Porträt

laut.de-Biographie

Marque

Wer erinnert sich nicht, als im Sommer 2000 unentwegt der Hit "One to make You happy" aus dem Äther trällerte. Gute Laune pur, ohne Anspruch auf weniger. Da ging schonmal die Frage rum: "Hey, Taylor Dane back on Stage?" Nein, nein, Kollege. Was da wahrlich etwas klang wie die bekannte Pop-Göre, war niemand anderes als Marque, ein gebürtiger Vorarlberger, von dem die Wenigsten zuvor je etwas gehört hatten.

Ein Powertalent dazu - Marques Motto: "Jeden Tag eine Idee haben und umsetzen". Im Alter von 22 Jahren brachte der umtriebige Musicoholic seine erste CD auf den Markt. Mit "Wanna make Love to You" galt er - zunächst bei Insidern - als der "deutsche Prince", der sich als echter Selfmade-Man sein Können vollkommen ohne professionelle Hilfe erarbeitet hatte. Das Ausmaß seiner Kreativität und Schaffenskraft wird deutlich, wenn man staunend erfährt, dass Marque noch heute über 350 bisher unveröffentliche Songs in der Schublade hat.

Einen Großteil seiner Kreativität verdankt das Allroundtalent der konsequenten Verweigerung jeglichen Schubladen- oder Konfektionsdenkens. Er schwimmt nie mit der Masse, sondern lässt sich von Stilrichtungen und Stimmungen inspirieren, um diese in sein eigenes Werk zu verwandeln. Dabei ist Marque gar nicht in erster Linie Sänger, sondern vor allem Multi-Instrumentalist, der bei praktisch allen Songs die intrumentalen Komponenten mit fast hemmungsloser Experimentierfreude selber einspielt und abmischt. Doch allein mit Willen findet man nicht in die Charts. Stets prüft sein Gespür zumindest seine Popsongs auf ihre Charttauglichkeit.

Alles fing ganz "harmlos" an: als gerade fünfjähriger Dötz hatte es ihm ein Tape von King Elvis angetan! Klein-Marque wollte auch ein Elvis sein, und dank seines Opas, der ein ganzes Arsenal an Instrumenten hortete, versuchte der Bub' sich gleich an diesen. Und zwar so konsequent, dass die schulische Laufbahn in einer mittleren Katastrophe aufging. Der Schutzbefohlenen Quittung: katholisches Internat. Doch dieses hatte ein verwaistes Musikzimmer - mit Drums, Gitarren und Keyboards! Als hätte der liebe Gott sie dort vergessen. Doch die Irdischen wollten die frohe Botschaft nicht verstehen und kickten den armen Jungen "aus disziplinären Gründen" aus der elitären Zuchtanstalt.

Eine gute Entscheidung, wie wir heute wissen. Denn Marque begann nun erst recht, sich seinem Ding zu widmen, und es dauerte nicht lange, da hatte er seine ersten Werke unter profihaften Tonstudiobedingungen im Kasten. Doch auch Genies müssen essen, und so verdingte Marque sich u.a. mit dem Komponieren von Jingles. Nebenher bastelte er fieberhaft an seinen ersten Demos, die ihm schließlich einen Plattendeal bescherten.

Dann kam ein Stein ins Rollen: Das Debüt-Album geriet zum Achtungserfolg und machte Marque über Nacht zum gefragten Act. Doch gemach, gemach. Mieses Timing, fehlender A&R-Support und so gut wie kein Management verhalfen ihm wieder auf den Boden der Tatsachen. Er sieht's heute gelassen. Denn danach ging es steil bergauf und sein Smash-Hit "One to make her happy" konnte sich wochenlang in den Top10 festspielen.

Es folgten zahlreiche Awards und Live-Acts, und Marque zeigte wie man Massen rockt. Inzwischen hat der heute 29jährige sogar den Weg in die Flimmerkiste gefunden: Eine Gastrolle in der ARD-Serie "Verbotene Liebe" gibt dem Tüftler und Selfmade-Musiker ein mediales Gesicht, garantiert begeisterte Teenies und containerweise Fanpost. Aber welcher Gruftie will das schon?

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