Neuer Name, neues Video: Das Trio bezieht politisch Stellung. Im Juli erscheint das neue Album.

Dallas (ebi) - Das dürfte manchem Fan des Countrytrios beziehungsweise Anhängern des Genres gar nicht schmecken: The Dixie Chicks beziehen in der Rassismus-Debatte in den USA nach dem gewaltsamen Tod George Floyds und den folgenden Protesten klar Stellung. Sie streichen das "Dixie" aus dem Bandnamen und firmieren zukünftig als The Chicks.

Synonym für den alten Süden

"Dixie" steht als Synonym für den alten Süden der USA, die Konföderierten Staaten, in denen bis zum Ende des US-Bürgerkriegs Sklaven gehalten wurden. Eine offizielle Begründung der Band gibt es gleichwohl nicht. Man heiße ab sofort The Chicks, stand einzig gestern auf der offiziellen Website zu lesen.

Sieht man sich allerdings ihr parallel veröffentlichtes erstes Video als The Chicks an, "March March", wird deutlich, auf welcher Seite die drei Damen stehen: gegen Benachteiligung von Schwarzen, aber auch für den Klimaschutz und pro Minderheitenrechte. Am Ende des Clips werden die Namen von Opfern rassistisch motivierter Gewalt in den USA eingeblendet, unter anderem Floyds Name.

Vor kurzem hatten sich im Zuge der Rassismusdebatte auch Lady Antebellum umbenannt. Bereits zu Zeiten des Irakkriegs ab 2003 hatten Natalie Maines, Emily Strayer und Martie Maguire den Zorn der Rechten auf sich gezogen, als sie sich gegen Präsident George W. Bush positionierten.

Die neue Platte des Trios, "Gaslighter", ist für den 17. Juli angekündigt. Der Release war infolge der Covid-19-Pandemie mehrfach verschoben worden.

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laut.de-Porträt The Dixie Chicks

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