laut.de-Kritik

Glitzernder Glam-House fürs nächste Rollschuhdisco-Revival.

Review von

Yeah yeah yeah yeah, 1-2-3-4, hops hops ...

Das kommt einem in den Sinn, wenn man AromA zum ersten Mal hört. Und man fragt sich: Nehmen die sich überhaupt ernst? Da wird gesampelt, verfälscht und verzerrt was das Zeug hält. Immer ganz in der Nähe zum Abgrund mit der Aufschrift "Lächerlichkeit". Man muss sich nur das gepfiffene Intro zu "Discko Devil" und die darauf folgende verzerrte Gesangslinie anhören und kann nicht glauben, dass Menschen, die sich als Künstler bezeichnen, so etwas ernst meinen ...

Gerade das kann aber auch den Spaßfaktor dieser Platte ausmachen. Beim Quatschen im Hintergrund ein bisschen Glam-House-Gedudel laufen lassen und in den Gesprächspausen über die Musik schmunzeln. Dabei das Ganze nicht als ernsthafte "Kunst", sondern als unterhaltendes Beiwerk betrachten.

Aus dieser Sichtweise hat es die CD im Fadenkreuz der Kritik dann schon um einiges leichter, könnte man sie sogar unter "keine neuen Ideen und trotzdem frisch" einstufen. Die richtige Musik für einen Tag bei Sonnenschein im knappen Glitzerbikini auf dem Gehobene-Klasse-Großstadtbalkon inklusive Sonnencremeduft und hippen Drinks mit Eiswürfeln ...

Das Album bietet nett vor sich hingroovende Musik, wenn der Hörer nur mit halbem Ohr hinhört und nebenbei andere Dinge wie z.B. Träumen erledigt. Von Zeit zu Zeit wird man durch allzu grauselig-schleimige Melodien oder Stimmen (gerne vordrängelnder Background, weiblich) aus dem süßen Dahindümpeln gerissen. Und mit "Gimmegimmegimme your love huhu ..." kommt das Album gen Ende auf "Gimme" auch textlich zum Erliegen. Knapp vier Minuten nervt das Lied mit dieser Billig-Anmache, das reißt auch die hartgesottenste House-Glam-Candy-Maus aus ihren süßen Träumen! Und auch das elektronische Fake-Scratching in "Eighteen" lässt dem Bikinimäuschen die Haare zu Berge stehen.

Gut, dass anschließend "Where Would I Be Without You" wesentlich bass-grooviger daherkommt, auch wenn hier schon wieder Bunni-Frauen-Stimmen als überflüssiger dudup-Background eingesetzt werden. Schnell wieder zurück zu echten, unkomplizierten Grooves wie in "Airpot", "On And On" oder dem schnulzigen "Close To Ice". Musik für das glitzerndste aller Rollschuhdisco-Revivals!!!

Trackliste

  1. 1. No Reply
  2. 2. Never Ever
  3. 3. Me Myself And Nobody Else
  4. 4. Discko Devil
  5. 5. Airport
  6. 6. Grooving
  7. 7. On And On
  8. 8. Close To Ice
  9. 9. Would You Please Help Me Baby
  10. 10. Fascinating Times
  11. 11. Gimme
  12. 12. Eighteen
  13. 13. Where Would I Be Without You

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