laut.de-Kritik

Max Cavalera und Co. heben ein brillantes Sideproject aus der Taufe.

Review von

Nachdem Max Cavalera und The Dillinger Escape Plan-Frontmann Greg Puciato bereits im Soulfly-Song "Rise Of The Fallen" kollaborierten, gründeten die beiden kreativen Köpfe kurz darauf Killer Be Killed. Die musikalischen Ideen dafür schlummerten dennoch einige Jahre in den Köpfen - nun kommt endlich das Debüt des Allstar-Projekts.

Zu den beiden Gründungsmitgliedern stießen noch Troy Sanders (Mastodon) und Ex-The Mars Volta-Drummer Dave Elitch. Die Combo verfügt so über insgesamt drei markante Stimmen, die die elf Songs prägen und Killer Be Killed zu einem brillanten Nebenprojekt machen.

Was Max bereits in zahlreichen Koops mit Gastmusikern bei Soulfly bewiesen hat, hebt er dieses Mal auf ein neues Level. In "Wings Of Feather And Wax" drücken sich Troy und Greg zunächst das Mikro in die Hand, so dass Max mit "Arise Arise"-Rufen und Gitarren-Geschredder gegen Ende die Kerzen vom Kuchen runterbläst.

Melodisch, aggressiv und harmonisch zugleich leitet der Opener mit Trommelwirbel zum Thrash-Hardcore-Brocken "Face Down" über - literweise Treibstoff für den Moshpit. Mit Gebrüll wie "Face Down To The Ground" und fiesen Breaks schießen Killer Be Killed gleich mit schwerem Geschütz.

"Es ist eine Mischung aus abbath-lastigem Doom, vermengt mit etwas Thrash, Hardcore und Punk", erklärt Greg. So fließen in "Snakes Of Jehova" schleppend doomige Elemente ein und erschaffen mittels Effektgeräten und präzisem Drumming ein monströses Klangbild.

Ein Stück heavier startet "Curb Crusher", bevor der Song mit punkigen Gitarrenriffs auf den einprägsamen und äußerst melodisch gestalteten Refrain zusteuert. So übernimmt Troy oftmals die Melodieführung in der Bridge oder Hook und senkt dabei den Aggressionspegel seiner Kollegen. Der Mix aus Doom und Thrash Metal sowie Einflüssen aus Hardcore und Punk bildet die Plattform für ein hohes musikalisches Niveau, dem der Vierer in jedem Titel gerecht werden.

Obwohl sich die Texte hauptsächlich um den Kampf gegen die eigenen Dämonen drehen, greifen sie auch Themen wie Gewalt oder Terrorismus auf. "Fire To Your Flag" etwa zeigt den Mittelfinger in Richtung autoritär regierter Staaten - und macht zugleich ordentlich Dampf im prüden Metal-Zirkus. Was in den ersten Sekunden ruhig und melancholisch beginnt, entwickelt sich zu einer hochexplosiven Bombe und macht einem Atompilz gleich in kürzester Zeit alles platt, was sich Killer Be Killed in den Weg stellt.

Max, Greg, Troy und Dave klingen selbst in Mid-Tempo-Nummern wie "Forbidden Fire" stets bissig und modern. Diese Allstar-Truppe tobt sich von den ersten Sekunde an aus - ohne die eigentlichen Hauptbands in den Vordergrund zu stellen.

Trackliste

  1. 1. Wings Of Feather And Wax
  2. 2. Face Down
  3. 3. Melting Of My Marrow
  4. 4. Snakes Of Jehova
  5. 5. Curb Crusher
  6. 6. Save The Robots
  7. 7. Fire To Your Flag
  8. 8. I.E.D.
  9. 9. Dust Into Darkness
  10. 10. Twelve Labors
  11. 11. Forbidden Fire

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