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Isenheimer Altar vs. Behemoth

Der Pressetext zu "I Loved You At Your Darkest" beginnt übrigens mit folgendem Ausspruch Nergals: "Es geht nicht blasphemischer als das hier." Die Blasphemie beginnt beim "The Satanist"-Nachfolger schon beim Titel - den hat er sich aus der Bibel, genauer: Römer 5:8, stibitzt.

Noch vor Ankündigung des Albums traten Behemoth einen kleinen Shitstorm los, indem sie obiges Bandfoto über ihre Social Media Kanäle verbreiteten. Nergals trockener Kommentar: "Das ist nur eine Neuinterpretierung des berühmten Gemäldes von Grünewald. Geht und bildet euch, bevor ihr euch aufregt".

Welcher Mehrwert oder tieferer Sinn - abgesehen von Provokation - darin liegt, sich auf dem Bandfoto als gekreuzigter Jesus zu präsentieren, verrät Nergal zwar nicht, aber okay, bilden wir uns: Das Bild basiert auf einem Werk des Renaissance-Malers Matthias Grünewald, dem ersten Wandelbild des Isenheimer Altars. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1516 war es das größte bisher in Europa geschaffene Kreuzigungsbild. Darauf zu sehen sind neben Jesus und seiner trauernden Mutter Maria auch Johannes der Täufer (bei Behemoth verkörpert von Drummer Inferno), der heilige Antonius und der heilige Sebastian. Again what learnt.

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