laut.de-Kritik

Der schwedische Frühling naht.

Review von

2005 war es, als die Schweden mit ihrem Debüt einige sehr tanzbare und unvergessene Hits ("The Comeback", "Please Please Please") verteilten. Mit "Optica" steht nun das vierte Studioalbum an - und in der Zwischenzeit ist so einiges passiert

Neben zwei weiteren abwechslungsreichen Platten (Our Ill Wills und Work) spielte die Band um Sänger Adam Olenius 2010 ihre bisher erfolgreichste Tour. Danach gabs eine längere Pause: Zeit, um andere musikalischen Projekte auszuprobieren oder eine Familie zu gründen.

2011 stand das zehnjährige Bandjubiläum an, und man traf sich in Stockholm, um ein neues Werk auszuarbeiten: Verspielte Popmelodien stehen im Vordergrund, und natürlich die Stimme von Adam Olenius. Das hört man gleich zu Beginn bei "Sugar".

Allerlei Tasten werden angeschlagen, überall klickt, fiept und klackt es, und unverkennbar bleibt der Klang seiner Stimme. Ja, da hört man immer noch schön den Mr. Smith heraus, auch wenn sich Adam in den höheren Tonlagen versucht. Den Vergleich dürfte er wohl nicht mehr los werden.

Von der Single "Blue Ice" gab es weltweit nur zehn Stück einer limitierten Eisversion zum Selberbasteln. Eine tolle Idee, und dementsprechend hätte der Song ruhig etwas ausgefallener daher kommen können. Gleichwohl schmilzt er eher ein wenig trübe vor sich hin.

Mit "14thOf July" öffnet endlich die 80er Disco ihre Tore. Die Hüften schwingen mit, wenn die band an alte Zeiten anknüpft. Adams Stimme hat sich spätestens hier ins Gedächtnis gebrannt.

Experimentierfreudig zeigen sich die Schweden weiterhin. Da ein Bläsereinsatz, hier wieder Beats und jede Menge Synthies. Dazu gesellen Streicher und melancholische Background-Vocals (Soloparts von Keyboarderin Bebban, inklusive). Auch den ein oder anderen Favoriten von früher hört man heraus: Als Kind liebte Adam die Balladen von George Michael.

Seine Texte pendeln zwischen Sehnsucht, Liebe und Hoffnung. Insgesamt klingen Shout Out Louds auf ihrer Jubiläumsplatte deutlich positiver, beinahe schon vergnügt. So als wollten sie mit "Optica" endlich die langen und vor allem dunklen Wintermonate durchbrechen.

Das gelingt ihnen ganz besonders mit "Walking In Your Footsteps", bei dem eine Flöte für gute Laune sorgt. Spätestens nach "Chasing The Sinking Sun" ist dann nicht mehr zu überhören, wie gut das Quintett harmoniert.

Trackliste

  1. 1. Sugar
  2. 2. Illusions
  3. 3. Blue Ice
  4. 4. 14th of July
  5. 5. Burn
  6. 6. Walking In Your Footsteps
  7. 7. Glasgow
  8. 8. Where You Come In
  9. 9. Hermila
  10. 10. Chasing The Sinking Sun
  11. 11. Circles
  12. 12. Destroy

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