Porträt

laut.de-Biographie

Secret Machines

2000 in Dallas/Texas von Benjamin Curtis (Gitarre/Gesang), Josh Garza (Schlagzeug) und Brandon Curtis (Bass/Gesang) gegründet, biegt das Space-Raumschiff des US-Trios erst vier Jahre später mit dem Debütalbum "Now Here Is Nowhere" richtig in den Orbit ein. Dort findet das Werk sogleich Eingang in die Stereoanlagen übermenschlicher Wesen wie David Bowie und The Edge.

School Of Seven Bells: Benjamin Curtis ist tot Aktuelle News
School Of Seven Bells Benjamin Curtis ist tot
Der Sänger und Gitarrist, der 2004 mit den Secret Machines bekannt wurde, starb im Alter von nur 35 Jahren.

Grund zur Freude ist ein Album, das dem weiten Feld des US-Alternative Rocks eine ordentliche Schippe Psychedelic- und Prog-Zutaten beimischt, in dessen Folge das Experiment "Song" gerne mal auf neun Minuten gestreckt wird. Das auf einem monotonen Bassgerüst aufbauende Stück "Nowhere Again" fungiert für viele Fans als Einstieg in das atmosphärische Erstlingswerk und findet auch in europäischen Szene-Discos Anklang.

Bevor die Curtis-Brüder mit Garza gemeinsame Musikvorlieben in eigene Songs packen, spielt das Duo im heimischen Texas in der Punkformation UFOFU, die zumindest im Titel die späteren Space-Verweise vorweg nimmt. Als Secret Machines erregen sie im Frühjahr 2002 mit der EP "September 000" erstmals Aufmerksamkeit.

Nach ausschweifenden Tourneen, schließt man sich mit dem Mix- und PA-Veteranen Jeff Blenkinsopp zusammen, der bereits im weiteren Umfeld von Pink Floyds legendären Soundexperimenten der frühen 70er Jahre umtriebig war. Gemeinsam erschafft das Quartett mit dem epischen "Now Here Is Nowhere" ein in der US-Presse durchgängig für aufregend gehaltenes Debüt.

Secret Machines - Secret Machines Aktuelles Album
Secret Machines Secret Machines
Effektbeladene Drums und wuchtige Prog-Gitarren.

Ob es am giftig grünen Artwork von "Ten Silver Drops" gelegen hat oder letztlich doch am Songwriting; der Album-Nachfolger von 2006 erntet trotz offensiver Hinwendung zu radiofreundlicher Verpackung dies- und jenseits des Atlantiks nur Begeisterung im überschaubaren Rahmen.

Zwei weitere Jahre später sieht man die Band mit dem eigenen Label TSM reüssieren, was die Vermutung nahelegt, dass sich das alte Secret Machines-Label Warner spätestens 2006 nicht mehr allzu sehr für die Belange ihrer Space-Zöglinge interessierte.

Brandon Curtis sieht das nicht so dramatisch: "Es war unsere Entscheidung, die dritte Platte selbst rauszubringen. Das ist alles ein stetiger Lernprozess und so müssen wir uns tagtäglich neuen Herausforderungen stellen (...) Wenn du plötzlich jeden Cent umdrehen musst, verändert das automatisch auch deine Arbeitsweise."

Dennoch wurde im Zuge der dritten Album-Veröffentlichung "Secret Machines" (2008 in den USA) kolportiert, dass sich aufgrund des neuen Line Ups der Band im Warner-Umfeld doch zumindest leise Zweifel an der weiteren Zusammenarbeit regten.

Anstelle von Benjamin Curtis, der sich fortan um die Belange der Band School Of Seven Bells kümmert, übernimmt seit 2007 nämlich Phil Karnats den Gitarristenjob der Secret Machines. Für Bruder Brandon ändert sich so viel allerdings gar nicht: "Die Band war schon immer mehr als die Summe der einzelnen Egos. Wir sind heute nicht weniger die Secret Machines als wir es früher gewesen sind."

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