Der gewaltsame Tod des Musikers beendet seine Karriere noch bevor sie richtig ins Rollen gekommen war.

Los Angeles (mofe) - Nipsey Hussle wurde gestern Mittag vor seinem Modegeschäft in Los Angeles angeschossen. Er erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Gründe für den Angriff sind noch nicht endgültig geklärt. Da der Rapper in seiner Jugend Mitglied einer Untergruppe der Crips war, berichtet die Los Angeles Times von einem gezielten Angriff einer verfeindeten Gang. Nipsey Hussle wurde nur 33 Jahre alt.

Regelrecht zynisch mutet es an, dass er ausgerechnet mit einer Mixtape-Serie namens Bullets Ain't Got No Name von sich reden machte. 2013 bot Nipsey Hussle sein Tape "Crenshaw" in einer Promo-Aktion kurzfristig in physischer Form für je 100 Dollar an. Dass Rap-Mogul Jay-Z gleich hundert kaufte, machte die Öffentlichkeit verstärkt auf den jungen Rapper von der Westcoast aufmerksam.

Auch als Gastrapper machte Nipsey Hussle von sich reden, so etwa auf YGs Album Still Brazy. Für besonderes Aufsehen sorgte die Single "FDT (Fuck Donald Trump), in der die beiden ihrer Wut auf den US-Präsidenten Ausdruck verleihen. Sein einziges Studioalbum "Victory Lap" erschien letztes Jahr. Bei den Grammys im Februar war es als bestes Rap Album nominiert. Vor allem war es ein Versprechen für die weitere Karriere des Musikers.

Die Szene reagiert geschockt

Zahlreiche Musiker betrauerten nach Bekanntwerden der Nachricht den Tod des Rappers. So erinnert sich etwa Wiz Khalifa an die gemeinsamen Anfänge.

Talib Kweli sprach von einem weiteren Opfer "sinnloser Waffengewalt". Nipsey Hussle sei ein weithin unterschätzter Rapper gewesen.

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laut.de-Porträt Nipsey Hussle

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