laut.de-Kritik

Bush sind Bush sind Bush und haben wieder nix verkehrt gemacht

Review von

'Solide' ist eins dieser Wörter, dem, wieder der eigentlich positiven Charaktereigenschaft, ein negatives Image anhaftet. 'Interessant' gehört auch dazu. Etwa wenn Mutti nach dem Selbstgekochten fragt und ein 'Interessant' von der gegenüberliegenden Tischseite gemurmelt wird. Solide als Beschreibung für Mutterns Essen zu gebrauchen, wäre sicher etwas herb. Aber im Zusammenhang mit Bushs neuer Platte - das wage ich dann doch.

Bush haben ihr drittes Album veröffentlicht, ihr mit Spannung erwartetes drittes Album. Denn nicht zuletzt die Aussage von Mastermind, Gitarrist und Shouter Gavin Rossdale, eine gute Rockband bräuchte genau drei Alben, um die Welt zu regieren, machte im Vorfeld zu "The Science Of Things" neugierig. Rossdale zog sich für einige Monate nach Irland zurück, um Material zu sammeln und um heraus zu finden, was für eine Platte er machen wolle.

Auf grundlegend neue Ideen ist er dabei nicht gekommen. Bush sind Bush sind Bush, das war auf den beiden Vorgängern so, das ist auf "The Science Of Things" so. Sie gehören ja ohnehin zu den Bands, die kaum etwas verkehrt machen können so lange sie nur da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Das aber ist positiv gemeint, denn sie schaffen es, dem verblichenen Antlitz der Grunge-Ära wieder ein wenig auf die Beine zu helfen.

Die Gitarren-Riffs wummern einem ohrentauglich um die Ohren, die Rhythmen lassen unseren Gang erneut so Bushtypisch holpern (Robin Goodridge darf seinen Spieltrieb an der Hi-Hat ausleben) und Rossdales Gesang ist eh schön und markant. "Warm Machine" und "Prizefighter" sind so perfekte Beispiele. Die modernen, sprich elektronischen Einflüsse, die der Titel suggeriert, sind spärlich gesäht. Bushs erste Gehversuche auf Grunge-fremden Terrain lassen sich auf der Single "The Chemicals Between Us" oder auf "English Fire" ausmachen. Aber immer nur als Stützen brav im Hintergrund.

12 Songs lang rocken Rossdale & Co. auf der Grundlage die sie beherrschen; beherzt und dynamisch und eben solide. Positiv solide - denn "The Science Of Things" muss ihnen auch erst mal jemand nachmachen.

Trackliste

  1. 1. Warm Machine
  2. 2. Jesus Online
  3. 3. The Chemicals Between Us
  4. 4. English Fire
  5. 5. Spacetravel
  6. 6. 40 Miles From The Sun
  7. 7. Prizefighter
  8. 8. The Disease Of The Dancing Cats
  9. 9. Altered States
  10. 10. Dead Meat
  11. 11. Letting The Cables Sleep
  12. 12. Mindchanger

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