Die legendäre Band prägte Generationen von Musikern. Warum, zeigt eine Auswahl ihrer Tracks, die man kennen sollte. Yes, they Can!

Köln (laut) - Mit Jaki Liebezeit starb am 22. Januar 2017 einer der angesehensten Drummer unseres Landes. Sein Name blieb dennoch weithin unbekannt. Das hängt sicher damit zusammen, dass seine Kölner Band Can in den 70er Jahren größtenteils fernab der Charts operierte. Wir haben für euch im reichhaltigen Fundus der Kölner gekramt und diese Perlen zutage gefördert:

Die 15 besten Can-Songs

Cans Einfluss auf den Verlauf der Musikgeschichte kann man gar nicht oft genug preisen. Im Zeitalter regressiver Rockmusik imaginierten sie und andere dem Krautrock zugeordnete Bands wie Cluster, Neu! oder Harmonia ein grenzüberschreitendes Faible für das Utopische, das Kosmische. Das Thema lag Anfang der 70er Jahre in der Luft, bald sollte es auch ein David Bowie genial bedienen.

Das menschliche Metronom

Das Freak- und Groove-Kollektiv Can improvisierte einen repetitiven Sound, der afrikanische Rhythmik und amerikanischen Funk zusammenführte. Einen großen Teil dazu trug Liebezeit bei, auch als "menschliches Metronom" verehrt. Die frühe Band-Periode zwischen 1969 und 1974 gilt als die Königsphase ihres Schaffens, bevor Can mit "Inner Space" 1979 eine zehnjährige Pause einläuteten.

Vergiss, was du weißt!

Überall finden sich Belege dafür, warum ihre unorthodoxe, avantgardistische Annäherung an Rockmusik bis heute so anziehend und modern klingt. "Alles vergessen, das man weiß", so lautete ein frühes Credo, das Can zu ihrer ureigenen Musik führte.

Dass ausgerechnet Klangkünstler wie John Frusciante und Omar Rodriguez-Lopez von At The Drive-In und The Mars Volta vor Can auf die Knie gehen, verwundert nicht. Mogwai-Gitarrist Stuart Braithwaite nannte Liebezeit "einen der größten Drummer aller Zeiten", Geoff Barrow von Portishead schätzte sich glücklich, hätte er "nur zehn Prozent" von Liebezeits Talent. Und Cedric Bixler (At The Drive-In, Antemasque) hat noch zwei Album-Empfehlungen für euch:

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