|
|
Ob Party-Tracks oder smoothe, inhaltsschwere Songs, auf dem Debutalbum von DJ Friction hat man die Qual der Wahl. Das liegt zum einen an den unzähligen MC's, die zu "Science Friction" ihren Senf dazu geben, wodurch zumindest die Vielfältigkeit nicht zu kurz kommt. Zum anderen an den unterschiedlichen Beats und Samples, die DJ Friction für das Album benutzt hat.
Natürlich ist, wie bei solchen Platten üblich, die erste Sahne des deutschsprachigen Hip Hop vertreten. Immo, Dendemann, MC Rene, Bo, Deichkind und Curse bilden die Fraktion der ausserhalb Stuttgart ansässigen Rapper. Aus der Kolchose sind Meli, Wasi und Afrob zu hören. Aber am erfreulichsten ist, dass auch mal französische Hip Hopper auf einer deutschen Scheibe vertreten sind: Stress und Déborah zeigen, warum in Frankreich der Hip Hop-Boom schon so lange anhält.
TRACKLISTE
Leider gehen die meisten MC's scheinbar nicht an ihr Limit, so ist man von Bo und Wasi besseres gewohnt. Vielleicht hat sie auch der sehr monotone Refrain dazu verleitet, ebenso gelangweilt zu rappen. Übertroffen werden die beiden von dem einzigen Amerikaner, Shabazz The Disciple, der aber auch mit merkwürdigen Streichern und einem nervigen Refrain zu kämpfen hat. Positiv überrascht hat mich Meli, die bis jetzt hauptsächlich durch den Song "Einfach" mit Afrob in Erscheinung getreten ist. Ihre smoothen Skills sind sehr angenehm zu hören und durchbrechen die männliche Vorherrschaft im deutschen Hip Hop. Bei den französischen Tracks besticht "Fühlst Du das?", hier bilden Stress und Afrob ein harmonisches Duo, auch wenn der Sample von Gang Starr am Anfang recht abgedroschen klingt. Dendemann und Nico Suave gehen zwar nicht wie gewohnt ab, dafür kann man sich das Schmunzeln bei ihren Texten kaum verkneifen.Insgesamt bleibt zu sagen: Nichts Neues aus Hip Hop-Hausen. Leider!
Sag Deine Meinung:
Diesen Artikel kommentieren MEHR INFO
Starporträt
DJ Friction Biographie, Diskographie, Surftipps, und mehr ... |