laut.de-Kritik

Sind sie zu stark, magst Du keinen Krach.

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Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Texas' finest, Pantera. Es dauerte nämlich vier lange Jahre, bis der Nachfolger von "The Great Southern Trendkill" im bandeigenen Studio im wahrsten Sinne des Wortes auf die Aufnahmebänder geknüppelt wurde.

Bei "Reinventing The Steel" saßen Drummer Vinnie Paul und sein Bruder Gitarrist Dimebag Darrell zum ersten Mal allein verantwortlich an den Reglern. Stammproduzent Terry Date, der u.a. den Deftones auf die Sprünge geholfen hat, war offensichtlich in der Lage, seinen Eléven einiges mit auf den Weg zu geben, so dass Pantera ohne Probleme alles in die eigenen Hände nehmen konnten. Unabhängigkeit hat so seine Vorzüge. Man nahm sich viel Zeit, um ausgiebig an den Songs herum zu feilen, bis die Truppe mit dem Ergebnis zufrieden war. Und das kann sich wirklich sehen lassen.

Der Stahl wurde sicherlich nicht neu erfunden, doch gerade Dimebags virtuoses Gitarrenspiel kann immer wieder mit einigen Überraschungsmomenten aufwarten. Ich, der völlig unbegabte Saitenlaie, hätte mir sofort die Griffel verknotet und heulend die Gitarre in die Ecke gepfeffert. Der Klassiker "Vulgar Display Of Power"- ja genau, das ist die mit dem Faustfresser Cover - bleibt zwar unerreicht, doch mit dieser Scheibe machen Pantera alles richtig.

In Zeiten, in denen Slayer (leider) die Beine hochlegen und Pseudopsychometal von gepiercten Milchbubis Hochkonjunktur hat, ist wenigstens auf Pantera Verlass: Geschrubbe to the Max, denn wo Pantera draufsteht, ist auch Pantera drin.

Sind sie zu stark, magst Du kein Krach.

Trackliste

  1. 1. Hell Bound
  2. 2. Goddam Electric
  3. 3. Yesterday Don't Mean Sh**
  4. 4. You've Got To Belong To It
  5. 5. Revolution Is My Name
  6. 6. Death Rattle
  7. 7. We'll Grind That Axe For A Long Time
  8. 8. Uplift
  9. 9. It Makes Them Disappear
  10. 10. I'll Cast A Shadow

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