Auf ihrer Homepage verkünden Frei.Wild ihren Rücktritt und veröffentlichen zudem ihre vorerst letzten Konzert-Termine.

Südtirol (ton) - In einer langen Mitteilung auf ihrer Homepage ließ die Südtiroler Band Frei.Wild gestern verlautbaren: "Wir hören auf...unser Herz und spielen im Dezember die vorerst letzten Konzerte."

Vorverkauf für Abschiedskonzerte am Mittwoch

Für die drei Konzerte in Mannheim, Hannover und Chemnitz am 27., 28. und 29. Dezember 2016 beginnt der Vorverkaufsstart am 17. August. Die Tickets dürften heiß begehrt und innerhalb kurzer Zeit ausverkauft sein.

Zukunft von Frei.Wild offen

Die Abschiedskonzerte dürften aber nicht das letzte Lebenszeichen der Südtiroler sein. In ihrer Mitteilung kündigen sie zwei Großprojekte an und schreiben: "Was diese beiden Dinge sein werden, möchten wir euch zu diesem Zeitpunkt nicht mitteilen, zu viel davon hängt noch in den Seilen, und zu viel zu wissen, lässt zudem für alle den Spannungsbogen brechen."

Die Zukunft von Frei.Wild wird dennoch bewusst offen gehalten. Ob die Band getrennte Wege geht oder unter anderem Namen weitermacht, bleibt unklar.

Band spaltet die Gemüter

In der Vergangenheit unterstellten Politiker, Veranstalter und Journalisten der Band, völkisches, nationalistisches und neonazistisches Gedankengut zu vertreten und sich bei den Slogans rechter Bewegungen zu bedienen. Von extremistischen Ansichten distanzierte sich die Band jedoch stets.

Sänger Philipp Burger war in der Vergangenheit bei der Band Kaiserjäger aktiv, deren Songs ausländerfeindliche Textzeilen beinhalten und war Mitglied der Partei Die Freiheitlichen in Südtirol, die rechtspopulistische Ansichten vertritt. Burger kehrte der alten Band und der Partei den Rücken, versuchte sich aber für seine Fehltritte in Interviews, etwa bei Spiegel Online, immer wieder zu rechtfertigen.

Bei der Echo-Verleihung 2013 wurde die Band von der Jury ausgeladen, gewann jedoch dieses Jahr den Preis in der Kategorie Rock/Alternative National.

Fotos

Frei.Wild

Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Frei.Wild,  | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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11 Kommentare mit 36 Antworten

  • Vor 3 Jahren

    Na endlich, das braune Furzkissen für musikalische Analphabeten war eh so notwendig, wie Hämorrhoiden im Arsch.

  • Vor 3 Jahren

    Dieser Klappspaten-Band wurde in meinen Augen viel zu viel Aufmerksamkeit zuteil, Billige Dorfkneipen-Lyrik für heimatlose Halbstarke gepaart mit drittklassigen Riffs auf Schülerband-Niveau. Aber die waren zumindest clever und wussten wie man sich richtig verkauft und den "gläubigen" Hirnis von Fans das Geld aus der Tasche zieht. Insofern frage ich mich wie lange sie wirklich weg bleiben werden?

  • Vor 2 Jahren

    Gut so! Es war von Anfang an ein Trauerspiel das diese Band als diejenigen angesehen wurden die das Erbe der Onkelz angetreten haben.
    Auf CD ging es ja noch halbwegs aber was die live veran(un)stalltet haben war unter aller Kritik. Hörte sich für mich an als hätten die noch nie zuvor Instrumente in der Hand gehabt.
    Zum Glück sind jetzt die Onkelz wieder da und stopfen allen Möchtegern Deutschrockern genüsslich das Maul! Das was diese Band nach wie vor in Perfektion präsentiert ist nicht eine sondern 10 Klassen besser als all diese Bands die gerne wie die Onkelz wären!