laut.de-Kritik

Zwischen metallischen Riffs und sphärischen Melodien.

Review von

Was war ich gespannt auf diese Scheibe. Zwar gab es ja letztes Jahr schon mit "From Gehenna To Here" das erste auf Tonträger konservierte Lebenszeichen der Engländer, aber dabei handelte es sich ja auch nur um zwei neu gemischte EPs. Jetzt ist mit "Fallen" das offizielle Comeback-Album auf dem Markt und knüpft zum Teil da an, wo die Fields Of The Nephilim mit "Elyzium" aufgehört haben, doch auch der wesentlich härteren Ausrichtung von Carl MacCoys Projekt Nefilim wird Rechnung getragen.

Und das geht schon beim Opener "Dead To the World" los. Sehr atmosphärisch und dicht kommt der Track daher und ist eher so etwa wie eine Mischung aus Intro und Song. Doch schon die Single "From The Fire" ist ein typisches Fields Stück und bringt, genau wie "Hollow Doll" und "Deeper" (setzt sich schon nach dem ersten Durchlauf im Ohr fest), alle Stärken der Band auf den Punkt. Auffallend ist, das MacCoy des öfteren auf verzerrten Gesang setzt, was er bei seiner Stimme eigentlich gar nicht nötig hätte. Somit habe ich mit "Darkcell AD" so meine Probleme, jedoch entwickelt sich auch der Song recht schnell zum Ohrwurm.

Am meisten haben es mir Songs wie "Subsanity", "Fallen" oder "One More Nightmare" angetan, wo die Gitarren zwischen metallischen Riffs und sphärischen Melodien hin und her pendeln. Wie bereits erwähnt scheint sich MacCoy mit seinem Metal-Einflüssen etwas stärker durchgesetzt zu haben. Doch auch dem Rest der Band scheint die etwas härtere Ausrichtung ganz gut zu schmecken.

Es kursieren Gerüchte, dass Carl MacCoy die CD in der Form nicht veröffentlichen wollte und dass sich das englische Label über diese Entscheidung hinweg gesetzt hat. In Hinblick auf die Spielzeit von knappen 40 Minuten mag man das glauben, unausgegoren klingt das Album aber auf keinen Fall. Außerdem war es höchste Zeit, von den Gothik-Pionieren mal wieder was zu hören.

Trackliste

  1. 1. Dead To The World
  2. 2. From The Fire
  3. 3. Thirst
  4. 4. Darkcell AD
  5. 5. Subsanity
  6. 6. Hollow Doll
  7. 7. Fallen
  8. 8. Deeper
  9. 9. Premonition
  10. 10. One More Nightmare

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3 Kommentare

  • Vor 15 Jahren

    `fields of the nephilim` melden sich nach 11 jahren mit einer cd zurück.als grosser fan dieser fantastischen band aus den 80ern darf diese cd in meiner sammlung eigentlich nicht fehlen..hab sie aber noch nicht gekauft..bei der lautcdkritik stand was von metaleinflüssen!? was soll das? f.o.t.n. goes metall???????
    wer kennt die band und hat "fallen" gekauft? eure meinung würde mir den kauf evt.erleichtern (oder auch nicht).

  • Vor 15 Jahren

    tja, wenn dieses album von einer newcomerband herausgebracht worden wäre, hätte ich vielleicht gesagt: "netter versuch, aber warum bringen diese fields clones ein demo als vollwertiges album raus?"
    dass dieses album nicht vom künstler authorisiert wurde, wundert mich nicht. die songs entsprechen in keinster weise den produktionsstandards, die die band selber schon 1990 mit dem genialen elizium album gesetzt hat. teilweise scheint es, dass die songs irgendwie mittendrin aufhören.
    ich hör jetzt lieber auf, weil ich mich sonst noch richtig aufrege. ich kann von dem kauf nur abraten. da warte ich dann doch lieber noch (ein paar jahre?) auf das "richtige" album.
    das statement von carl mccoy findet ihr hier:
    http://www.fieldsofthenephilim.co.uk/

  • Vor 5 Jahren

    Schau mal, hier gibt's ja eine Besprechung zu diesem Album. Und ist ja erst 10 Jahre alt. Wie auch immer: Großes Lob an die geldgierigen Haie der bösen Plattenfirma, die haben es geschafft, aus ein paar labbrigen Demos ein Fields-Album zu zaubern - hätte keiner gewusst, wie das Ding entstanden ist, hätten es alle abgefeiert. Die ersten beiden Alben klingen auch nicht konsistenter.