Im Zuge des Streits um das geplante Megakonzert erfährt die Öffentlichkeit von weiteren Konzerten.

München (mkl) - Nachdem Rammsteins Pläne bekannt geworden sind, in München ein Silvesterkonzert mit bis zu 145.000 Fans zu veranstalten, regt sich in der Isarmetropole Widerstand – nicht alle begrüßen das Event der Superlative. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, ist das Kreisverwaltungsreferat München trotz Zustimmung beim Wirtschaftsreferat nicht besonders angetan von Rammsteins Vorhaben.

Es hätte, so heißt es, auf der Theresienwiese noch nie ein Konzert dieses Ausmaßes stattgefunden. Besonders die knappe Vorlaufzeit ist Gegenstand der Kritik: Ein Sicherheits- und Infrastrukturkonzept sieht die Behörde als kaum realisierbar an - besonders angesichts des zeitgleich durchgeführten Wintertollwood-Festivals, das ebenfalls auf der Theresienwiese stattfindet, und deren Veranstalter:innen offenbar nicht einmal informiert wurden. Die Münchner Polizei sieht das genauso und rät dem BR zufolge ebenfalls vom Konzert ab.

Scharfe Kritik aus der Veranstaltungsbranche

Die Münchener Kulturveranstalter:innen (VDMK) äußern in einem offenen Brief gleichfalls Kritik am Wirtschaftsreferat und seiner Vergabepolitik, gleichwohl aus einer anderen Perspektive. Der Verband beobachtet eine Beurteilung von Events nach zweierlei Maß: Bei einer Band wie Rammstein drücke man zwei Augen zu und sehe eine Sonderbehandlung als ganz selbstverständlich an. Obwohl der letzte Stand der Dinge gewesen sei, Großkonzerte nur im Olympiastadion zuzulassen. Eine Kritik, die wohl nicht leicht von der Hand zu weisen ist.

Geheime Rammstein-Tourpläne im offenen Brief?

Pikantes Detail am Rande: Nebenbei ist in dem Brief von "bis zu vier Konzerten von Rammstein im Olympiapark im Juni 2023" die Rede, deren Vorbereitungen "fast abgeschlossen" seien. Dabei gibt es bis dato offiziell gar keine neuen Konzertdaten der Berliner für 2023. Rammstein, die von August bis Oktober in Übersee touren, hatten erst vor einigen Wochen Meldungen zurückgepfiffen, die eine ausgedehnte Europatour im Frühjahr und Sommer 2023 mit konkreten Tourdaten ankündigten. Ein Münchener Termin im Olympiastadion Mitte Juli war ebenfalls darunter.

So oder so ein Grund mehr für den VDMK den Silvestergig bzw. die Haltung des Wirtschaftsrat zu kritisieren: Über das Wirtschaftsreferat werde "ein Großkonzert mit Rammstein, das vor diesen Konzerten stattfinden soll, öffentlich angekündigt, bevor diese Konzerte in den Vorverkauf gehen und bevor diese Konzerte beworben werden können, was zum Schaden dieser Konzerte ist. Begründet wird das mit einer herausragenden Bedeutung für die Münchner Wirtschaft". Man darf auf die Reaktion Rammsteins gespannt sein.

In der Frage des Silvesterkonzerts sind auch die zuständigen Bezirksausschüsse mehrheitlich gegen das Event, so der BR weiter,von den Grünen hagelt es Kritik am CSU-Wirtschaftsreferenten. Der Münchener Stadtrat stimmte heute übrigens für das geplante Event. Angesichts der Diskussionen dürfte sich die endgültige Entscheidung des ausschlaggebenden Kreisverwaltungsreferats aber noch hinziehen. Zudem: Eine Einigung mit den im Dunkeln gelassenen Veranstalter:innen des Wintertollwoods steht ebenfalls noch aus.

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Rammstein

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