Porträt

laut.de-Biographie

Badmómzjay

Als sie zur Welt kommt, sind TLCs Lisa Left Eye Lopes und Aaliyah gerade begraben und Nelly und Kelly Rowland laufen mit "Dilemma" weltweit auf Heavy Rotation. Die Rede ist von Badmómzjay, die sich auch gerne als deutsche Bhad Babie verkauft.

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Sie ist noch nicht einmal volljährig, als Jordan aus dem Berliner Speckgürtel beginnt, eigene kleine Strophen über bekannte Trap-Songs zu rappen und damit eine wachsende Instagram-Followerschaft begeistert. Sie wechselt wild zwischen deutschen und englischen Lines, was sie auf ihre bilinguale Erziehung schiebt.

Immer noch nicht volljährig ist sie auch, als die Major-Labels einen Hype wittern und an ihre Tür klopfen. Universal bekommt den Zuschlag und vermarktet Badmómzjay (gesprochen übrigens: Bad Momz Jay) als "selbstreflektiert[e] und -bewusst[e]" Newcomerin, die "ihren Charakter viel mehr ins Zentrum der damit uninszenierten Internet-Inszenierung" stellt. Ob sich das Management da nicht zu viel erhofft, bleibt noch unklar: Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Schülerin nie mehr als ein paar Zeilen gerappt.

Ihren ersten eigenen Song "Zirkus" veröffentlicht Badmómzjay Anfang Januar 2020. Stilistisch erinnert die Brandenburgerin an die Schnelllebigkeit der derzeitigen Trap-Szene, imitiert die Zeichen und Gebaren ihrer Vorbilder wie Nicki Minaj, Cardi B, 21 Savage oder Bhad Babie. Mit der hat sie übrigens durchaus einige Gemeinsamkeiten: die rot gefärbten Haare, die langen, künstlichen Nägel, ihr fragwürdiger Internet-Hype in jungen Jahren - und ein gemeinsames Instagram-Foto.

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