laut.de-Kritik

Schwedische Gitarrenmelodien mit anständig drückenden Hardcore-Riffs.

Review von

Das Besetzungskarussell scheint bei As I Lay Dying kaum still zu stehen. Von den Jungs, die "Frail Words Collapse" eingespielt haben, ist außer Sänger Tim Lambesis und Drummer Jordan Mancino keiner übrig geblieben. Am Sound hat sich nichts Grundlegendes verändert, dennoch hat sich der Wechsel in der Saitenfraktion bezahlt gemacht.

Im Gegensatz zu "Frail Words Collapse", das zwar starke Ansätze hatte, insgesamt aber zu zerfahren wirkte, ist "Shadows Are Security" ein ausgewogenes Album. Den Metalcore erfinden sie natürlich auch nicht neu, aber die Jungs aus San Diego verstehen es inzwischen vorzüglich, schwedische Gitarrenmelodien mit anständig drückenden Hardcore-Riffs zu versehen. "Meaning In Tragedy" ist ein wirklich toller Opener, der mit einer Menge Power und positive Energie aufwartet.

Live kommt das Teil bestimmt genauso gut wie die Videosingle "Confined", die zunächst gnadenlos nach vorne wegprügelt und zum Chorus hin mit einer klaren Gesangslinie aufwartet. Für diese zeichnet sich wahrscheinlich Neu-Basser Clint Norris verantwortlich, der auch "The Darkest Nights" und "Through Struggle" mit seiner angenehmen Singstimme veredelt.

"Losing Sight" ist eine knallharte Thrash-Nummer, die den Spirit der alten Bay Area atmet, dabei aber absolut modern rüberkommt, während "Empty Hearts" auch von einer Combo wie Machine Head stammen könnte. Wo "Reflections" und "Morning Waits" hingegen deutlich Göteborg-Reminszenzen aufweisen, ist "Repeating Yesterday" zwar musikalisch so was wie der ruhige Pol des Albums, doch Lambesis brutale Shouts lassen kaum an eine Ballade denken.

Auffallend ist, dass ausschließlich "The Truth Of My Perception" mit einem halbwegs anständigen Solo versehen ist. Entweder man ist bei As I Lay Dying kein großer Fan davon, oder es mangelt einfach an den Fähigkeiten. Für "Control Is Dead" haben sie sich noch die Dienste von Zao-Frontförster Dan Weyandt gesichert, der aber eigentlich keine großen Akzente setzt.

Das anschließende "Illusions" zerrt die ersten paar Minuten schwer an den Nerven und überzeugt mich auch im späteren Verlauf ganz und gar nicht. Vielleicht hätten sie doch nach "Morning Waits" einfach Schluss machen sollen. "Shadows Are Security" ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorn.

Trackliste

  1. 1. Meaning In Tragedy
  2. 2. Confined
  3. 3. Losing Sight
  4. 4. The Darkest Nights
  5. 5. Empty Hearts
  6. 6. Reflection
  7. 7. Repeating Yesterday
  8. 8. Through Struggle
  9. 9. The Truth Of My Perception
  10. 10. Control Is Dead
  11. 11. Morning Waits
  12. 12. Illusions

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