Die beiden ehemaligen The Doors-Mitglieder Ray Manzarek (Keyboard) und John Densmore (Drums) sind schon lange zerstritten. Der Doors-Film von Oliver Stone aus dem Jahr 1991 mit Val Kilmer in der Hauptrolle dürfte eines der wenigen Themen sein, wo allseitige Einigkeit besteht. Darin sei die Band nämlich …

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  • Vor 12 Jahren

    ich verstehe ja, daß man das doorszeug nicht mögen muß.

    ich denke jedoch, daß - wie bodi schon sagte - zb ein song wie 2the end" mit seiner hypnotischen kraft, diesem neuartigen "dunkle messe zelebrierenden" rock etwas exzessives geschaffen hat, was eben alles andere als tralala hippiekram bedeutete und auch nicht die politrockschiene a la dylan und co bediente.

    hier sind wir auf der dunklen seite amerikas angekommen, welche in jenem jahr sonst nur noch von einer einzigen anderen band verkörpert wurde:
    velvet underground

    hier wurde auch zum ersten mal freudsche psychologie in den rockkontext gestellt; ebenso brecht/weill.

    alles zu einer zeit, in der es noch keine mondlandung gab, keinen heavy metal, keinen punk, keinen iggy and the stooges, keinen bowie, kein sgt pepper, keinen irren charles manson als killer. alles vor 41 jahren!

    den miles davis vergleich habe ich nur gebracht, weil ich deine argumentation zuerst mißverstand und rein zeitlich gedeutet habe.

  • Vor 12 Jahren

    ich sehe auch nicht den geringsten zusammenhang zwischen den sisters of mercy und den emos.

    allein schon der britische schwarze humor eldritchs, gepaart mir ebenso typischer selbstironie - und beide strömungen finden sich in den texten wieder - ist schon ein himmelweit trennendes element von der selbstmitleidigen emoszene.

    musikalisch gibt es da auch keinerlei gemeinsamkeiten.

    wie kommst du auf die frage?

  • Vor 12 Jahren

    Ich würde sogar soweit gehen, und behaupten, dass es weniger unterkühlte und un-emohafte Musik gibt als die Sisters. Nicht falsch verstehen, natürlich ist deren Musik nicht unemotional, aber auf einer ganz anderen Ebene.

    Auch wenn das jetzt meilenweit vom Thema abweicht... :saint:

  • Vor 12 Jahren

    da wir ohnehin die einzigen paar leute sind, die sich für das thema interessieren, können wir ja die bandbreite ein wenig erweitern

  • Vor 12 Jahren

    und die erste doors kam ein halbes jahr vor der ersten hendrix ...

    und ich will nichts gegen das hendrix gitarrenspiel sagen, aber auf lp länge kam er weder auf die geschlossenheit noch nach der sound auch nur halb so gut wie auf der ersten doors platte.

    die beatles hatten enormen einfluss, aber sie schrieben 3 minuten lange poplieder.

    floyd kamen erst am ende des jahres, was damals in etwa ca. 5 jahren unserer heutigen musikentwicklung entspricht ;)

    und ich sage nicht das 67 unfruchtbar war (das ganz bestimmt nicht.. hehe), aber eben das die musikalische umgebung einfach nicht die der doors war. sie waren eher anti67musik.
    der gegenpol.

  • Vor 12 Jahren

    genau, doors und velvet underground als hippie alptraum

  • Vor 12 Jahren

    Ach, die Hippies haben gar nicht soo viel mit dem Medienbild von heute zu tun. Die Leute lassen sich immer von diesem Flower-Power/Jesus-People/Esoterik- Klischee blenden. :absinth: Das Ganze war ein riesiges Experimentierfeld, in dem ALLES möglich war, was nicht ausgelutscht oder verlogen war. - Klar fing es dann irgendwann auch an, verlogen zu werden, es entwickelten sich neue Normen, denen sich die Leute unterwerfen sollten, die Medien vermittelten ein präformuliertes Bild, das dann die Leute anzog, die sich diesem Bild unterwarfen. Aber '67 war es noch nicht so weit. Und die Doors mit ihrer Mischung aus Blues, Rock und Jazz und ambitionierten Texten und ihrem neudeutsch "Lifestyle" passten perfekt in die damalige Gegenkultur. Was denkt ihr denn, weshalb die einen solchen Erfolg gehabt haben?
    Andere Bands: Quicksilver Messenger Service; The Great Society; Mad River; Kaleidoscope; Big Brother and the Holding Company; Zappa natürlich!

  • Vor 10 Jahren

    Jetzt kommt sie endlich, die Doku. Wenn auch nicht von Ray Manzarek, sondern von Tom DiCillo.Wie relevant die Doors heute noch sind, weiss ich nicht. Aber man kann auch nicht den ganzen Tag die Beatles und Jimi hören.
    http://rockt.tv/news/high-auf-der-leinwand/