Porträt

laut.de-Biographie

L'Âme Immortelle

Im Jahre 1996 gibt der Wiener DJ D.A.V.E. eine Party, auf der sich die unterschiedlichsten Leute einfinden. Wäre dies vielleicht nicht weiter erwähnenswert, so ist es doch das erstmalige Aufeinandertreffen von Thomas Rainer (Keyboards/Gesang) und Hannes Medwenitsch (Keyboards). Nachdem sie einige Flaschen Bier zusammen geleert haben, ist der Beschluss gefällt, fortan gemeinsam etwas Musikalisches auf die Beine zu stellen. Diesem Beschluss folgen schnell die ersten Taten und unter dem Namen Technocratic Conquest entsteht der erste Song "Final Oath". Es dauert aber nicht lange, bis sich die beiden auf den Namen L'Âme Immortelle (die unsterbliche Seele) besinnen.

L'Âme Immortelle - Momente
L'Âme Immortelle Momente
Das balladeske Element driftet mitunter in den Schlager ab.
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Der Song "Life Will Never Be The Same Again" gibt schließlich den Anstoß dazu, nach einer Sängerin zu suchen, die das erstklassige Material auch entsprechend umzusetzen versteht. Diese ist in Form von Sonja Kraushofer, einer alten Schulfreundin von Thomas, schnell gefunden. Dass diese Konstellation funktioniert zeigt sich sehr schnell und das Trio nimmt zusammen das Demo "Lieder Die Wie Wunden Bluten" auf und verschickt es eifrig. Eins gelangt in die Hände des Chefs vom Liechtensteiner Label MOS Records und nach dem ersten Konzert der Band in Wien ist der Deal beschlossene Sache. 1997 erscheint dann das gleichnamige Album und der Track "Live Will Never Be The Same" ist seitdem Standard in jedem Szeneclub. Im selben Jahr spielen sie auch auf dem Leipziger Wave Gotik Treffen, was fortan fast zur Tradition werden soll.

Ein Jahr später folgt "In Einer Zukunft Aus Tränen Und Stahl", welches schon die nächste Hitsingle "Bitterkeit" bereithält und das Album selber auf Platz 12 der DAC platziert, wo es sich sechs Wochen lang nicht vom Fleck rührt. Anstatt sich nur auf die Werbung für das eigentliche Album zu konzentrieren, nehmen die drei für eine Tour mit Christian Death eine "Tour CD" auf, die vier neue Stücke enthält und den Vertrag mit MOS Records erfüllt, der somit ausläuft. Trinity Records (inzwischen Trisol Music Group) bekommen den Zuschlag für die folgenden Alben der Band und somit erscheint 1999 das von Volker Lutz (Evil Toys) produzierte "Wenn Der Letzte Schatten Fällt". Der wiederholte Einstieg in die DAC ist schon beinahe vorprogrammiert.

Ist schon "Wenn Der Letzte Schatten Fällt" wesentlich emotionaler als seine Vorgänger, so trifft das auf jeden Fall auf "Dann Habe Ich Umsonst Gelebt" zu. Das Album erscheint nach der ersten Headliner-Tour durch Deutschland und beweist, dass das Trio musikalisch deutlich gereift ist. Auch die Integration von klassischen Instrumenten in ihre Musik stellt für sie kein Problem dar. Nach dem Release folgt eine weitere Tour und sogar der Einstieg in die regulären deutschen Charts. Die Österreicher klappern so ziemlich jedes angesagte Festival ab und auf der "Embraced in Twilight"-Tour, die im Oktober 2001 stattfindet, können sie durch ein einmaliges Bühnenbild, sowie den Einsatz eines Streicherensembles glänzen.

Diese Erfahrungen halten sie dann in Bild und Ton fest und somit erscheint 2002 die Doppel-CD "Zwielicht", die neben einer Video CD mit Mitschnitten der "Embraced In Twilight"-Tour eine weitere CD enthält, auf der sich befreundete Künstler dem kompletten Material von "Dann Habe Ich Umsonst Gelebt" annehmen und deren Versionen präsentieren. Es folgen Auftritte in den USA und auch in Mexiko, bevor im Juni Hannes Medwenitsch seinen Ausstieg aus der Band bekannt gibt, da er mentale Problem zu bewältigen hat, die seine volle Aufmerksamkeit verlangen.

Im Februar 2003 erscheint "Als Die Liebe Starb", Hannes ist noch als Miglied der Band gelistet. Musikalische sind L'Âme Immortelle ihrem Stil im Grunde treu geblieben, auch wenn sie sowohl verstärkt auf Streicher, als auch auf härtere Gitarren setzen. Es folgen zahlreiche Festivalauftritte, ehe sie das streng limitierte Live-Box- Set "Disharmony - Live!" (5000 Exemplare), bestehend aus der DVD "Meine Toten Augen" und der CD "Mein Stummes Gebet" veröffentlichen. Im Anschluss daran starten sie ihre nächste Europatour mit Samsas Traum.

2004 macht die Kooperation mit Oomph! bei deren Single "Brennende Liebe" von sich reden, doch zu der Zeit ist das eigene Album "Gezeiten" schon im Kasten. Nachdem sie einen neuen Deal mit GUN/Supersonic unterzeichnet haben, erscheint das Album Mitte September, und die nächste Tour mit Chamber für den Oktober steht auch schon. Ende Januar 2005 zeigt sich, dass "Disharmony - Live!" scheinbar doch nicht so streng limitiert war, denn Gun Records legen das Teil fröhlich neu auf.

Wenig später folgt die Single "Fallen Angel" auf der sich fünf neue, unveröffentlichte Tracks befinden. Im April unterbricht Thomas die Arbeiten an neuem Songmaterial und produziert das Debütalbum "Neuromance" der Italiener Dope Stars Inc. Sonja ist derweil hin und wieder mit Persephone unterwegs und spielt auch beim Wiener Musical "Kein Mozart" mit. Ende Mai 2006 folgt die erste Single der neuen Scheibe und Ende August die dazugehörende Scheibe "Auf Deinen Schwingen". Für Dezember stehen auch endlich wieder Livetermine fest, und zwar geht es mit XPQ-21 und Punto Omega durch Deutschland.

2007 feiern sie ihr zehnjähriges Bestehen mit dem schlicht betitelten Album "10 Jahre". Neben den Hits ihrer Karriere finden sich auch zwei neue Nummern auf der Scheibe, die sich kein Fan entgehen lassen sollte. Eine weitere Best-Of erscheint im folgenden Jahr, ehe sie mit "Namenlos" auch wieder Studiomaterial veröffentlichen. Von diesem lassen sie komplett Remixe anfertigen, die im selben Jahr unter dem Titel "Durch Fremde Hände" erscheinen.

Anschließend bleibt es verdächtig lange ruhig um die Band. Es zirkulieren immer mehr Gerüchte, dass sich L'Âme Immortelle aufgelöst hätten. Als dann auch noch die Website vom Netz ist, scheint das Ende klar, doch Ende Januar 2012 meldet sich das Duo mit dem sehr durchwachsenen Album "Momente" zurück.

Alben

L'Âme Immortelle - Momente: Album-Cover
  • Leserwertung: 1 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2012 Momente

Kritik von Michael Edele

Das balladeske Element driftet mitunter in den Schlager ab. (0 Kommentare)

Fotogalerien

L'Âme Immortelle auf dem Summer Breeze 2007 Kamen beim Publikum erstaunlich gut an.

Kamen beim Publikum erstaunlich gut an., L'Âme Immortelle auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Kamen beim Publikum erstaunlich gut an., L'Âme Immortelle auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Kamen beim Publikum erstaunlich gut an., L'Âme Immortelle auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Kamen beim Publikum erstaunlich gut an., L'Âme Immortelle auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl)

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