Vor 2 Jahren

    Wohl denen, die jegliche Optik und Choreo bei diesem Werk ausblenden können... (siehe herrlich minimalistisches Cover-Artwork)
    Aber selbst dann bleibt noch eine super produzierte Platte übrig, die - wie in der Rezi steht - eine enorme Bandbreite bedient.
    [mit Optik+Choreo sogar noch eindrucksvoller]

    Und ja, mit einiger Recherche sollte man das K-Pop-System wohl eher verfluchen... aber ich habe das Gefühl, dass es hierbei eine Ausnahme sein könnte. So oder so ist BTS jedenfalls die erste Gruppe mit dieser Reichweite.

  • Vor 2 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 2 Jahren

    Ich würde zu dem Review noch gern ergänzen, dass im Fall von BTS die hier genannten "Songwriter" größtenteils die Mitglieder selbst sind. Sie sind auch teilweise als Produzenten tätig. Das Konzept "Kpop ist seelenlos" ist zumindest im Fall von BTS nicht einfach so anwendbar. Jedes Mitglied hat hier auf die ein oder andere Weise Einfluss auf die Albumproduktion. Wer sich gerne mehr von der Persönlichkeit und jeweiligen Texteschreiber-Fähigkeiten der Mitglieder überzeugen möchte, dem würde ich die Mixtapes "Hope World", " AgustD" und "RM", der drei Rapper der Gruppe empfehlen.

    Der Leader der Gruppe namens RM hat sich übrigens inzwischen von seinem ursprünglichen Namen "Rap Monster" verabschiedet.

    Ich weiß nicht ob die Formulierung -Boygroups als Projektionsflächen, die man nicht mal mehr verstehen muss- auf die Album Review des Guardians anspielt oder einfach nur Zufall ist.
    Wie dem auch sei. Ich denke Fans und auch "Nicht-Fans" sind in der Lage übersetzte Liedtexte zu lesen. Diese sind überall verfügbar. Beschäftigt man sich mit BTS' Liedtexten, dann wird das "konzeptlose Album" zum Konzeptalbum hinsichtlich der Songthemen. Das Album steht unter dem größeren Thema "Love Yourself", also vor allem die Liebe zu sich selbst. Von früheren Alben ist BTS auch bekannt dafür eher sozialkritischere Themen wie Depressionen, Schulsysteme, Lerndruck, Materialismus, etc. anzusprechen. BTS zählt somit zu einer der wenigen Gruppen, die sich innerhalb des Kpop Genres an solche Themen wagen.

    Noch eine letzte Anmerkung. Die Aussage "ich kann die Mitglieder nicht auseinander halten" trägt nicht wirklich zum Album Review bei. Und um ehrlich zu sein glaub ich liegt das weniger daran, dass die Mitglieder sich ähnlich sind, sondern mehr daran das auch hier nicht genau hingeschaut wurde wie auch an anderen Aspekten in diesem Artikel erkennbar.