Vor der Schlacht Not gegen Elend kommt der Kampf Realismus gegen Idealismus, scheint es. Während eine Seite des musikindustriellen Komplexes gegen Filesharing mit zunehmend radikaleren Maßnahmen ankämpft, versucht die andere, aus den gegebenen Umständen des digitalen Zeitalters das realistisch Machbare …

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  • Vor 11 Jahren

    @lautuser (« @SigueSigueSnev («

    Eventuell wäre es eine Lösung, die Musik prinzipiell online verfügbar zu machen, damit man sie sich vorher in Ruhe anhören kann, bevor man sich entschließt das Album zu kaufen. Die große Frage, die sich sicherlich auch die Plattenfirmen stellen, ist wie hoch der Anteil derer ist, die das dann auch noch machen. »):

    Ich denke auch, dass Musik in digitaler Form nahezu umsonst sein sollte. Musik in Form von Tonträgern oder Konzerten sollte dann das Geld reinbringen - mal davon abgesehen, dass diesmal die Konsumenten das Geschehen diktieren und die Musikindustrie irgendwann zähneknirschend einknicken wird. »):

    Tonträger haben keine Zukunft.

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy (« @matze73 (« Aber wo das endet, wenn alles billig ohne teure Tonstudios produziert wird, kannst du dir doch schon im Volksmusik/Schlagerbereich anhören. »):

    Wie kommst du drauf, daß dem so wäre?
    Die gehören doch zu den wenigen, die sichs leisten können... »):

    Da täuschst du dich. Da dort noch richtig Umsatz gemacht wird, wird möglichst billig der Scheiß rausgehauen. Da ist nicht viel mit Kunst. Lange keine Schlagerplatte mehr gehört?
    :)

  • Vor 11 Jahren

    Nö. Aber unter meinen ehemaligen Dozenten sind ein paar Produzenten, Komponisten und Studiomusiker, die ihre richtigen Bands mit dem Scheiß finanzieren...

  • Vor 11 Jahren

    Als Besitzer von 500 Original CDs kann ich eigentlich gar nicht anders als der guten Frau Allen zuzustimmen. Nur originales ist wahres! Dann gibts auch Cover und Lyrics.

    Bei einer reinen "kostenlos Mentalität" geht die Qualität doch komplett vor die Hunde. Mit was soll denn das Studio noch finanziert werden? Aber villeicht will man ja auch keine Qualität mehr. Ich hab Kumpels die ziehen sich ihre Mucke mit einem Ripper von youtube. sie schwören drauf dass es CD Qualität ist aber ich merke denn Unterschied absolut IMMER.

    Ich will auch keine bezahlten Downloads. Ich will einen physischen Tonträger der mir nicht so einfach verloren geht wie ein paar flüchtige Bits und Bytes auf irgendeiner Festplatte. Genau so wenig heisse ich es gut das man wohl früher oder später selbst auf Konsolen Spiele nur noch übers Internet bekommt . Bei der PSPgo fängt das ja jetzt schon an.
    Auf sowas kann ich verzichten.

  • Vor 11 Jahren

    Immer diese Verpackungsfetischisten... :rolleyes:

  • Vor 11 Jahren

    500 Original-CDs.. in ein paar Jahren sind das schon 2.000.. wie soll das weitergehen - in nem Plattenbau leben?

  • Vor 11 Jahren

    @Cyclonos (« Aber villeicht will man ja auch keine Qualität mehr. Ich hab Kumpels die ziehen sich ihre Mucke mit einem Ripper von youtube. sie schwören drauf dass es CD Qualität ist »):

    Oh Gott, so weit ist es schon gekommen? :dsweat:

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @The Gus (« Wie gesagt, prinzipiell stimme ich dir zu, dass man über den Status Kunst oder Produkt streiten kann; aber einfach in den Wirtschaftkreislauf reinzuschießen und zu sagen für mich ist das eben Kunst und da will ich nach meinem Ermessen oder eben garnicht für bezahlen, halte ich für den falschen Ansatz und ziemlich egoistisch, wenn dann müsste sowas von oben bzw. einheitlich und vor allem unter der Zustimmung aller Betroffenen passieren. »):
    Danke, dem ist nichts hinzuzufügen. Wer unbedingt kostenlose Musik haben will, hat heutzutage genug Möglichkeiten auch wirklich kostenlose Musik zu bekommen. Wenn der Künstler/Komponist/Interpret sein Werk aber nicht kostenlos anbieten möchte, habe ich das zu respektieren. Es sei denn, ich scheiße auf den Künstler komplett.

    lautusers "Argumente" sind mal wieder nichts als sinnlose Ausreden eines durchschnittlichen Loaders, der einfach kein Geld zahlen will und das mit irgendwelchen wilden Theorien vor sich selbst rechtfertigt, statt einfach zuzugeben, dass er seine Lieblingskünstler regelmäßig hintergeht ("Ich gebe meine Liebe zurück" :lol: )

  • Vor 11 Jahren

    @lautuser (« 500 Original-CDs.. in ein paar Jahren sind das schon 2.000.. wie soll das weitergehen - in nem Plattenbau leben? »):

    Nö, ich glaub nicht das noch so viele dabeikommen. Ich hab mit 15 angefangen CDs zu kaufen und bin heute 26. Also hab ich die 500 CDs in 11 Jahren zusammengetragen d.h für 2000 bräuchte ich noch 30 Jahren. Aber ich glaube nicht das man z.b zwischen 26 und 36 mehr Musik hört als zwischen 16 und 26. FRüher haben sich einem da ständig neue Welt aufgetan aber heute kommt das bei mir gar nicht mehr vor. Es würde mich wundern wenn ich in den nächsten 10 Jahren die 600 voll mache. Übrigens hab ich nie geraucht. Ich glaub da komm ich mit meinen CDs billiger weg als wenn ich damals angefangen hätte zur auchen :D

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy (« Immer diese Verpackungsfetischisten... :rolleyes: »):

    Villeicht bin ich da ja tatsächlich ein bisschen extrem. Ich habe sogar meine alten Gameboy und NES Spiele noch originalverpackt hier rum stehen. :)

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy («

    Tonträger haben keine Zukunft. »):

    Da bin ich mir nicht sicher. Ich selbst habe vor etwa einem halben Jahr sogar wieder angefangen Schallplatten zu kaufen. Nicht aus klangtechnischen Gründen (ist eh geschmackssache), sondern einfach weil ich gemerkt habe, dass ich Musik als MP3 immmer mehr nebenbei konsumiere (Player an, Playlist auf und mal schnell was raus gesucht). Platten auflegen zwingt mich dazu mir Zeit zu nehmen und mich mit dem Album auseinander zu setzen. Das kostet zwar mehr Zeit, (auflegen, umdrehen,...), aber genau das holt mich nach einem Arbeitstag, der auch viel im Netz statt findet, wieder runter und entschleunigt alles.

    Das kann man natürlich auch mit CDs haben, aber irgendwie hat es mir die große Scheibe, auf die man aufpassen muss und bei der man ein großes Cover vor Augen hat, wieder angetan. Möglicherweise hält eine gut gepflegte Schallplatte auch länger als eine CD, auch wenn das Thema eher für meine Erben interessant sein dürfte und man es letztendlich erst in etwa 50 Jahren wirklich weiß.

  • Vor 11 Jahren

    cds wird es immer geben, weil es genug musik-liebhaber und hörer gibt die sich sowas kaufen.
    wer sich zB die deluxe-edition vom letzen kiz-album ansieht, das ist einfach geil, für sowas geben viele leute gerne geld aus. wenn man sich dann noch das cover signieren lässt, was gibt es schöneres für den musikfan.

    dann gibt es noch dieses gefühl etwas vom künstler und von seinem werk physisch zu besitzen und teil davon bei sich zuhause zu haben. vielleicht verstehen das viele heute nicht mehr und bezeichnen es als lächerlich, aber ich bin musikfan und für mich klingt musik, die ich im schrank stehen habe, einfach besser.

    und dann gibt es ja auch noch formate abseits der cd, die auch überleben, wenn auch in minimalen stückzahlen, zB super-audio-cds die mehrkanal-aufnahmen unterstützen und viel besser auflösen als normale audio-cds. das hören die meisten leute über ihre pc-lautsprecher oder ohrhörer mit 128k-mp3s aber sowieso nicht.

    aber das mit dem hören ist sowieso so eine sache, über große gute lautsprecher mit perfekter raumakustik ist musikhören nochmal ne ganz andere dimension. sowas kennen die meisten leute leider gar nicht.
    aber da beginnt schon wieder das problem mit der überkomprimierten musik heutzutage, die man sich dann auf sowas fast gar nicht mehr antun kann...

  • Vor 11 Jahren

    @aggrotroll (« cds wird es immer geben, weil es genug musik-liebhaber und hörer gibt die sich sowas kaufen.
    wer sich zB die deluxe-edition vom letzen kiz-album ansieht, das ist einfach geil, für sowas geben viele leute gerne geld aus. wenn man sich dann noch das cover signieren lässt, was gibt es schöneres für den musikfan.

    dann gibt es noch dieses gefühl etwas vom künstler und von seinem werk physisch zu besitzen und teil davon bei sich zuhause zu haben. vielleicht verstehen das viele heute nicht mehr und bezeichnen es als lächerlich, aber ich bin musikfan und für mich klingt musik, die ich im schrank stehen habe, einfach besser.

    und dann gibt es ja auch noch formate abseits der cd, die auch überleben, wenn auch in minimalen stückzahlen, zB super-audio-cds die mehrkanal-aufnahmen unterstützen und viel besser auflösen als normale audio-cds. das hören die meisten leute über ihre pc-lautsprecher oder ohrhörer mit 128k-mp3s aber sowieso nicht.

    aber das mit dem hören ist sowieso so eine sache, über große gute lautsprecher mit perfekter raumakustik ist musikhören nochmal ne ganz andere dimension. sowas kennen die meisten leute leider gar nicht.
    aber da beginnt schon wieder das problem mit der überkomprimierten musik heutzutage, die man sich dann auf sowas fast gar nicht mehr antun kann... »):

    Stimme voll zu! Hatte das Vergnügen mal bei einem "Musikfreak" Das Doors-Album auf seinen beiden Apogee Diva-Boxen (Stückpreis 20.000 DM) zu hören. Seitdem weiss ich was Musikgenuss ist

  • Vor 11 Jahren

    @SigueSigueSnev (« @mr_bad_guy («

    Tonträger haben keine Zukunft. »):

    Da bin ich mir nicht sicher. Ich selbst habe vor etwa einem halben Jahr sogar wieder angefangen Schallplatten zu kaufen. Nicht aus klangtechnischen Gründen (ist eh geschmackssache), sondern einfach weil ich gemerkt habe, dass ich Musik als MP3 immmer mehr nebenbei konsumiere (Player an, Playlist auf und mal schnell was raus gesucht). Platten auflegen zwingt mich dazu mir Zeit zu nehmen und mich mit dem Album auseinander zu setzen. Das kostet zwar mehr Zeit, (auflegen, umdrehen,...), aber genau das holt mich nach einem Arbeitstag, der auch viel im Netz statt findet, wieder runter und entschleunigt alles.

    Das kann man natürlich auch mit CDs haben, aber irgendwie hat es mir die große Scheibe, auf die man aufpassen muss und bei der man ein großes Cover vor Augen hat, wieder angetan. Möglicherweise hält eine gut gepflegte Schallplatte auch länger als eine CD, auch wenn das Thema eher für meine Erben interessant sein dürfte und man es letztendlich erst in etwa 50 Jahren wirklich weiß. »):
    Ein Tonträger hat aber nunmal die einzige AUfgabe Musik zu transportieren und wenn das nicht mehr nötig ist, sind Tonträger nunmal überflüssig.
    Ich bezweifle, daß da technische Nachteile, die einige Vermissen werden weil sie dran gewöhnt sind und sie pavlovmäßig mit Musik hören verknüpft haben, daran was ändern können.
    Bevors Schellackplatten gab, gabs Lochstreifen für Reproduktionsklaviere: http://de.wikipedia.org/wiki/Reproduktions…
    (Diese Lochstreifen damals sind übrigens auch ohne aufwändiges Verpackungsdesign ausgekommen)

    Damals gabs sicher auch Leute, die ein Rieseninstrument viel cooler fanden als so ein popeliges Grammophon. Und im Gegensatz zur gegenwärtigen Situation hatte das Ding im Vergleich zur Schellackplatte mit sicherheit zumindest wenns um Klavier geht, den weit besseren Sound... :D
    Trotzdem dürfte es dir schwer fallen, die neue Scheibe von was immer du gerne hörst, noch als Lochstreifen aufzutreiben...

  • Vor 11 Jahren

    @aggrotroll («
    und dann gibt es ja auch noch formate abseits der cd, die auch überleben, wenn auch in minimalen stückzahlen, zB super-audio-cds die mehrkanal-aufnahmen unterstützen und viel besser auflösen als normale audio-cds. das hören die meisten leute über ihre pc-lautsprecher oder ohrhörer mit 128k-mp3s aber sowieso nicht. »):

    Ein PC mit heutiger Festplattenkapazität, sowie die Geschwindigkeiten der heutigen Breitbandverbindungen würden einen praktikablen Umgang mit SOundfiles erlauben, die Qualitätsmäßig fast beliebig besser als SACDs sind.

  • Vor 11 Jahren

    ²bad: jedoch muss man erwähnen, dass man gerade bei vinyls doch auch so einen sammlerstolz entwickelt und sich gerne immer mal wieder was neues ins expedit stellt, das funktioniert bei den digitalen vertriebsmöglickeiten leider nicht mehr.

    ich würde nicht für von onlinequellen geladene musik zahlen, sehr wohl jedoch für konzerte und platten.

  • Vor 11 Jahren

    Das Sammlerding gibts halt, weils die Tonträäger gibt und hat nicht direkt was mit dem Interesse an der Musik an sich zu tun und wird daher wieder verschwinden. Ähnlich wie z.B. mit den Telefonkarten....

    Ich wage keine konkrete Prognose, wie lange sich physikalische Tonträger noch halten werden aber halte die Vorstellung daß wir in 50 Jahren noch mit Schallplatten und CDs hantieren für sehr abwegig.

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy (« Das Sammlerding gibts halt, weils die Tonträäger gibt und hat nicht direkt was mit dem Interesse an der Musik an sich zu tun und wird daher wieder verschwinden. Ähnlich wie z.B. mit den Telefonkarten.... »):

    Das ist ja eine Binsenweisheit, dass man nur Dinge sammeln kann, solange es diese Dinge gibt. Aber solange es genügend Leute gibt, die beispielsweise Platten sammeln wird es diese auch noch geben. Zudem ist es zumindest derzeit Fakt, dass immer mehr Alben auf Vinyl erscheinen und das machen die Plattenfirmen sicher nicht aus Gutherzigkeit.

  • Vor 11 Jahren

    Du kannst sie Sammeln so lang du willst, blos herstellen wird sie keiner mehr.
    Das die Schallplatte gerade sowas wie ein Revival erfährt, ist doch nichts anderes als eine Modeerscheinung.

  • Vor 11 Jahren

    @mr_bad_guy (« Du kannst sie Sammeln so lang du willst, blos herstellen wird sie keiner mehr.
    Das die Schallplatte gerade sowas wie ein Revival erfährt, ist doch nichts anderes als eine Modeerscheinung. »):

    Wie schon vorher versucht zu erklären, werden Platten so lange hergestellt solange ich und andere sammeln. Erst wenn dass nicht mehr der Fall ist (was möglicherweise passieren wird) werden sie verschwinden. Zumal die Platten in der Regel sogar noch etwas mehr als der Datenträger CD kostet. Ob es eine Modeerscheinung ist oder nicht ist dabei erst mal egal.