Mit großem Vorsprung siegte der Schützling von Rae Garvey in der zweiten Staffel. Ein Ex-Kandidat übte derweil scharfe Kritik.

Berlin (huz) - Nicht nur Grinsebart und Mentor Rea Garvey war von der Performance des gebürtigen Briten Nick Howard angetan. Nach seinem eigenen Song "Unbreakable", einem Duett mit Garvey und schließlich einer gemeinsamen (und gar nicht so üblen) Performance mit Emeli Sandé riefen rund 41 Prozent der Zuschauer für den 30-Jährigen an.

Mit weitem Abstand vorn

Damit verwies am die restlichen drei Kandidaten am vergangenen Freitag deutlich auf die Plätze: Mit 22 Nena auf dem zweiten Platz, Dritter wurde Michael Lane (Team Xavier Naidoo). Die selbstbewussten Vorjahressieger BossHoss brachten ihren finalen Kandidaten James Borges gar nur auf dem vierten und letzten Rang unter.

Rund 2,21 Millionen der relevanten Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren sahen beim Finale zu - immerhin knapp 20 Prozent. Und ProSiebenSat1 ließ sich nicht lumpen: Neben der erwähnten Emeli Sandé standen Leona Lewis, Birdy und Nelly Furtado für Duette mit den Kandidaten auf der Bühne. Stars en masse also - Robbie Williams trällerte ebenfalls zwei Liedchen.

Heile Welt? Von wegen!

Heile Welt vor den Kulissen. Doch ein Ex-Kandidat äußerte sich jetzt via Youtube kritisch über das "The Voice"-Label Universal. Jesper Jürgens, zwischenzeitlich hoch gehandelter Favorit im Team Xavier, macht seinem Ärger über den 58-seitigen "Knebelvertrag" und die schlechte Bezahlung Luft.

"Mein Eindruck ist, dass nach der Show keiner der Kandidaten finanziell besser oder zumindest gleich gestellt ist im Vergleich zum Anfang", äußerte sich der 25-Jährige auf Spiegel Online. Im Gegensatz zu erfahreneren Kandidaten habe er keinerlei Rücklagen gehabt, die er während der Show hätte anbrechen können. So sei er jetzt quasi pleite.

Zudem ist es ihm laut Vertrag untersagt, selbst Musik zu machen. Deshalb bleibt seine Gitarre im Video auch stumm: "4.000 Euro Strafe - hab' ich kein' Bock drauf!" Verständlich, und so spekuliert der junge Künstler jetzt auf reichlich Unterstützung durch die Webgemeinde.

Der Pleitegeier

Einen Anwalt könne er sich nämlich nicht leisten, daher der etwas unkonventionelle Weg über die Videoplattform. So hoffe er darauf, dass Universal die Lust an gemeinsamen Projekten mit ihm veliere. Er wolle jetzt "eigene Musik" mit seinen "eigenen Leuten" machen. So steht am Ende des Clips die Botschaft: "Lasst mich frei".

Das mutet gleichermaßen komisch wie tragisch an. Denn warum er jemals so blauäugig war, den Vertrag zu unterzeichnen, das kann er sich selbst nicht erklären. Zukünftige Castingshow-Kandidaten: Aufgepasst!

Fotos

Xavier Naidoo und Nena

Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Nena,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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14 Kommentare

  • Vor 7 Jahren

    Soll er doch. So lange er nicht Nena besteigt und ich nicht zusammen muss, geht alles klar.

  • Vor 7 Jahren

    du meinst wohl dazwischen. 58-seitigen (!) "Knebelvertrag" ... was für juristisches Geblubber ist denn das? Selber schuld, wenn man als realitätsfremde Künstlerseele sowas unterschreibt. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

  • Vor 7 Jahren

    Also ich muss sagen, dieser Nick ist echt ein sehr sympathisch Typ :)

    Zu dem eingebildeten Fratz mit dem Alliterationen Namen:
    Hätte er gewonnen, was er wohl für selbstverständlich hielt, hätte er sich niemals beschwert aber jetzt fällt es ihm natürlich leicht.
    Den Vertrag hat er wahrscheinlich nicht einmal gelesen, hauptsache schnell bekannt werden.
    Das ist eine Casting Show, was erwartet der denn?

    Meint dulf nicht ''zusehen'' anstatt ''zusammen''?

  • Vor 7 Jahren

    Mir scheint, dass sich Castingshows langsam etwas wandeln, denn mit X-Factor und The-Vioce stehen dieses Jahr Shows im Mittelpunkt, bei denen recht viele gestandene Musiker mitgemacht haben und versuchen durch ihre Teilnahme etwas bekannter zu werden, einen Boost zu bekommen und das imho durchaus zu Recht. MIt Mrs. Greenbird haben wir zwei Vollblutmusiker als Gewinner einer Casting-Show, die imho das Zeug haben mal etwas länger erfolgreich im Geschäft zu bleiben, als die üblichen 2 Jahre und auch eine Eva Croissant konnte imho zu Recht, einen anständigen Karriereschwung für sich verbuchen.

  • Vor 7 Jahren

    JaDe
    Du stehst wohl nur auf die jungen Dinger, wa? Aber für jeden Feinschmecker ist die Speisekarte wesentlich länger.. :)

  • Vor 7 Jahren

    schön, dass die zweitplatzierte isabel schmidt hier mit keinem wort genannt wird, sondern nur unter "team nena" läuft.
    fand ich doch ihr leicht-silbermondiges (eigentlich ein negativpunkt) stück sehr nett und hätte mir sie eigentlich als gewinnerin gewünscht.