Die Hamburger protestieren gegen die Sperrung des Musikvideos "Leider Geil" auf YouTube.

Konstanz (ubr) - Ein Facebook-Post von Deichkind zur restrikitiven Rechteverwertung der GEMA findet bei Fans breite Zustimmung. Deichkinds Video zu "Leider Geil" wurde am vergangenen Freitag Opfer des Streits zwischen Plattenfirma, YouTube und GEMA- und mit dem üblichen Sperr-Vermerk versehen.

Die Hamburger fordern die Verantwortlichen über Facebook auf: "Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig."

26.000 'Likes', 1.300 Kommentare

Diese kleine Mitteilung erfreute sich in den vergangenen Tagen großer Beliebtheit bei Facebook-Nutzern. Bis Montagmittag erhielt der Post 26.000 'Likes' und 1.300 Kommentare. Ob der Protest Wirkung zeigte, ist unklar, jedenfalls ist der Clip auf dem YouTube-Kanal "deichkindTV" wieder zu sehen.

Allerdings sind Künstler und Bands nicht dazu gezwungen, sich von der GEMA vertreten zu lassen und ihre Autorenrechte abzugeben. Die Musiker sind also nicht ganz unbeteiligt an ihrer derzeitigen Situation, so lautstark sich die Band auch derzeit beschwert.

Verzwickte Rechtslage

Deutsche Nutzer sind längst genervt, dass sich GEMA und Google, der Mutterkonzert von YouTube, nicht über ihre Lizenzbeträge einigen können. Seit März 2009 stehen sich beide Parteien gegenüber.

Die GEMA vertritt die Meinung, YouTube sei beim Hochladen für den Schutz der Urheberrechte verantwortlich. Die Plattform hält dagegen, dass sie den Forderungen, die Inhalte zu schützen nachkomme, in dem sie nachträglich die Videos entfernt. Über die verzwickte Rechtslage wird vom Landgericht Hamburg voraussichtlich am 20. April entschieden.

Fotos

Deichkind

Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger) Deichkind,  | © laut.de (Fotograf: Lars Krüger)

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15 Kommentare

  • Vor 2 Jahren

    so scheiße deichkind auch is, sie haben vollkommen recht. mit ihrer musik können sie in erster linie anstellen, was sie wollen.

  • Vor 2 Jahren

    @ shini

    Jap, des liegt da dran, dass in Deutschland bei solchen sachen umgekehrte Beweispflicht gilt (obwohl das eigtl. nicht verfassungskonform sein dürfte...)
    Nicht die GEMA muss dir beweisen, dass es ihr Song ist, sondern du musst den Nachweis bringen, dass es eben keine Musik ist, welche die GEMA vertritt...

  • Vor 2 Jahren

    Die GEMA muss man nicht mögen. Aber Youtube auch nicht. Die Gema hat weder rechtlich noch technisch die Möglichkeit Videos bei Youtube zu sperren. Jedes gesperrte Video sperrt Youtube selbst und das wie wir sehen recht willkürlich, rigeros und ohne jedes System. Wenn Youtube nichts sperren würde, würde gar nichts passieren, weil die Rechtslage verbindliche Sperren gar nicht zulässt, das ist ja das Problem.

    Die Gema sollte (!) eine Interessenvertretung für Musiker und Ihresgleichen sein, aber wie das eben so ist mit Lobbyverbänden, da gibt es die Großen und die Kleinen, und die Arschkarte haben die 99% von Letzteren.