Diverse internationale Aussteller hatten schon vorher von dieser Sensation gewusst: Auf einer Pressekonferenz um 15 Uhr gab Dieter Gorny, der Messegründer und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, das diesjährige Aus der Popkomm bekannt. Damit findet eine von Europas größten Musikmessen …

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  • Vor 11 Jahren

    "die digitale Krise" als Ursache – Da kann ich nur lachen. Das digitale Zeitalter sollte als Chance und nicht als Krise gesehen werden.

    Die Menschen sind immer noch bereit für Qualität Geld auszugeben. Preis/ Leistung muss stimmen. Bei den meisten Neuveröffentlichungen stimmt einfach die Leistung nicht. Der deutsche Musikmarkt ist zu einem Ramschladen verkommen. Leider ist der Ramsch noch zu teuer.

  • Vor 11 Jahren

    Wer braucht die Popkomm?

    Ich nicht.

    Ihr? Wenn ja, warum?

  • Vor 11 Jahren

    Interessanterweise liest sich das auf der offiziellen Seite ein wenig anders ... und sogar meiner Ansicht nach um einiges nachvollziehbarer:
    Zitat (« Dr. Ralf Kleinhenz, Geschäftsführer der
    Popkomm GmbH: „Was sich bereits zum Jahresanfang auf der Midem in Cannes zeigte, deutet sich auch für die Popkomm in Berlin an. Trotz positi-ver Resonanz auf die neue Veranstaltungslocation und befriedigender
    Buchungen der Aussteller rechnen wir wegen der Wirtschaftslage mit einem erheblichen Rückgang der Fachbesucher. Aus Verantwortung gegenüber den Ausstellern haben wir uns daher entschlossen, die Popkomm für ein Jahr auszusetzen“. »):

    Quelle: http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website…

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    mir geht diese kriminalisierung ihrer kundschaft auf die nerven ... gabs da nicht mal ne untersuchung, die bestätigt hat, dass tauschbörsennutzer aktive musikinteressierte sind, die für musik früher oder später auch (viel) geld ausgeben ... ?

  • Vor 11 Jahren

    Die These ist nicht wirklich mit den rapide sinkenden Umsätzen in Einklang zu bringen, oder?

  • Vor 11 Jahren

    Die Augen vor der Realität zu verschließen bringt doch gar nichts.
    Wäre es denn gerade auf einer Messe nicht interessant mal neue Wege der Musikvermarktung zu präsentieren und sich vielleicht mal, auch selbstkritisch, mit der tatsächlichen Situation auseinanderzusetzen?

  • Vor 11 Jahren

    @(HansK) (« Die Augen vor der Realität zu verschließen bringt doch gar nichts.
    Wäre es denn gerade auf einer Messe nicht interessant mal neue Wege der Musikvermarktung zu präsentieren und sich vielleicht mal, auch selbstkritisch, mit der tatsächlichen Situation auseinanderzusetzen? »):

    Na, was meinst Du denn, was auf der Popkomm unter anderem gemacht wurde? :D
    Daß ich Gornys Äußerung für ziemlich mißlungen halte, hängt ja gerade mit diesem Punkt zusammen, denn im Prinzip hat er damit eine Bankrotterklärung losgelassen: "alle auf der Popkomm vorgestellten Konzepte und Innovationen der am Vertrieb von Musik interessierten Unternehmen und ihren Erfüllungsgehilfen haben nix gebracht".

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Könnte es nicht sein, dass die Messe wegen der derzeitigen Wirtschaftskrise ohnehin hätte abgesagt werden müssen? Das jetzt ausschließlich auf "Diebstahl im Internet" zu schieben, finde ich doch ein kleinwenig übertrieben.

  • Vor 11 Jahren

    Eine unkreative Branche, die sich bewusst weigert mit der Zeit zu gehen, liegt im Sterben. Gut so. Wenigstens manchmal scheint die Marktwirtschaft noch zu funktionieren.

  • Vor 11 Jahren

    Ein Jahr aussetzen? Den Quatsch können die mal ganz bleiben lassen.

    Spielt für den Musikliebhaber 0,0 Rolle, der Dreck.

  • Vor 11 Jahren

    jaja...dann haben wir das ja jetzt und müssen es nicht dreimal durchkauen: die messe wurschtelt seit jahren vor sich hin, weil sie auf kaputte vermarktungskonzepte von musik setzt und eher was mit einer drogenschnupf-backstage-party-schwanzvergleicherei von leuten zu tun hatte, die mit der dummheit anderer leichtes geld verdient hatten. der viva-typ gorny ist ja das beste beispiel dafür. nur dumm, dass die kleinen kiddies, die man so schön an der nase rumführen konnte, zu bösartigen piraten mutiert sind. das muss denen echt aufs herzchen drücken. sie haben sich doch dumm und dämlich dran verdient.

    nun gibts eine wirtschaftskrise und sie kriegen nicht mehr genug resonanz und weil sie aussetzen müssen, wird es eben mit dem bockigen kommentar getan: "die dreckigen piraten sind schuld". keinen, außer den "fachbesuchern" kümmert das. solche messen sind eh nie mehr als parade der eigentlich herrlichkeit.

    blablabla. die können sich noch dreimal bockig wie kleine kinder auf dem boden wälzen, kein staat der erde wird für ihre zwecke das internet in eine zwangszensur-veranstaltung verwandeln. dafür ist das internet nämlich zu wichtig...es ist mittlerweile auch laut studien das wichtigste medium schlechthin und auch für die willensbildung/informationsbildung/demokratie wichtig und deshalb kassiert jedes verfassungsgericht die privatwirschaftlichen interesse einer branche. und mehr als das ist es nicht.

  • Vor 11 Jahren

    Die Musikindustrie erfährt gerade eben schmerzlich am eigenen Leib, dass man sich als Massenindustrie weiterentwickeln und zwangsweise vom alten Muster abweichen muss. Allerdings wird das wohl nicht geschehen.
    Ich zweifle ja generell an der Existenz der ewig gestrigen, allerdings existieren diese ohne jeden Zweifel in dieser Branche.

  • Vor 11 Jahren

    @Streetthug (« Die Musikindustrie erfährt gerade eben schmerzlich am eigenen Leib, dass man sich als Massenindustrie weiterentwickeln und zwangsweise vom alten Muster abweichen muss. »):

    Wenn Du ein Patentrezept hättest ...

    Zitat (« Allerdings wird das wohl nicht geschehen.
    Ich zweifle ja generell an der Existenz der ewig gestrigen, allerdings existieren diese ohne jeden Zweifel in dieser Branche. »):

    Konzepte gab's in dieser Hinsicht ja nun wirklich reichlich, allerdings haben die sich zumindest bislang allesamt nicht durchgesetzt, was garantiert nicht nur, aber unter anderem auch daran liegt, daß viele Leute sich ihre Musik lieber kostenlos besorgen oder besorgen lassen als dafür Geld auszugeben. Und natürlich auch an der Bequemlichkeit und dem mangelnden Qualitätsanspruch vieler Konsumenten.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Das Problem ist, wie in so mancher Branche, dass die nötige Weiterentwicklung nicht ohne den Abwurf von Ballast möglich ist. Kurzum: Die Musikbranche ist zu groß und da sie nun bei den Kosten die Schere ansetzen muss ist die Verbitterung über den Grund, nämlich zu großem Teil die illegalen Downloads, natürlich groß. Leider haben die wenigsten in den Änderungen Chancen erkannt, viel zu lange (über Jahre!) wurde versucht alles so weiterlaufen zu lassen wie gewohnt. Also eigentlich ähnliche Situation wie in Einzelhandel oder Automobilbranche.

  • Vor 11 Jahren

    @GODSpeed (« Das Problem ist, wie in so mancher Branche, dass die nötige Weiterentwicklung nicht ohne den Abwurf von Ballast möglich ist. »):

    Das Problem ist, daß Du "Ballast" erst dann definieren kannst, wenn Du ein Konzept für die Weiterentwicklung hast. Hast Du das nicht, kannst Du natürlich zukunftsblind irgendwelche Kosten reduzieren, aber falls sich dann herausstellen sollte, daß in einem dieser "Ballastsäcke" unter Umständen Deine Rettung auf Dich gelauert hätte, dann hast Du ein noch größeres Problem als vorher.

    Zitat (« Leider haben die wenigsten in den Änderungen Chancen erkannt, viel zu lange (über Jahre!) wurde versucht alles so weiterlaufen zu lassen wie gewohnt. »):

    Eigentlich nicht. Konzepte gab es schon, aber erstens kann ich gut verstehen, daß man sich nach der recht früh geplatzten Dotcom-Blase dem Internet nur zögerlich genähert hat, zweitens ist es nicht so einfach, ein Konzept in einer rechtlichen Grauzone zu entwickeln, das allen und jedem potentiellen Kunden gerecht wird, drittens war die Kundschaft von den Vorzügen der illegalen Downloads (kostenlos, allumfassende Auswahl, leichte Bedienung, meist kurze Ladezeiten, etc.) im Grunde genommen ziemlich verwöhnt ... wie erstellt man also ein vernünftiges Konzept, auf das die Leute anspringen?

    Zitat (« Also eigentlich ähnliche Situation wie in Einzelhandel oder Automobilbranche. »):

    Mit dem großen Unterschied, daß weder beim Einzelhandel noch in der Automobilbranche große Ausweichmöglichkeiten existieren. Wenn Du Brot brauchst, brauchst Du Brot, wenn Du einen Transporter brauchst, brauchst Du einen Transporter. Gehst Du deshalb nicht zu A, kaufst Du halt bei B. Brote oder Transporter kann man meines Wissens nicht kostenlos und illegal aus dem Netz ziehen. Mit der Musik klappt das.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Hat der Herr es immer noch nicht begriffen, die goldenen Zeiten seiner Brache sind vorbei. Wie ein Maschinenstürmer aus dem 19. Jahrhundert. Der die neue Welt nicht versteht.
    Und natürlich wird wieder nach dem Staat gerufen! Als Kunde habe ich es satt kriminalisiert zu werden.

  • Vor 11 Jahren

    Hat der Herr es immer noch nicht begriffen, die goldenen Zeiten seiner Brache sind vorbei. Wie ein Maschinenstürmer aus dem 19. Jahrhundert. Der die neue Welt nicht versteht.
    Und natürlich wird wieder nach dem Staat gerufen! Als Kunde habe ich es satt kriminalisiert zu werden.

  • Vor 11 Jahren

    ...der Steve Berman-Skit vom neuen Eminem-Album ein, Stichwort "POOR ME!"

  • Vor 11 Jahren

    Also, dieses "Lächeln" von der Frau Gross ist so ziemlich das Unechteste, das ich je gesehn hab, Geleebananen eingeschlossen !