laut.de-Kritik

Die eingefleischte Fankurve jubelt in der Nachspielzeit.

Review von

Seit nunmehr 20 Jahren tingeln die Beatsteaks durch die Lande. Angefangen von kleinsten Berliner Hinterhofclubs bis hin zu den größten Bühnen der Republik, haben die fünf stets gut gelaunten Rock-Buletten mittlerweile wohl jeder noch so abgelegenen Gemeinde hierzulande einen Besuch abgestattet. Auch im Ausland weiß man die ekstatischen Live-Fähigkeiten der Berliner schon seit geraumer Zeit ebenfalls zu schätzen. Wir halten also fest: Jeder kennt - und fast alle lieben die Beatsteaks. Und alle, die die Beatsteaks kennen, wissen natürlich auch, welche Songs der Band am höchsten in den Himmel ragen.

Die Wenigen, die die Mannen um Frontsau Arnim Teutoburg-Weiß bisher noch nicht auf dem Schirm hatten, haben nun in Form der Jubi-Compilation "23 Singles" die Möglichkeit aufzuschließen und ihre musikalische Wissenslücke zu füllen.

Wie der Titel schon erahnen lässt, gehen die Verantwortlichen keinerlei Ü-Ei-Risiko ein. Vom eröffnenden Live-Highlight "Summer" über Speerspitzen wie "Hand In Hand", "Cut Off The Top" und "SaySaySay", bis hin zu aktuellen Granaten à la "Gentleman Of The Year", "Make A Wish" und "Everything Went Black" ist alles mit an Bord, was den Beatsteaks-Kahn die letzten 20 Jahre über Wasser hielt.

Für Neueinsteiger gibts also nichts zu meckern. Eingefleischte Fans hingegen werden nach der oberflächlichen Betrachtung der Tracklist nur müde mit den Schultern zucken. Schließlich hat man als Fan jede Single-Auskopplung schon irgendwo daheim im Schrank stehen. Man sollte aber nicht zu früh mit der Keule draufhauen, sondern wie so oft im Leben bis zum Ende durchhalten. Dann ziehen sich die Mundwinkel nämlich doch noch nach oben.

Der Auslöser für kurzweiligen Jubel unter langjährigen Fans ist ein knapp siebenminütiges Paket, aufgeteilt in zwei Songs namens "Ticket" und "Mad River". Während der eine ("Ticket") mit flotten Piano-Tupfern und eingebundenen Beatles-Referenzen wieder einmal unter Beweis stellt, dass die Beatsteaks in punkto Weiterentwicklung noch lange nicht am Ende ihrer Reise angelangt sind, bahnt sich der andere ("Mad River") mit voluminösen Gitarren und viel Druck auf der Pfanne seinen Weg auf die großen Festival-Bühnen dieser Welt. So zieht man kurz vor knapp auch noch die Fankurve auf seine Seite – wenn auch nur für die Dauer der Nachspielzeit.

Trackliste

  1. 1. Summer
  2. 2. Let Me In
  3. 3. Hand In Hand
  4. 4. Hey Du
  5. 5. I Don't Care As Long As You Sing
  6. 6. Hello Joe
  7. 7. Frieda Und Die Bomben
  8. 8. Jane Became Insane
  9. 9. Cut Off The Top
  10. 10. Demons Galore
  11. 11. Meantime
  12. 12. Hail To The Freaks
  13. 13. Milk & Honey
  14. 14. Cheap Comments
  15. 15. Automatic
  16. 16. House On Fire
  17. 17. SaySaySay
  18. 18. DNA
  19. 19. Gentleman Of The Year
  20. 20. Make A Wish
  21. 21. Everything Went Black
  22. 22. Ticket
  23. 23. Mad River

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3 Kommentare mit 16 Antworten

  • Vor 2 Jahren

    Ziemlich clever. Ich bezahl für 2 Songs den Preis eines ganzen Albums. Da lade ich die 2 neuen Lieder lieber einzeln runter. Mad River hab ich mal reingehört, war ziemlich belanglos.

    • Vor 2 Jahren

      Wie vieles von der Band. Die beatsteaks haben wie ich finde, aber eine tolle Livepräsenz. Musikalisch find ich das auch nicht so packend.

    • Vor 2 Jahren

      Mit Musik kennen Sie sich offensichtlich beide nicht wirklich aus.

      Herzlichst

      Ihr Amtsvorsteher

    • Vor 2 Jahren

      Schnauze, Amti. Solltest du heute nicht beim Thai dinieren?

    • Vor 2 Jahren

      Selbstverständlich nicht. Das allerdings für jemanden, der vorzugsweise große Mengen Bier aus Plastikflaschen konsumiert, ein heruntergekommener Schnellimbiss den Gipfel der Kulinarik darstellt, wundert mich nun nicht. Daraus leitet sich wohl auch Ihr latent aggressives Verhalten ab. Typisch Proletarier

      Herzlichst

      Ihr Amtsvorsteher

    • Vor 2 Jahren

      *Dass

      Herzlichst,
      der Proletarier

    • Vor 2 Jahren

      dann solltest du auch mal einen großen schluck von nehmen. latent langweilige beiträge sind vorzugsweise ungenießbar und der gipfel der polemik

      gruß
      skywise

    • Vor 2 Jahren

      @morpho
      zerberstet! :klatbier: aus der heruntergekommenen plastikflasche

    • Vor 2 Jahren

      An meinen Gaumen kommen nur die edelsten Tropfen und nicht der angestaute Druck der Lenden einer Horde Gastarbeiter nach der Spargelernte, wie in ihrem Falle. Haben Sie eigentlich hierfür eine Lizenz?

      Herzlichst

      Ihr Amtsvorsteher

    • Vor 2 Jahren

      ziemliches eigentor..
      so edelste tropfen versus angestauter druck

      desweiteren ist die amtsstube herzlichst per lizenz geschlossen. bitte erst wieder schreiben wenn der passierschein a38 in der hölle der bürokratiel im chineschischen miniaturwunderland korrekt gestempelt wurde

    • Vor 2 Jahren

      Sehr geehrter Herr/Frau AmtsvorsteherIn,

      ich mag die Beatsteaks und will ihnen nichts Böses. Es ist gut, dass es solche Bands hier gibt. Auch das letzte Album war gar nicht sooo mies. Es ist auch ehrlich, dass diese CD "23 Singles" heißt und nicht dreist behauptet wird es handele sich um ein "Bäst Of".

      Trotzdem riecht das hier nach der Nummer "Wir müssen noch unseren Vertrag erfüllen, haben aber kein Bock und hauen deshalb ein liebloses Best-Of auf den Markt." - siehe Dream Theater's "Greatest (s)Hit". Gibt es echt Leute da draußen, die denken: "Oh, ein Best of der Beatsteaks. Ich wollte schon immer mal reinhören, aber habe mich nie getraut ein ganzes Album zu kaufen. Das ist ja ganz praktisch, dass die bekanntesten Lieder jetzt alle auf einer CD sind."?

      Das funktioniert wahrscheinlich bei Peter Maffay, aber bei den Beatsteaks?
      Ist ein komischer Move und passt irgendwie nicht zu den sonst sympathischen Berlinern. Das Review geht da sehr milde mit der Band um. Es wäre ein leichtes gewesen noch ein paar Live-Tracks oder Ähnliches als Fan-Bonus drauf zu packen.

    • Vor 2 Jahren

      Was für ein dummes Gewäsch. Wohl heute bereits wieder zu tief ins Glas geschaut, was?

      Herzlichst

      Ihr Amtsvorsteher

    • Vor 2 Jahren

      typisch proletarier

    • Vor 2 Jahren

      Herzlichst,

      fick dich.

    • Vor 2 Jahren

      Ihr seid schon ein sonderbarer Haufen. Wenn man sonst keine Hobbies hat....

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      Aber "Fick dich" geht mit der laut.de-Hausordnung konform :D

  • Vor 2 Jahren

    Beatsteaks waren zu living targets Zeiten ganz cool, aber inzwischen sind sie irgendwie nur noch eine konsens Band.

  • Vor 2 Jahren

    Beatsteaks.. Habe ich früher auch mal gehört. Sind ne klasse Live Band (einige male gesehen), recht sympathisch finde ich sie auch, aber musikalisch finde ich das doch mittlerweile recht belanglos, diplomatisch gesagt.

    Jetzt eine Single Sammlung... Das hätte ich nicht mal als Fan gebraucht, ist doch irgendwie immer nur ein Trick des Labels ne Platte mehr zu verkaufen...

    Naja. sol es kaufen wer mag, macht die Band nicht mehr zunehmend interessanter.