Mai 1982. Ian Curtis, Sänger von Joy Division, ist seit zwei Jahren tot und Premierministerin Margaret Thatcher zieht in den Falklandkrieg gegen Argentinien: 253 britische Soldaten sterben innerhalb weniger Wochen. Und Robert Smith grollt: "It Doesn't Matter If We All Die".

Es ist gleich die erste …

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  • Vor 8 Jahren

    @this beautiful creature (« @ZombieGigolo («
    Hatte ich zwar schon an anderer Stelle gepostet, aber hier noch mal: Mein persönliches Problem mit Foucault ist, dass er sich partout nicht verständlich ausdrücken kann oder will. Ich vermute letzteres. Wie Karl Popper schon sagte, solle man sich entweder kurz und verständlich ausdrücken, oder solange schweigen und weiterarbeiten, bis man es kann. Foucault erscheint mir daher eher wie ein Blender. »):

    Also was Popper und Chomsky behaupten ist m.E. einfach Unsinn - das ergibt keinen Sinn. Wie kann denn jemand behaupten, Foucault sei schwer? Dass begreife ich nicht, das ist unlogisch. Foucault ist so unglaublich einfach zu verstehen; was ich ja an Chomsky so mag ist, wie offen er eigentlich sagt, wieso er Foucault nicht "rafft": Es ist die Kontinental-Philosophie, die ihm Schwierigkeiten bereitet - er will eben analytische Philosophie, und exakt das ist Foucault nicht; wenig verwunderlich, dass ihm pragmatische Philosophie a là Habermas oder eben Popper viel besser gefällt. Nur, deswegen wird Foucault nicht schlecht. Ich kann einfach nicht begreifen, wie jemand "Sexualität und Wahrheit" liest und am Ende sagt: "Ja und?" Das ist doch so brilliant... Ich denke auch, dass Foucaults Machtbegriff unpräzise sind, aber sein Verständnis von Diskurs, Dispositiv, Bio-Macht, Regierung des Selbst, Kolonialisierung der Körper... Foucault liefert das ganze Vokabular um die Machstrukturen des Phallogozentrismus, also der momentanen abendländischen Gesellschaft aufzudecken; auch begreife ich nicht, wie man Foucault als zu schwer für den Handwerker von nebenan bezeichnen kann. Foucault wiederholt tausendmal seine Zentralthese, damit es wirklich bei jeder Person angekommen ist. Ehrlich gesagt, denke ich, dass weder Popper noch Chomsky ihn verstehen wollen. Es ist so gefällig, sich in einem Art von Positivismus zu suhlen und ein wenig analytische Philosophie zu betreiben und dann die kontinentale als Metaphysik zu denunzieren - aber es trifft einfach den Punkt nicht. Ich hätte Chomskys Kritik bei Derrida durchaus akzeptieren können, mich aber dennoch beschwert; bei Foucault ist sie absurd. »):

    Wenn dir Foucault so einfach in den Schädel geht: Glückwunsch. Mir jedenfalls erschließt sich auch nach mehrmaligem Lesen oft nur Hälfte von dem, was er schreibt. Und das frustriert mich und ich stelle mir die Frage: Bin ich zu deppert? Oder schreibt da jemand absichtlich so, um tiefgründiger zu wirken. Es wäre, zumindest in der Soziologie, kein Einzelfall.
    Muss übrigens eine utopisch schöne Gesellschaft sein, in der Handwerker von nebenan Foucault lesen und verstehen. :joint:

  • Vor 8 Jahren

    Es mag sich hart anhören, was ich erwidere, aber wenn du Foucault partout immer und immer wieder nicht verstehst, dann machst du irgendwas ziemlich falsch. Vielleicht hast du nicht die nötige philosophische Vorbildung für Foucault - immerhin ist es Wissenschaft und die Quantenphysik kann man ohne klassische Physik auch nicht begreifen, obgleich sie sich stark unterscheiden. Ebenso braucht man, denke ich, auch in der Soziologie philosophisches Vorwissen; Nietzsche, Marx und Husserl helfen sicherlich - ansonsten hinterlässt mich Dein Problem mit Irritationen. Nun, ein Handwerker kann sicherlich auch Foucault verstehen - vorausgesetzt, er hat sich vorher mit Soziologie bzw. anspruchsvolleren intellektuellen Erzeugnissen i.A. beschäftigt; aber ich bezweifle nicht minder, dass der Handwerker von nebenan so einfach Chomsky verstehen würde.

  • Vor 8 Jahren

    Warum müsst ihr immer auf den Handwerkern rumhacken?
    Sonst keine dummen feindbilder? -.-

  • Vor 8 Jahren

    Wir "hacken" nur deswegen auf ihnen rum, weil Chomsky es in seinem Argument gegen Foucault erwähnt hat. Es stimmt zweifelsohne, dass sowohl Chomsky als auch Zombie-Gigolo und ich eine Stigmatisierung vornehmen, wenn wir immer wieder "den" Handwerker als Inkarnation des dummen/einfachen Menschen präsentieren - das ist sicherlich eine unzutreffende und beleidigende Charakterisierung - das tut mir Leid, ich werde es vermeiden.

  • Vor 8 Jahren

    Vielen Dank, dann ist ja alles gut. Kannte diesen Hintergrund nicht :)

  • Vor 8 Jahren

    'cold' ist immer mein cure liebling gewesen. die lp ebenso. super rezi.

  • Vor 8 Jahren

    Ich bin nicht Robert Smith und wie sind nicht The Cure !
    Wo bleibt eigentlich Daydream Nation ?

  • Vor 8 Jahren

    Los, laut.de, jetzt bringt endlich mal die Daydream Nation-Rezension, ich glaub sonst gibt's hier noch Aufstände. Und wenn ihr gerade dabei seid, am besten auch gleich Apocalypse Dudes und Superunknown (oder Badmotorfinger).
    Aber zum eigentlichen Thema, wieder eine gelungene Rezension zu einem gelungenen Album. Es ist zwar jetzt auch schon dreißig Jahre auf dem Markt, kommt mir aber trotzdem um einiges aktueller und authentischer vor, als viel, was zur Zeit versucht, in die gleiche Richtung zu gehen.

  • Vor 8 Jahren

    Wenn Daydream Nation endlich mal drankommt, nerve ich mit Doolittle von den Pixies.

  • Vor 8 Jahren

    @nicolas stolz (« Wenn Daydream Nation endlich mal drankommt, nerve ich mit Doolittle von den Pixies. »):

    ....wie immer ein richtiger sonnenschein.....

  • Vor einem Jahr

    Logisch ein Meilenstein!!! Aber ich als laut-neuling muss mich schon wundern.Vor 7 JAHREN wurden hier ja vielleicht diskussionen geführt.Ich liebe Cure,weiß nur nicht,was das mit`goth`und irgendwelchen Kategorien zu tun hat! Man sollte Cure auch niemals auf Festivals sehen,sondern allein. Unter 3 Stunden macht Rob das nicht...88 zur Kiss me oder oo zur Trilogy...in HH und B gesehen,danach noch eine Stunde Zugabe!! Unfaßbar. Das alles ohne Ledermantel,und irgendein Gehabe.Mitten ins Herz!! Und das seit 30 Jahren.

  • Vor einem Jahr

    Der Meilenstein brachte mich zu Cure. Seitdem immer Fan geblieben!!