Porträt

laut.de-Biographie

Gracia

Gracia Baurs Karriere steht von Beginn an unter medialer Beobachtung: Lange bevor sie mit der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" bundesweite Bekanntheit erlangt, steht sie im Jahr 2000 in einem vergleichbaren TV-Format (Popstars) auf der Bühne. Damals scheint die gebürtige Münchnerin (geb. 18.11.1982), die seit dem 14. Lebensjahr Gesangsunterricht erhält, noch nicht ganz reif für den großen Durchbruch. Denn vor Nervosität vergisst sie Text und Melodie.

Doch Gracia gibt so schnell nicht auf und gründet im Sommer des selben Jahres mit Werner Thieroff das Duo "Sunbow". Er begleitet die gerade 17-Jährige auf der Gitarre bei einfachen Popsongs, die sie in Cafés zum Besten gibt. Kurz vor dem Abitur bricht die leidenschaftliche Sängerin 2002 jedoch die Schule ab und beginnt eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau. Schließlich scheint bei einem solchen Job das Rampenlicht zum Greifen nah.

Auch die Ausbildung muss hinten anstehen, als RTL mit "Deutschland Sucht Den Superstar" ruft. Gracia avanciert dank ihrer starken Gesangsstimme schnell zum Publikumsliebling. Niemand kann es sich wirklich erklären, warum dann bereits in Runde sechs Schluss ist: Die Blondine verliert beim Zuschauervoting äußerst knapp. Mitkonkurrent Daniel Küblböck, mit dem sie sich im Laufe der Sendung angefreundet hatte, bricht gar in Tränen aus.

Trotz des Ausscheidens bleibt der Auftritt bei DSDS ein voller Erfolg, eine Platte und eine Tour mit sämtlichen Kandidaten folgt 2003. Anschließend zieht Gracia nach Köln und bringt ihre erste Single auf den Markt. Im rockigen "I Don't Think So" gibt sie sich wie gehabt kämpferisch. Das Lied schafft es bis auf Platz drei der Charts. Im September folgt die zweite Single, die Ballade "I Believe In Miracles". Einen Monat später steht auch das Album "Intoxicated" im Geschäft. Die neu gewonnene Prominenz ermöglicht es Gracia zudem, in die Schauspielerei reinzuschnuppern (Gastauftritt bei GZSZ).

2004 ruht ihre Karriere, als die Plattenfirma BMG aufgrund zu geringer Verkaufszahlen des Albums den Vertrag beendet. Sie setzt ihre Ausbildung in einer Event-Agentur fort. Ein weiterer Höhepunkt in der Laufbahn Gracias lässt jedoch nicht lange auf sich warten. Sie erhält einen neuen Plattenvertrag bei Bros Music und tritt beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2005 an. Mit dem Titel "Run & Hide" erlangt sie knapp den Sieg.

Somit darf Gracia die Bundesrepublik beim europaweiten Finale im Mai in Kiew vertreten. Leider belegt sie dort nur den letzten Platz. Doch selbst davon lässt die Frau sich nicht entmutigen, im Gegenteil: im November 2005 veröffentlicht sie ihr zweites Album "Passion" mit poppigen Rocksongs und Balladen.

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Alben

Gracia - Intoxicated: Album-Cover
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2003 Intoxicated

Kritik von Mathias Möller

Seichte Popsongs für minderjährige Zahnspangenträger. (0 Kommentare)

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