Dreizehn Tracks. Keine Features. Kranke Samples. Diesmal zur Abwechslung nicht heimlich unter Quasi-Ausschluss der Öffentlichkeit irgendwo im hintersten Untergrund verschenkt, sondern via Melting Pot Music unters Volk gebracht. Das wär' auch schon alles, das ich nüchtern über "Terror 22" zu sagen …

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  • Vor einem Jahr

    Beste Review 2016 bisher. Noch nie was von Degenhardt gehört und das wird sich auch nicht ändern, aber ich gebe trotzdem mal 5/5.

  • Vor einem Jahr

    :ill: danke für die blumen. das sollte noch gar nicht raus.

  • Vor einem Jahr

    ich feiere sowas kann da in sachen 'andersartiger' rap auch immer den guten jak progesso/jak tripper empfehlen -> https://www.youtube.com/watch?v=B8Wlb-TRcxg ganz großes kino

  • Vor einem Jahr

    Klasse Rezension. Liest sich super, ohne irgendwas vom Album zu spoilern. Ich hab mir nur das Video angeschaut, welches er in Japan gedreht hat, um mir nicht zu viel vorwegzunehmen.

    Detlef Disko Degenhardt ist einer der einmaligen Künstler, die leider zu oft übersehen werden. Egal ob die Harmonie-Reihe, die Destroy EPs oder Donna Klara, bisher boten alle Werke gute Musik, Einblicke in den Charakter, Emotionen und viel mit dem man sich identifizieren kann.

    Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich das so auf Terror 22 fortsetzt.

  • Vor einem Jahr

    Gibt lyrisch im Moment nix, national oder international, was mich mehr fesselt. Der Degenhardt-Kosmos lutscht sich nicht aus, irgendwann ist man in seiner rosa Chiffren-Welt aus Kapuzen, Bier, Disneyland und Arbeitsmoral richtig drin und dann kann man sich den Scheiß noch mal und noch mal geben. Ein hermeneutischer Tornado. Akustisch und auch visuell ist das Ganze dann auch so geil umgesetzt!

    Album noch nicht gehört, aber deine Review ist groß. Für die 5 Sterne bekommst du von Dego sicherlich 10 Herzchen zurück!

  • Vor einem Jahr

    Unter Szene-Kennern gilt Degenhardt seit Jahren als einer der Geheimtipps schlechthin. Seine Inspirationen und Fantasien entstammen aus der Dunkelheit, er spricht Thematiken an, die sich manch Anderer nicht einmal im stillen Kämmerchen trauen würde zu wispern. Nachdem er jahrelang seine Musik kostenlos als EP's übers Internet verbreiten konnte, ist diese Veröffentlichung nun das erste richtige Album des Düsseldorfers. Durch den Hang zur Maskierung und ausufernder Gewaltdarstellung in den Texten umgibt ihn bisweilen ein Hauch des Verwegenen, doch findet sich in den Stücken vielfach der Verweis auf die eigene Persönlichkeit des Rappers, den Mensch hinter der rauen Fassade.

    Sein Feature-Part auf dem letztjährigen Kaisa-Album glich einem düsternen Alptraum, einem akustischen Schlag in die Magengrube, der den ansonsten stark dominierenden Kaisa in den Hintergrund degradierte. Degenhardts sehr einprägsame Stimme, das Gespür für erfrischend andersartige, experimentelle Produktionen und die kompromisslose Härte hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck und lassen den Hörer eigene Abgründe erforschen.

    Keine Musik zum nebenbei hören, man muss sich darauf einlassen wollen um in die Welt von Degenhardt einzutauchen. Ein vielseitiges Klangbild, das mal treibend und impulsiv, mal gediegen und anmütig ausfällt unterstützt die tragenden Zeilen, die in ihrer Düsternis, wie Kreativität herausragen und Degenhardts Status als Ausnahmekünstler untermauern.

    "Terror 22" ist nachdenklich, wild und ausgelassen sowie schwermütig zugleich und vorallem eines: Anders

    5/5

  • Vor einem Jahr

    Habs nur wegen der Review mal angecheckt, aber packt mich auch nicht. Klingt wie El-P auf deutsch mit Flows und angestrengten Texten aus 2007. Bis jetzt nur Yung Hurn und die drei lustigen Realkeeper aus Berlin, mit dem Deutsch Rap-Rest kannste mich jagen. Was stimmt mit mir nicht? Zu alt? Zu doof?

  • Vor einem Jahr

    Na toll, weil ich die Vinyl zusammen mit Prezis erweiterem Limbus bestellt hab, kann ich noch bis April warten. Hab ich beim Bestellen iwie nicht bedacht... Fett & Rosig und Rattenfänger waren schonmal richtig nice, freu mich aufs Album.

  • Vor einem Jahr

    Zündet aufgrund reichhaltiger popkultureller Referenzen in den Samples, ungewöhnlichen und abwechslungsreichen Beatgerüsten sowie vor allem seiner Texte (die haben jetzt wirklich mal die Tiefe, die ich nach allen medialen Lobpreisungen bei Marteria immer vermisst habe) auch bei Genrefremden.

    Obacht! Allerhöchste Zeit für eine deutliche Abgrenzung der First Mover und Szenehörnchen vom Dego, damit der ab hier ungestört und vollkommen berechtigt kommerziell durchstarten kann.

  • Vor einem Jahr

    das ist ja tolles zeug. herrlich unberechenbar. endlich mal was spannendes im genre....

  • Vor einem Jahr

    Wenn jetzt noch Baude seinen Segen in denselben Topf - auf Rapreleases bezogen - wie dba & Soulburn werfen würde, wäre das schon ein Ereignis. :D

    • Vor einem Jahr

      Das Ereignis bleibt wohl aus. :D Mich nervt die Chiffrierung ziemlich, habe es noch nicht bis zum Ende des Albums geschafft. Aus Aesop Rock bin ich nun mal auch irgendwann rausgewachsen.

  • Vor einem Jahr

    Cooles Album ! Geile Samples und tiefgründige Texte

  • Vor einem Jahr

    Ich habe bis heute nix von ihm gehört, was mich etwas wundert da ich sonst gefühlt jeden beschissenen Kasper im Rapaffenzirkus zumindest flüchtig kenne. Nun auf Youtube einiges gehört, könnte neben der Akzeptanz von 187 Straßenbande eine größere Entdeckung für mich in 2016 sein. Manchmal ein bisschen wie PrinzPi wenn er die Texte schreiben würde die er sich einredet geschrieben zu haben.

  • Vor einem Jahr

    So nach intensiver Hördurchgangspassion mein bisheriges Album des Jahres und es wird mehr als schwer das zu toppen, denn hier treffen echtes Raptalent auf herrlich asig-verkopfte Texte die einen charmant doch mit rauer Sitte zum Zuhören zwingen und mit Sachkenntnis liebevoll produzierte Kulissen den Vorhang niemals fallen lassen

    @Dani
    Hat der Hiddentrack einen Namen?

    • Vor einem Jahr

      Macht natuerlich keinen Sinn, die "verkopften" Texte hier abzufeiern, derweil aber kein Wort mehr zum neuen Prezident-Album zu verlieren, weil es natuerlich jetzt wenig glaubwuerdig kaeme, den damaligen Beitrag zu KIEBG ("einfach nichtssagend", Musik "belanglos") noch halbwegs rechtfertigen zu wollen.

      Degenhardt wird schliesslich hart auf den streets gepumpt und gerade textlich kann das der gemeine Fler-Fan fuehlen, denn Degenhardts Duktus ist natuerlich grundlegend simpler als der von Prezident.

      Ist Degenhardt jetzt eigentlich cool, weil der etwas duemmliche Halbfranzose ihn wo drauf hatte, oder geht Prezi nun doch klar, weil Degenhardt auf 'Bonusstufe' mitrappt? Glasklares Wendehalsmanoever am Start.

    • Vor einem Jahr

      Und wie weit sind Aussagen wie "Ich schreib' mir selber Nachrufe." oder "Als haette man mit 30 keinen Grund mehr, wuetend zu sein." , oder eben 'Chancenverwertung' im Gesamten eigentlich von Degenhadts Attituede entfernt?

      Fragen, die sich nicht beantworten lassen, ohne sich in widerspruechlicher Erklaerungsnot zu verheddern.

    • Vor einem Jahr

      Ah! Wut flammt auf, herrlich!

      Schön!

      Das fehlt mir hier, dieses Feuer, der Austausch untereinander, mir schreiben hier viel zu viele nur für sich
      Danke Baudelaire!

      Mir war natürlich klar, dass mein "Verkopft" sicherlich nicht ohne Folgen bleiben sollte. Mein polemischer Rant Anno 2013 war vielmehr der Person des Prezident geschuldet, den ich menschlich untragbar finde, denn seiner Musik, die du jetzt im Delirium zelebrierst, die mir jedoch nicht so zugesagt hat

      Den dümmlichen Halbfranzosen hab ich jetzt versöhnlich überlesen, Degenhardt kennt man oder nicht. Sein Feature bei Kaisa, um es mal beim Wort zu nennen, ist dennoch sehr gut und in exzellenter Stimmung ausgeführt

      Widersprüche will ich mir nicht vorwerfen lassen, solange man gegen jede Subgenre-Logik unbedingt einen Fler in diese Diskussion provokant einfließen lassen muss

      Und richtig, das Album wird hart auf den Streets gepumpt. Ich brauche keinen Schaukelstuhlconfort, sondern höre mir Musik bewusst draußen an in entsprechender Atmosphäre

      Ich kann natürlich jetzt auch eine Review zum aktuellen Album von Prezi machen, könnte ich. Kann passieren, oder auch nicht, mal schauen :)

    • Vor einem Jahr

      Ich bin nicht wuetend, lediglich amuesiert und/oder irritiert, wie du auf Degenhardt steilgehst, dessen Hoererschaft sich wohl zu einem nicht geringen Teil mit der von Prezident decken duerfte, aber auf der anderen Seite halt halt das Studentengelaber.

      Es ist ja bekannt, dass ich wohl kaum etwas mehr hasse als Studentenrap (also z.B. auch das ganze US-Mueslizeug, das du so gerne magst und hier regelmaessig verlinkst), und Prezident hat fuer mich damit absolut nichts zu tun, nur weil er Germanistik und Geschichte macht.
      In meinem Freundeskreis gibt es den haertesten Kritiker, den ich kenne. Der findet quasi alles scheisse. ALLES. Dem habe ich die Tage mal gesagt, er soll sich Prezident geben - er war begeistert.

      Apropos "Delirium": man muss ja jetzt keine deiner Beitraege zu Bushido-, Shindy- oder Fler-Alben hier raussuchen. ;)

      Menschlich scheinen D. und P. jedenfalls ganz gut miteinander auszukommen. Aber ich frage mich ja auch immer, was in dir so vorgeht, wenn Bushido mal wieder herzhaft ueber Patrick lacht.

    • Vor einem Jahr

      Ich verlinke querbeet alles was gut klingt und eine bestimmte Atmosphäre vermittelt, von der Golden Era bis in die vielschichtige Jetzt-Zeit. Mag cyne, dass da auch mal sogenannter Müsli-Rap dabei ist, was auch immer das sein soll. Raptechnisch und vom Produktionsniveau ist das oftmals besser als alles aus europäischen Gefilden

      Wenn es dich amüsiert, dass mir Degenhardt, den ich schon länger höre/kenne als ein paar Monate, zusagt und ich solche Lyrics übergreifend mehr schätze als Anabolika-Gestammel, dann bist du eben eine Frohnatur, die sicherlich gerne die Classic-Kritik anführen kann, die war fair, jedoch das Album nicht der erhoffte große Wurf gewesen, im Nachhinein betrachtet

      Shindy hat dem Mainstream 2013 eine Frischzellenkur verpasst, man wird sehen wohin die Reise geht, nur Amerika kopieren in der Folgezeit wird nicht reichen

      Bushido und Fler sind Teenager in Körpern Mitt-End-Dreißiger. Bei dem Einem ist die musikalische Karriere so ziemlich vorbei, beim Anderen steckt sie in der X-Ten Wandlung und wenn Bushido über Flers neuerliche Kindereien lacht, dann soll ers machen, ist mir ziemlich egal als Endverbraucher, bin ja da nicht persönlich involviert und habe ganz andere Probleme/Angelegenheiten zu regeln

    • Vor einem Jahr

      sorry. jetzt erst gesehen. der hidden track heißt la boum. bisher album des jahres, ohja.

  • Vor 2 Monaten

    Gebe dem Album gerade nochmal 'ne Chance.

    Was mir YouTube noch so aus Degenhardts(?) Umfeld vorgeschlagen hat:

    https://www.youtube.com/watch?v=dYUYN9aiTUM

    TeppichMesserBois - John F. Enemy (2017)

    https://www.youtube.com/watch?v=kt_dzJIOem8

    Loock & Disko Degenhardt - Manowar (alter Kram von ihm, 2011, eher zur Belüstigung :D)