Jim Morrison starb an Herzversagen in seiner Badewanne, hieß es 36 Jahre lang. Am 14. Juni erschien das Buch "The End: Jim Morrison" in Frankreich, in dem Autor Sam Bernett behauptet, der Doors-Sänger sei auf der Toilette eines Pariser Nachtclubs an einer Überdosis gestorben.

Paris (al) - Starb Jim Morrison wirklich in der Badewanne seiner Pariser Wohnung an Herzversagen? Der ehemalige Nachtclubmanager Sam Bernett behauptet in seinem kürzlich veröffentlichten Buch "The End: Jim Morrison", der Doors-Sänger sei in der Disco 'Rock and Roll Circus' in Paris auf einer Toilette an einer Überdosis gestorben.

"Der hübsche Boy aus Kalifornien lag wie ein bewegungsloser Brocken zusammengekrümmt auf dem Klo, er war tot", zitiert die Nachrichtenagentur AP aus Bernett Enthüllungsstory. Morrison habe den Club gegen 1.00 Uhr betreten und von Dealern Heroin gekauft. Danach sei er verschwunden. Einige Zeit später habe der Türsteher eine verschlossene Toilette aufgebrochen und dort habe Morrison ohne Bewusstsein gelegen.

Bernett berichtet weiter: "Unter unseren Gästen war ein Arzt, ich bat ihn, Morrison zu untersuchen. Als wir ihn tot vorfanden, hatte er etwas Schaum und Blut auf der Nase. Der Arzt sagte: 'Das muss eine Überdosis sein.'" Die Dealer hätten behauptet, Morrison sei nur bewusstlos und hätten ihn weggebracht. Der Nachtclubbesitzer habe Bernett, der schlechten Publicity wegen, daran gehindert, einen Notarzt zu rufen. Bernett vermutet, dass die Dealer Morrison nicht für tot hielten und ihn in die Badewanne legten, um ihn wieder aufzuwecken.

Bernett, der zu dieser Zeit Anfang 20 war, schaffte es vom Nachtclubmanager zu einem erfolgreichen Radiomoderator und machte sich ebenfalls als Chronist der Rockgeschichte einen Namen. Obwohl er von Reportern mehrfach zu den Ereignissen der Nacht zum 3. Juli 1971 befragt wurde, hatte er seine Geschichte bis heute für sich behalten - es seien für ihn wirklich "hässliche Erinnerungen".

Ein Sprecher der französischen Justiz hält es für unwahrscheinlich, dass wegen des Buches ein neues Verfahren eröffnet wird oder jemand angeklagt werden könnte, denn die eventuellen Verbrechen seien heute längst verjährt. Stephen Davis, der Autor des Buches: "Jim Morrison: Life, Death, Legend" möchte sein Buch aufgrund dieser Geschichte auch nicht umschreiben. Seine Recherchen ergaben, dass Morrison im 'Rock and Roll Circus' zwar eine Überdosis erlitt, jedoch erst Tage darauf starb: "Wenn er wirklich auf dem Klo gestorben wäre, wäre das schon längst bekannt geworden."

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21 Kommentare

  • Vor 13 Jahren

    die theorie ist absolut nicht neu. vor vielen jahren stand auch mal im musikexpress (oder war es der rolling stone ?) eine riesenstory über die neuen erkenntnisse zu morrissons tod. dürfte ebenfalls so 1995 gewesen sein.

    wie auch immer es gewesen ist:

    schon ein früher satz im bericht lässt mich stutzig werden und an der seriösität des selbigen zweifeln:"Der hübsche Boy aus Kalifornien lag wie ein bewegungsloser Brocken zusammengekrümmt auf dem Klo, er war tot", zitiert die Nachrichtenagentur AP aus Bernett Enthüllungsstory."

    als jim morrison in paris lebte, war er schon lange kein "hübscher boy" mehr, sondern fett und aufgedunsen und sah aus wie ende 40.

  • Vor 13 Jahren

    Hab ihn grad beim Einkaufen mit Elvis getroffen! Soll Euch recht herzlich grüßen... :boring:

  • Vor 13 Jahren

    jaja, alkolyriker war er, der Gute :tongue:

    Von der Lyrik her gesehen sind die Doors nichts im Vergleich zu scooter.