Sowohl Zivilgesellschaft als auch Polizei hatten die Straße in Chemnitz zuletzt einer Melange aus Rechtsradikalen, Rechtsextremen und Rechtskonservativen überlassen. Heute Abend wollen Bands wie Die Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet und Kraftklub und Rapper wie Nura, Casper & Marteria, K.I.Z.

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  • Vor 3 Jahren

    Den öffentlichen Raum zurückerobern, soso. Wenn Helden geboren werden. :p

  • Vor 3 Jahren

    Na, wenn der gute Frank-Walter-White Steinmeier das empfielt, kann man ja gar nicht nein sagen. Ich habe gehört der dreht nach Feierabend auch immer die Anlage im Schloss Bellevue bis zum Anschlag auf und gibt sich erstmal 'ne ordentliche Runde Death Grips. Der Mann weiß schon, wo's lang geht!

  • Vor 3 Jahren

    Wieder mal das Line-Up des Grauens

  • Vor 3 Jahren

    An sich richtig und wichtig, aber nach Trettmann würde ich ehrlich gesagt wieder gehen.

  • Vor 3 Jahren

    Würde mal sagen, dass das Line-Up hier zweitrangig ist. 30.000 Leute ist das was zählt.

    • Vor 3 Jahren

      Stimmt, denn es zeigt dass Schwarmintelligenz und das folgen dumpfer Parolen kein Rechtes Privileg ist.

    • Vor 3 Jahren

      Jämmerlicher Whataboutism, den du hier am Fließband abspulst. Bist du Sancho?

    • Vor 3 Jahren

      Spam das nächste Mal gefälligst woanders rein.

    • Vor 3 Jahren

      Welche dumpfen Parolen denn, Spiegel? Das Motto der Veranstaltung zielt doch (nur) darauf ab, zu zeigen, dass die Mehrheit der Zivilgesellschaft sich gegen die gewaltbereiten (und -tätigen) Selbstjustiz-Horde stellt. Die Zahlen vom letzten Montag richtig stellen gewissermaßen. Deshalb hat Harri auch recht. Abseits von diesem kleinsten gemeinsamen Nenner hält man sich doch von Veranstalterseite mit markigen Ansagen bisher auffällig zurück. Gut so! Ganz fernhalten wird man entsprechende Inhalte natürlich trotzdem nicht können, aber ich bin schon zuversichtlich, dass es auch hier eine vernünftige Mehrheit geben wird.

    • Vor 3 Jahren

      Noch was zum *richtigstellen: *gewaltbereite

    • Vor 3 Jahren

      stellt sich halt die frage, was die übrigen 28.000 leute machen werden, wenn das nächste mal ne demo/veranstaltung ist, bei der halt nicht irgendwie gehäuft 16 millionen verkaufte tonträger/streams auf der bühne stehen

    • Vor 3 Jahren

      Wird man dann sehen. Wichtig ist das Signal des Aufbruchs, das hoffentlich von 60.000 Teilnehmern ausgehen wird. Die 16 Mio Tonträger / Streams waren in diesem Fall als Projektionsfläche vielleicht nötig, um zu zeigen, dass es nicht egal ist was hier gerade passiert.

    • Vor 3 Jahren

      ich hätte schwören können, dass da ein familienvater umgebracht wurde und 2 leute im KH liegen. ja, man wie sangen KIZ so schön "du bist ein hurensohn... ich mache party auf deinem Grab"....

    • Vor 3 Jahren

      Dass da jemand zu Tode gekommen ist, leugnet ja niemand. Im Gegenteil, das wurde sogar mit einer Schweigeminute bedacht. Woran genau störst du dich jetzt hier?

  • Vor 3 Jahren

    Nur die CDU hat nicht gecheckt was die Stunde geschlagen hat:
    https://www.zeit.de/politik/deutschland/20…

  • Vor 3 Jahren

    „Dann rülpst Udo Lindenberg nochmal ein ‚Nazis raus’ ins Mikrofon und dann haben wir das Gefühl, wir haben das Problem gelöst. Wir haben aber ein strukturelles Problem mit Nazis.“
    Serdar Somuncu
    Und ist doch hier auf Laut nicht anders. Da klopfen sich so Leute wie Mefoolica oder Morasto auf die Schulter weil sie andere Anonym beschimpfen. Aber klar Phrasen und Parolen dreschen ist immer nur bei anderen schlimm :D in diesem Sinne #istmiregalwievielihrseidichfolgeniemandenundlassemichnichtinstrumentalisieren

    • Vor 3 Jahren

      Da das Nachdenken ja laut eigener Aussage eine deiner Lieingsbeschäftigungen ist, würde ich mich freuen, wenn du mir erklären könntest, wer hier wen und vor allem für was instrumentalisiert. Instrumentieren Die Toten Hosen die gutgläubige Zivilgesellschaft, um noch einmal so etwas wie musikalische Relevanz zu erringen?

    • Vor 3 Jahren

      @Spiegel Scheiß doch jetzt mal auf deine albernen Privatfehden auf der Seite hier, Alter! Als obs nix wichtigeres gäbe...

    • Vor 3 Jahren

      Sancho kann halt nicht anders. Er ist und bleibt ein kleingeistiger, rechtsoffener Idiot, der bei seinem Sozielkundelehrer bläst.

  • Vor 3 Jahren

    Die Zeiten haben sich geändert und darum muss man sich nun auch in der Öffentlichkeit positionieren und Präsenz gegen die Neurechten zeigen. Du kannst ja gerne stumm in deiner Bude hocken und den Rechtsextremisten das Feld überlassen. Andere aber dafür kritisieren, dass sie ihren Arsch hochkriegen, ist so doof, da muss man schon annehmen, dass du AfD wählst.

  • Vor 3 Jahren

    Diese ganze Rechts-&-Links-Scheiße ist doch nur Ablenkung. Als ob Rassismus auch nur in den Top 10 unserer größten gesellschaftlichen Probleme wäre.
    Die AfD instrumentalisiert das Ganze für den Stimmenfang und um ihre Klientelpolitik durchzudrücken (die eigentliche Klientel, nicht "der kleine Mann", für den sich die AfD in Wirklichkeit einen Scheiß interessiert) und die Gegenseite instrumentalisiert dasselbe für den Machterhalt in Politik und Medien. Am Ende hat man dann ein in beide Richtungen verzerrtes Bild und kann sich eines der Lager aussuchen - oder immer mehr ins Zweifeln geraten, wofür eine solche Politik- und Medienlandschaft noch gut sein soll.

    • Vor 3 Jahren

      Lieber Mundi, bitte die eigene Desillusionierung nicht auf die Restgesellschaft übertragen. Es soll tatsächlich noch Leute geben, die es tatsächlich scheiße finden, wenn Nazis und Nazisympathisanten in für lange Zeit beispiellosen Massen auf die Straße gehen. Und es ist noch gar nicht so lange her, dass Nazitum und Rassismus gesellschaftsübergreifend als verachtenswertes Übel galt, auf das keine politische Partei oder Lage alleiniges Anrecht hatte und sich damit irgendwie profilieren konnte.
      Das was du hier schreibst lässt sich eins zu eins auf jede Art von Demonstration übertragen und alleine eine schon bewusst größtenteils politik- und parteienfreie Veranstaltung, die sich gegen Nazis richtet und das nicht einmal im strikten "AntiAntiAnti"-Sinne, sondern eher im Sinne von "wir halten als Gesellschaft trotzdem zusammen und machen unser Ding" als Rechts-Links-Gedöns zu deklarieren ist nicht nur nicht besonders trennscharf, sondern ist in seiner moralischen Relativierung schlicht brandgefährlich. In dem Moment in dem du oder irgendjemand Antirasaismus als Klientelpolitik oder Machterhaltungsstrategie abwertest, gibst du faktisch auch irgendwo die moralischen Grundfesten auf, aufgrund derer eine demokratische, menschliche Zivilgesellschaft überhaupt möglich ist. Gegen Rassismus Position beziehen lohnt sich immer und ist immer eine lobenswerte Sache, scheißegal wer damit ein paar PR-Punkte gewinnen möchte. Alles andere führt über kurz oder lang in die moralische Relativierung.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Davon mal abgesehen bin ich aber auch der Meinung, dass tumbe Gegendemonstrationen im Sinne von "Wir sind gegen die" oft nicht wirklich viel bringen, nur Fronten weiter verhärten und weitere Konflikte herbeibeschwören. Doe bessere Reaktion ist da wahrscheinlich oft zu sagen "Wir geben solchen Positionen keinen Raum, wir lassen uns davon auch nicht beeindrucken und stehen weiter für das ein, wofür wir einstehen, egal ob mit eher linkem oder rechten Einschlag". Aber genau so würde ich die ganze Konzertgeschichte ja auch interpretieren, genauso wird es ja auxh kommuniziert, ist wie bereits gesagt soweit ich das sehen kann relativ parteifrei und der Fokus liegt auf der Musik und dem Miteinander und eben nicht auf stumpfen Parolen und konfrontativer Gegenreaktion. Besser kann man es fast gar nicht machen mMn.
      So und jetzt bin ich auch raus.

    • Vor 3 Jahren

      Finde es immer wieder beachtlich, was du da alles rauszulesen vermeinst.

      An welcher Stelle beziehe ich mich auf diese Aktion da oben? Vielleicht etwas irreführend, da ich es in diesen Faden gepostet habe, aber selbst wenn man das jetzt explizit darauf bezieht, sage ich oben nichts darüber, ob das jetzt positiv oder negativ sei.

      Die Frage habe ich überhaupt nicht gestellt. Der Punkte war schließlich der, dass sich beide Seiten auf verzerrte Feindbilder stürzen, die so nur bedingt existieren, und dass diese Feindbilder von Medien sowie Politik massiv befeuert werden (teilweise gewollt, teilweise ungewollt).

      Ja, es ist scheiße, was da in Chemnitz passiert ist und weiterhin passiert. Ja, da waren richtige Neo-Nazis dabei und ja, der Großteil an Mitdemonstranten hat sich instrumentalisieren lassen. Dennoch hat die allgemeine Berichterstattung das so sehr herausgehoben und überspitzt, dass alle anderen Punkte unter den Tisch fielen und wieder nur das Fratzenbild eines bösen braunen Mobs aus Ostdeutschland transportierte, den es in dem berichteten Ausmaß nicht gab.

    • Vor 3 Jahren

      Dass sich vor allem viele Chemnitzer(!) nun verarscht fühlen, hat schließlich auch genau damit zu tun und dann ist es vollkommen legitim und wünschenswert auf die Straße zu gehen und zu sagen: Wir sind nicht für Rassismus.

    • Vor 3 Jahren

      "An welcher Stelle beziehe ich mich auf diese Aktion da oben? Vielleicht etwas irreführend, da ich es in diesen Faden gepostet habe"

      Das war tatsächlich meine Annahme, dass du das hier tust. Das rückt das dann schon tatsächlich in einen deutlich anderen Kontext.

    • Vor 3 Jahren

      Mhh, ja, da steh' ich jetzt natürlich reichlich dumm dar. zikd.Wenn ich cp Kommentar jetzt noch einmal lese, finde ich da tatsächlich nicht so viel kritikwürdiges, bzw finde ich, dass man das schon so stehen lassen kann.
      Mhh, weiß ich jetzt auch nicht, was ich da jetzt noch zu sagen soll. Klang halt im ersten Moment schon stark in Richtung Spiegel und deine Einleitung in Sinne von "ist nur Ablenkung" und "als ob Rassismus jetzt unser größtes Problem wäre" finde ich jetzt tatsächlich in der Hinsicht auch nicht ganz glücklich.
      Dennoch ist denke ich mal trotzdem ersichtlich, was ich meine und das finde ich auch nach wie vor gültig, nur halt vielleicht nicht auf dich persönlich gerichtet.
      Von daher erst einmal Entschuldigung meinerseits, stehen lass' ich das jetzt aber trotzdem so, hoffe das kann man jetzt im Nachhinein auch kontextgerecht interpretieren.

    • Vor 3 Jahren

      Klar, hätte ich meine Argumentation dazu genutzt, da moralisch irgendwie Fremdenfeindlichkeit zu relativieren, wäre deine Antwort berechtigt gewesen - darauf können wir uns problemlos einigen.

      PS: Das mit den 10 Problemen war die einzige Stelle, die absichtlich provokant formuliert wurde von mir. :D Wollte damit eigentlich nur zur Geltung bringen, dass wir schon viel erreicht haben und im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern imho deutlich besser dastehen. Natürlich ist es beunruhigend, dass diese Fortschritte womöglich nach und nach ins Wanken geraten könnten.

  • Vor 3 Jahren

    Eigentlich freut es mich, da diese Mucke bestätigt, was ich ähnlich, schon mit dem Live Aid erlebt habe. Frau Karrenbauer und unserm Präsi empfehle den rechten und linken Zeigefinger, aus dem Arsch des jeweiligen Gegenüber zu nehmen. Kurz dran riechen und festellen, es stinkt ein wenig, na und?

    • Vor 3 Jahren

      Speedi du bist echt ein ewiger Quell der Weisheit.

    • Vor 3 Jahren

      Gleep, da geht mein Herz einfach auf....das doch nur schön, was da zu hören und zu sehen ist. Hin und weg, du nicht?

    • Vor 3 Jahren

      Doch, doch, ich find's natürlich auch schön. Und find's auch schön, dass dich das so positiv mitnimmt. Alles gut also. :-)

    • Vor 3 Jahren

      Gerade war Caspar dran und die beiden Mädels im Interview bringen doch genau rüber, wie bunt DE ist. Schön das so viele Chemnitzer da sind, grob geschätzt kommt man mit 30000 "nur" nicht hin. Das sind sechsstellig an Zahl und damit ein ganz deutliches Zeichen, das wir nicht allein sind. Das stimmt mich froh, das ist mein Deutschland, das sollte unser aller DE sein. Übrigens, ihr könnt aufhören zu riechen, am Mittelfinger. :P

    • Vor 3 Jahren

      Schön das die da offensichtlich konsequent kurz nach 21:00 das Konzert beendet haben und die Leute mit ihren Gedanken, nach Hause gehen lassen haben. Das ganze ist genau richtig so, die richtige Dosis an Show, trifft auf die richtige Dosis Protest. Schick mal einer die Strassenreinigung raus, morgen geht Papa Ex Stasi da wieder spazieren,muss ja alles seine Ordnung haben. ;)

    • Vor 3 Jahren

      Was labasch do

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Komm vorbei, wette dann geht es dir wie Brudi, Luft auf der Felge fehlt und nen bisschen pumpen nützt auch nix mehr. :P

    • Vor 3 Jahren

      Ohje torque...ab jetzt bist du auch fester Bestandteil des "Kosmos Meurer". Mein Beileid. :lol:

  • Vor 3 Jahren

    Rapperin Nura: „Wer nicht hüpft, ist ein Nazi!“

    Na geil, und die Rolli-Fahrer kriegen nach dem Konzert von ein paar Pop-Linksautonome eins aufs Maul.

    • Vor 3 Jahren

      Grade diese Infantile Verwendung des "Nazi" Begriffs sollte mal hinterfragt werden.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Für Nura sind Nichthüpfer Nazis.
      Für Westdeutsche sind Chemnitzer Nazis.
      Für die Linksautonomen sind alle anderen Nazis.
      Für Veganer sind Fleischesser Nazis.
      Eine törichte Verwässerung des Begriffs, denn Rechtsradikale standen bei Nura bestimmt nicht im Publikum.

  • Vor 3 Jahren

    Hätte mir vielleicht noch einen Guestspot von Holly gewünscht.

    https://www.youtube.com/watch?v=astHAGe7yDk

  • Vor 3 Jahren

    Haben sich alle schön gegenseitig den Heiligenschein poliert? Na dann ab ins Bett jetzt und Zähne putzen nicht vergessen!

    • Vor 3 Jahren

      https://de.news-front.info/wp-content/uplo…

      das ist gelebte trauerkultur. da wird aufrichtig andacht gehalten und respektvoll getrauert, dass da jetzt einer tot gemessert wurde und 2 verletzt im KH liegen. nicht etwa wie bei den "Pogromen" (für die es keine videoaufnahmen gibt und die wohl tatsächlich ganze 4 anzeigen zur folge hatten :eek: ) am Wochenende, wo man ja KEINE TRAUER sondern nur haSS sah....

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 3 Jahren

      Was genau möchtest du uns damit jetzt sagen? Haben irgendwelche von den Gegendemonstranten ihre Veranstaltung explizit als Trauermarsch deklariert? Behauptet das irgendjemand, der sich nicht gerade einen Stohmann zusammenbastelt? Welche Funktion genau sollen eigentlich geschwungene Deutschlandfahnen und politische Parolen bei einem "Trauermarsch" haben? Hätte das Opfer so etwas toll gefunden? Ist es nicht etwas arg dämlich fehlende "Trauerkultur" zu kritisieren, wenn die politische Vereinnahmung vorrangig und zueret von der anderen Seite ausging? Fragen über Fragen.

    • Vor 3 Jahren

      Es ist widerlich von BEIDEN Seiten wie dieser tragische und unnötige Tod ausgeschlachtet wird!
      Was uns aber der Auftritt einer linksradikalen Band genau sagen will, ausser das es jegliche Geschmacklosigkeit übertrifft, bleibt ein Mysterium

    • Vor 3 Jahren

      wut ist teil der trauerprozeß'. dämlich grinsend selfies schießen ist das nicht. und die politschickeria hat den demonstrationen am WE jeglichen Trauergedanken abgesprochen.
      Und, nein, es war kein deklariertes trauerfest. es war party auf dem grab eines weggemesserten, um zu zelebrieren "mehr zu sein". Als reaktion auf eine trauerreaktion. massel tov.

    • Vor 3 Jahren

      Muss torque da recht geben. Gerade den Namen des Events fand ich von Anfang an problematisch, und sollte sich die Veranstaltung in genau jenem Kleingeiste angespielt haben, halte ich diese dumpfe, inhaltlose Zelebration einer Mehrheit über eine Minderheit für genau so überflüssig wie den üblichen "Rock gegen Rechts"-Kram.

      Bin mir allerdings sicher, dass es, genau wie bei dem Trauermarsch, einige aufrichtige Demonstranten gab, und spätestens da wären wir wieder bei der jüngst von mir angesprochenen Inszenierung und Instrumentalisierung beider Seiten, der ich nichts mehr abgewinnen kann. Tragt eure beschissenen Grabenkämpfe doch nur ein einziges Mal wo anders und nicht auf dem Rücken der Bevölkerung aus, will man da entgegenrufen.

    • Vor 3 Jahren

      Zumal von Seiten der Künstler sehr wenig angemessenes Verhalten kam. Marteria erzählt darüber, dass er Lichtenhagen mitbekommen hat (ich gehe allerdings davon aus, dass er den Bericht damals nicht zuhause, sondern eher im Paulanergarten gesehen hat) und stimmt dann direkt Begalische Tiger an, wo das abbrennen von Autos und Gewalt und Hass gegen Polizisten glorifiziert werden. Campino, der sich wenigstens optisch ein bisschen an den Chemnitzer Crystal-Junkie-Chic angepasst hat, singt wieder das alte Lied von den pösen Nazis, die alle Arbeitslos sind und heimlich Zigeunerschnitzel essen. Na, wenn die IB das hört werden sie ihre Einstellung bestimmt noch einmal überdenken. Gut gemacht, Campino du altes Ledersofa.

      Hab dann bei den Kameraschwenkern über das Publikum irgendwann weggeschaltet. Linksgrüne Ottos, die wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben Diskriminierung erfahren haben (ausser wenn Papi nicht rechtzeitig Taschengeld überwiesen hat) und zusammen mit ihrem zotteligen Hippielehrer im Deutsch LK Lustige Anti-Nazi Plakate gemalt haben die sie dann stolz hochhalten.

      Insgesamt war die Veranstaltung ein schlechter Witz und hilft niemandem, der strukturelle Probleme - u.A. auch die Auslöser des Rechtsextremismus - in Chemnitz wirklich ernsthaft angeht. Das muss ein Konzert auch gar nicht machen. Pietät wäre aber trotzdem angebracht. Hier wurde lediglich das hauptsächlich Westdeutsche Gewissen beruhigt, alles ist für sie wieder gut und Donnerstag kann Böhmermann wieder Witze über Ossis reissen.

    • Vor 3 Jahren

      Können wir uns darauf einigen, dass sowohl hitlergrußzeigend "trauern" als auch musikhörend die eigene zahlenmäßige Überlegenheit zelebrieren für den Arsch ist?

      Was bringt es eigentlich irgendjemandem, der anderen Seite "aber bei euch geht es noch schlimmer zu" in unterschiedlichen Formulierungen immer wieder an den Kopf zu knallen? :hangover:

    • Vor 3 Jahren

      @InNo:
      Na ja, wenn "trauern" so gestaltet wird, daß man bei der Gelegenheit anderen Leuten auf die Schnauze haut, dann kann ich schon verstehen, daß das nicht ohne Folgen bleibt. Kann auch verstehen, wenn bestimmte Gruppierungen lautstark "Wir sind das Volk" zum Besten geben, eine Gegenreaktion der Marke "Ach, echt jetzt?" erfolgt. Ändert nix daran, daß ich das Konzert auch mit sehr gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen habe.
      Gruß
      Skywise

    • Vor 3 Jahren

      Ich bin da 100% bei dir. Habe das nur etwas drastischer ausgedrückt ;)

    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

      "wut ist teil der trauerprozeß'."

      Je nachdem wie sie sich äußert und gegen wen sie sich richtet, ist sie aber immernoch verurteilenswert. Dass man allgemein über so etwas auch berechtig wütend sein kann, möchte ich niemandem absprechen. Das gleich als "Trauerfeier" aufzublasen finde ich aber mitunter problematisch. Die allermeisten kannten den Typ vorher ja nicht einmal und wieviel Trauerpotential man dann da um die Person selber entwickeln kann, ist sicher fraglich. Anteilnahme wäre da vllt der bessere Begriff. Das ist jetzt aber auch nur Wortklauberei und sicher kann so etwas einen zumindest berührenn und auf die Straße bringen, ohne Frage.

      "dämlich grinsend selfies schießen ist das nicht und die politschickeria hat den demonstrationen am WE jeglichen Trauergedanken abgesprochen."

      Ne, ist es nicht. Es hat aber von den Gegendemontrationen keine von sich behaupter, Trauerarbeit zu leisten, von daher müssen die das auch gar nicht ableisten. Von daher argumentierst du hier keinen Deut besser als die von dir kritisierte Politschickeria und machst dich damit nur selber unglaubwürdig.

      Finde darüber hinaus "#wirsindmehr" als Bezeichnung aber auch nicht so ideal.

    • Vor 3 Jahren

      ich bin auch bei Inno. Ich bin aber auch n klassischer Hufeisen-Theorie-Verfechter. *schulterzuck*

      wie sagen wir hier so schön, eins Mist und das andere Dreck.

    • Vor 3 Jahren

      schon eigenartig, dass beide demos hier als gleich schlimm wahrgenommen werden. bei der einen veranstaltung machten einzelne jagd auf ausländer und es gab welche, die den hitlergruss machten. die andere veranststaltung war schlimmstenfalls eine hedonistische veranstaltung. die hälfte der einnahmen gingen btw an die hinterbliebenen des opfers.
      die masstäbe, die für "linke" gesetzt werden, sind anscheinend andere. aber ist mir eh schon aufgefallen, dass es hier so ne eigenartige einigkeit darüber herrscht, kritik immer zuerst bei "gutmenschen" zu suchen. keiner will rechts sein, aber jeder ist sich irgendwie einig, dass linke doof und sowieso heuchler sind.

    • Vor 3 Jahren

      was außerdem auffällt: wenn es auf rechter seite fehlverhalten gibt, kommt gleich von bestimmten leuten ein "aber die linken". dann kommen irgendwelche sachlichkeits-darsteller angeflogen, die der welt unbedingt sagen müssen, dass man zwar rechts doof findet, aber die linken auch nicht viel besser sind, weil [längerer post, warum linke eigentlich schlimm sind] es wird dann überbetont, dass beide ränder schlimm sind.
      als es die füchterlichen krawalle in hamburg gab, fehlten komischerweise die hinweise auf "aber die rechten" oder "linke gewalt ist kagge, aber rechte gewalt auch ziemlich mist".

      #kommentarspalteauflautaufweltniveau

  • Vor 3 Jahren

    Insgesamt eine Veranstaltung mit fadem Beigeschmack. Was soll das gebracht haben? Wie einige User hier schon mitteilten, habe auch ich die Krise bei den Schwenks ins Publikum gekriegt.

    Ja, lasst uns alle gegen Nazis hüpfen und tanzen und saufen und vögeln... . Wird alles nichts bringen (außer vielleicht das Saufen... dann kann ich diesen ganzen Scheiß in unserer Gesellschaft mal ausblenden).

    Mir hat da einiges gefehlt. Klares Bekenntnis gegen Gewalt von allen Seiten, vielleicht an alle Opfer von Gewalt gedenken und nicht den Tod eines Einzelnen als Aufruf zur Studie-Party zum Anlass nehmen. Was wäre mit intelligenten Rednern gewesen, die etwas zur aktuellen gesellschaftlichen Lage sagen (okay zuviel verlangt... labern und Party machen passt nicht zusammen). Hat sich der Auftritt von Kasperl und Ossi-Malte wenigsten für sie gelohnt und sie stehen in den TopTen der Charts?

    Und zum Schluss noch Zitter-August Campino und seine Spießgesellen, die Schrei nach Liebe covern. Zusammen mit den Nasen aus Berlin. Nee Danke, reicht!

    Und wie geht es weiter?

    Die Party is over... und die Ängste und Sorgen der denkenden Bevölkerung sind immer noch da.

    Und die AFD wird weitere Stimmen kriegen, die Menschen, die sich aufgrund ihrer Sorgen von den falschen Leuten haben instrumentalisieren lassen, werden als Nazis niedergebrüllt.

    Und wo bleibt der Dialog zwischen den Seiten und die Sicht auf die ganzheitlichen Probleme unserer Gesellschaft?

    • Vor 3 Jahren

      Die Veranstaltung hat rein gar nichts gebracht. Es sind nur Leute angereist, die Nazis ohnehin doof finden und ein Gratiskonzert wollten. Es gab demnach auch keine politische Aufklärung. Im Endeffekt war es Selbstbeweihräucherung besserwisserischer Wessis.
      Das wahre Problem löst man nur politisch, indem man sich den Problemen der Menschen in den betroffenen Regionen bewusst wird: Armut, Perspektivlosigkeit usw. Die aufgestaute Wut entlädt sich dann in Mobs.

      Die AfD hat die SPD übrigens in Umfragen überholt -trotz und gerade wegen Chemnitz.

    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

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    • Vor 3 Jahren

      @Don Krawallo:
      "Und die AFD wird weitere Stimmen kriegen, die Menschen, die sich aufgrund ihrer Sorgen von den falschen Leuten haben instrumentalisieren lassen, werden als Nazis niedergebrüllt."
      Stellt sich die Frage, ob das wirklich so ist. In jüngerer Zeit habe ich immer häufiger das Gefühl, daß sich immer mehr Leute, die in Schubladen denken, über ein Schubladendenken beschweren, dem sie immer seltener ausgesetzt sind ...

      "Und wo bleibt der Dialog zwischen den Seiten und die Sicht auf die ganzheitlichen Probleme unserer Gesellschaft?"
      Dialog findet, wer Dialog sucht. Einfache Regel eigentlich.
      Die Ironie ist ja, daß es eine Menge Veranstaltungen und Informationsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen gibt, diese aber von den Personen, an die ich gerade denke, und die's eigentlich dringendst nötig hätten, nicht besucht/wahrgenommen werden (man wird ja eh nur belogen und so). Ich hab' ja vor einigen Jahren naiverweise mal geglaubt, man hört sich viel lieber etwas von Leuten an, die in der Materie drinstecken, als von Leuten, die kilometerweit von der Praxis entfernt sind, stattdessen krieg' ich mittlerweile mit, daß irgendetwas im Alltag der besorgten Bürger offenkundig massivst dafür sorgt, daß sie sich im Internet nicht über Fakten oder Zuständigkeiten informieren können. In der Folge wird immer häufiger eine Aussage der offenkundig einzigen in der Regierung sitzenden Politikerin, nämlich der mit globaler Zuständigkeit und Kompetenz, gefordert und im Anschluß darüber gelästert, daß sie Phrasen absondert.
      Ist nicht meine Definition von "Dialog", zielführend schon mal gar nicht, aber vielleicht finde ich ja mal irgendjemanden, der mir das erläutern kann; meine These lautet ja, es dürfte irgendwas mit gutem Willen zu tun haben ...
      Gruß
      Skywise

    • Vor 3 Jahren

      schon vor 2015 ging man davon aus, dass in der bevölkerung etwa 20 % zum stark rechten lager gehören. als sarrazin sein buch rausbrachte, und da gabs noch keine arabischen refugees, gaben etwa 20 % der befragten an, eine "sarrazinpartei" (nichts anderes ist die heutige afd) wählen zu wollen. dieser braune bodensatz ging früher nicht wählen oder machte sein kreuz bei de cdu. jetzt eben bei der afd.
      etwas unglaubwürdig ist allerdings das weinerliche getue der afd wähler. es gibt genug plattformen, wo man miteinander diskutieren kann und genug anerkannte meinungsmacher, die verständnis für ihre rechten positionen aufbringen. "besorgte bürger" als begriff diente ja ursprünglich dazu, aufkommende rechte meinungen zu sugarcoaten. die wahrheit ist aber: mit dem gemeinrn afd wähler verhält es sich wie mit dem trumpwähler. er ist hoffnungslos verloren und ideologisch verbohrt. so figuren wie prezident mit seinen ungelenken relativierungen finde ich daher hochgradig heuchlerisch. er kritisiert teils zurecht die ideologische verbohrtheit der gutmenschen, äussert aber zugleich leises verständnis für die sorgen der rechten kleinbürger. dabei ist die doppelmoral, der moralische rigorismus und der hang zur weinerlichkeit bei den neurechten noch stärker ausgeprägt.

  • Vor 3 Jahren

    Derweil wohne ich in einem Land, in dem der Wehrsprecher der erzrechten Regierung die Souveränität nordafrikanischer Staaten einfach Mal so militärisch übergehen möchte. :lol:

    https://m.oe24.at/oesterreich/politik/Afri…

    (ist leider ein semi-seriöser Kanal, aber konservativ und eher regierungsfreundlich, daher glaube ich nicht, dass da was aus dem Kontext gerissen wurde)

    • Vor 3 Jahren

      @Nicht der Mundi:
      Na ja, da der gute Mann ja die Meldungen dementiert hat, wurde gestern der Mitschnitt des Interviews veröffentlicht, insofern - paßt schon.
      Hat sich der Kanzler diesbezüglich schon zu Wort gemeldet? Ich weiß, is'n Brüller ...
      Gruß
      Skywise

    • Vor 3 Jahren

      Super fand ich auch die Aussage von Strache, "Ich bin Kanzler, da ist nur ein Vize- vorne dran" (sinngemäß), weil es halt exakt so ist. Manchmal denke ich, der Kurz sitzt mit seinem Lätzchen am Frühstückstisch während der HC ihm den Löffel zum Mund führt. :D

    • Vor 3 Jahren

      @Nicht Der Mundi:
      Ja, so was Ähnliches hab' ich mir auch beim Wahlergebnis gedacht ... Strache auf Platz 3, sein Wahlprogramm auf Platz 1. Kompliment, muß man auch erst mal schaffen. Und seitdem traut sich der mit Gel und Ehrgeiz gesegnete Kollege nicht mehr, den Mund aufzumachen, während sein Vize mit ihm Schiiii foaht. Und er fängt dafür sogar noch Lob ein, indem er in den lezten Umfragen die Zufriedenheit ausgerechnet der Wähler bestätigt bekommt, die seit einigen Monaten stückchenweise Rechte und soziale Gerechtigkeit einbüßen. Daß in dem Land einiges möglich ist, wußte ich, aber in den letzten Monaten will ich mal tiefere Ursachenforschung betreiben, denn irgendwas ist mir da nicht geheuer.
      Gruß
      Skywise