Porträt

laut.de-Biographie

Nick Oliveri

Wer sich mit dem Ursprung des Stoner-Rock beschäftigt, der stolpert früher oder später zwangsläufig über den Namen Nick Oliveri.

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Selbiger kommt im Jahr 1971 im kalifornischen Palm Desert zur Welt. Bereits in jungen Jahren interessiert sich der kleine Nick für große Männer und laute Musik: "Ich bin als Kind immer durch unser Haus gerannt und habe dabei lauthals 'God Of Thunder' gesungen. Ich stand total auf Gene Simmons von Kiss. Dieser riesige Typ mit seinem Fledermauskostüm, das ganze Blut und seine Bass-Axt: Das fand ich cool", erinnert sich der Kalifornier. Irgendwann haben Nicks Eltern ein Einsehen und kaufen ihrem Sohnemann eine Akustikgitarre.

Im Alter von elf Jahren entdeckt Oliveri die Ramones für sich. Von da an will er nur noch Musiker werden. Da rund um Desert Palms aber nahezu alle seine Kumpels Gitarre spielen, besorgt sich Oliveri einen Bass: "Ich wollte unbedingt in einer Band spielen. Das ging damals aber nur als Bassist. Also besorgte ich mir einen Bass und fing an zu üben."

Nach einigen kleineren Engagements, gründet Oliveri zusammen mit John Garcia, Brant Bjork, Josh Homme und Chris Cockrell die Band Katzenjammer. Zwei Jahre nach der Bandgründung entscheiden sich die Verantwortlichen für eine Umbenennung. Aus Katzenjammer werden die Sons Of Kyuss.

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Es folgt eine EP und eine weitere Änderung des Bandnamens. Garcia, Oliveri, Homme, Bjork und Cockrell ziehen fortan nur noch unter dem Kyuss-Banner durch die Clubs rund um ihre Heimatstadt. Im Gepäck haben sie einen Sound, den sie selbst als "Desert-Rock" bezeichnen. Dabei geht es um eine tiefergelegte Mischung aus 70s-Rock à la Black Sabbath und Led Zeppelin und moderneren Alternative- und Grunge-Sounds.

Im September 1991 erscheint ihr Debütalbum "Wretch", das in Szene-Kreisen hohe Wellen schlägt und der Band unter anderem eine mehrwöchige Support-Offerte von Metallica einbringt. Bevor die Truppe ihren ersten Major-Vertrag unterschreibt, verlässt Oliveri Kyuss.

Im Jahr 1998 – Kyuss sind mittlerweile Geschichte – verbündet sich Oliveri abermals mit Josh Homme. Der ist mittlerweile mit einer Band namens Queens Of The Stone Age am Start. Oliveri stößt kurz nach der Veröffentlichung des selbstbetitelten Debütalbums dazu. Vier Jahre und zwei erfolgreiche Alben ("Rated R", "Songs For The Deaf") später kommt es zum Bruch zwischen Oliveri und Homme. Homme wirft Oliveri vor, seine eigene Frau geschlagen zu haben, was Oliveri nicht entkräften kann.

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In der Folge konzentriert sich Oliveri mehr und mehr auf sein bereits seit einigen Jahren bestehendes Nebenprojekt Mondo Generator. Doch auch hier kommt es immer wieder zu Querelen und Streitereien unter den Beteiligten. Oliveris Hang zu Drogen und seine unkontrollierten Gewaltausbrüche werfen die Hauptprobleme auf.

Im Jahr 2004 scheint Oliveri wieder die Kurve zu kriegen. Er veröffentlicht zwei akustische Soloalben ("Demolition Day", "Death Acoustic") und versöhnt sich mit Josh Homme. Es dauert allerdings bis zum Jahr 2012, ehe sich die beiden ehemaligen Streithähne wieder musikalisch näher kommen. Mehr als ein gesanglicher Gastbeitrag auf dem QOTSA-Album "…Like Clockwork" sowie die eine oder andere Kurzzeit-Zusammenkunft auf der Bühne kommen jedoch nicht dabei rum. Stattdessen wandelt Oliveri weiter auf Solo-Pfaden.

Im September 2014 erscheint das Nick Oliveri's Uncontrollable-Debütalbum "Leave Me Alone", eine noisige, komplett (bis auf diverse Solo-Beiträge ehemaliger Kyuss-, Dwarves- und Mondo Generator-Weggefährten) in Eigenregie aus dem Boden gestampfte Krawall-Scheibe: "Ich bin nun mal nicht der Typ für softe Melodien. Wenn ich Musik mache, dann geht es um Blut, Schweiß und Energie. So war ich schon immer drauf."

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Various Artists - Lo Sound Desert: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2016 Lo Sound Desert

Kritik von Michael Schuh

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Di 23.04.2019 Saarbrücken (Kleiner Klub)
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