Vor der Schlacht Not gegen Elend kommt der Kampf Realismus gegen Idealismus, scheint es. Während eine Seite des musikindustriellen Komplexes gegen Filesharing mit zunehmend radikaleren Maßnahmen ankämpft, versucht die andere, aus den gegebenen Umständen des digitalen Zeitalters das realistisch Machbare …

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  • Vor 12 Jahren

    Modeerscheinung, haha. Solange die DJ Szene noch vom Vinyl regiert wird, wird sich da wohl erstmal nix ändern.

  • Vor 12 Jahren

    @SigueSigueSnev (« @mr_bad_guy (« Du kannst sie Sammeln so lang du willst, blos herstellen wird sie keiner mehr.
    Das die Schallplatte gerade sowas wie ein Revival erfährt, ist doch nichts anderes als eine Modeerscheinung. »):

    Wie schon vorher versucht zu erklären, werden Platten so lange hergestellt solange ich und andere sammeln. Erst wenn dass nicht mehr der Fall ist (was möglicherweise passieren wird) werden sie verschwinden. Zumal die Platten in der Regel sogar noch etwas mehr als der Datenträger CD kostet. Ob es eine Modeerscheinung ist oder nicht ist dabei erst mal egal. »):

    Ein paar Antiquitätenfreaks haben noch nie eine Industrie am Leben gehalten.

  • Vor 12 Jahren

    @.ashitaka (« Modeerscheinung, haha. Solange die DJ Szene noch vom Vinyl regiert wird, wird sich da wohl erstmal nix ändern. »):

    Das hat sich allerdings schon geändert, da immer mehr mit Traktor Scratch oder ähnlichem auflegen. Bleiben also doch nur die "ewig gestrigen" Sammler.

  • Vor 12 Jahren

    Ist doch vollkommen Latte ob Vinyl, CD oder Download....es kommt doch darauf an das ein Musiker gerecht entlohnt wird

  • Vor 12 Jahren

    @.ashitaka (« Modeerscheinung, haha. Solange die DJ Szene noch vom Vinyl regiert wird, wird sich da wohl erstmal nix ändern. »):

    Für den normalen COnsumer schon. Kann schon sein, daß innerhalb der Elektronikszene Vinyl als "Musikinstrument" weiter leben wird. Aber wegen "den paar" DJs wird sicherlich nicht jeder Consumershit auf Vinyl gepresst werden.

    (und jetzt denk dich mal ein paar Jahre in die Zukunft: ausgebautes UMTS netz, Internet wo immer du dich aufhälst, schnell genug um mehrere Musik in SA-Qualität und HD-Filme in null komma nichts streamen kannst. Falls du dein ultrflaches Handy nicht mitschleppen willst und wegen irgendwas doch noch physikalische Datenträger brauchst, wirds Speicherkarten im Terrabyte Bereich von der Größe deines Daumennagels geben...
    Und ihr wollt mir erzählen, daß der Durchschnittsmusikliebhaber weiter mit Riesengroßen Scheiben hantieren wird, auf die vergleichsweise weniger als nix draufpasst, sauunpraktisch sind und vergleichsweise bescheiden klingen, weil die so cool aussehen?

  • Vor 12 Jahren

    In Großbritannien gehen die Meinungen von Musikern zum angemessenen Umgang mit Filesharing offenbar weit auseinander. Kürzlich hatte sich die Featured Artists Coalition (FAC), die unter anderem Nick Mason von Pink Floyd, Ed O'Brien von Radiohead, Blur-Drummer Dave Rowntree und Billy Bragg zu ihren Mitgliedern zählt, gegen die von der UK-Regierung geplanten Internetsperren ausgesprochen. Sie fürchten, eine ganze Generation junger Musikhörer werde durch dieses Vorgehen kriminalisiert. Filesharing habe auch positive Konsequenzen, da Fans schließlich mehr Geld in Konzertkarten und Merchandising investierten.

    "Die Tatsache, dass Filesharing so verbreitet ist, ist eine sehr positive Sache für die Musik", meinte Rowntree gegenüber der Tageszeitung "The Times". "Musik ist so beliebt, dass die Menschen sogar bereit sind, das Gesetz zu brechen, um sie zu bekommen." Und Schlagzeugerkollege Mason meinte: "Filesharing bedeutet für uns eine neue Generation von Fans. Und gegen diese Fanbase wollen wir nicht in den Krieg ziehen."
    Künstler aus einer jüngeren Generation sehen das offenbar ganz anders: "Für diese Stars mit ausverkauften Stadientourneen und den größten Ferrari-Sammlungen der Welt mag das ja in Ordnung sein", schrieb Lily Allen kürzlich in ihrem MySpace-Blog. "Aber für neue Talente ist Filesharing ein Desaster. Für sie wird es immer schwerer, sich zu etablieren." Die EMI-Künstlerin weist zudem auf legale Alternativen wie Spotify hin. Die Geschäftsbedingungen im Onlinebereich hindern jedoch nach Ansicht Allens die junge Generation daran, Musik zu erwerben. "Es ist unsinng, das Jugendliche im Internet nichts ohne Kreditkarte erwerben können, und ihnen so nur die Wahl bleibt, Mamas Kreditkarte zu klauen oder illegal herunterzuladen."

    Der britischen Dachverband UK Music versucht nun die Wogen zu glätten und schlägt sich auf die Seite der Regierung: "Wir begrüßen die Intervention der Regierung ausdrücklich", ließ die Organisation in einem Statement wissen.

    Über die Geschichte mit der Kreditkarte habe ich ja noch gar nicht nachgedacht. Sehr interessant

  • Vor 12 Jahren

    @mr_bad_guy (« @Atze-Peng (« @kajsa747 (« Warum wird denn so viel runtergeladen, wenn doch anscheinend alles Schund ist? Ich würde meine Festplatte jedenfalls nicht mit Zeug vollstopfen, das ich eigentlich grottig finde. Und man kann sich ja auch einzelne MP3s kaufen, muss ja nicht das ganze Album sein, wenn einem der Rest nicht zusagt. »):

    Ich kenne genügend weniger Musikaffine Menschen die sich ihre Festplatte mit gesaugten MP3s vollstopfen, die sie im besten Fall nur 3x hören oder nur drauf haben, weil auf dem Album ein guter Song drauf war. Du kannst nicht von dir auf andere schließen.

    @mr_bad_guy (« @ Lautuser: Findest dus nicht irgendwie traurig, daß man als Musiker in einer Coverband in einer Nacht beispielsweise am Oktoberfest mehr verdient, als eine ambitionierte Kreative Newcommerband in mindestens einigen Monaten?

    Leuchtet dir das kein Bißchen ein, daß es schlecht ist für die Musikalische Entwicklung, wenn man mit professionellen Ambitionen höchstens noch im Sektor Klingeltöne, Werbejingles und als Auftragskomponist und Studiomusiker für Plastikpop bei Majorlabels einen Fuß fassen kann? »):

    Und was ist der Sinn dahinter ans Musik machen heranzugehen mit der Ambition "ich möchte damit viel Geld machen"? Das ist gleichzusetzen mit der Aussage "ich möchte Filmstar werden". Absolut realitätsfremd und unrealistisch. Jeder halbwegs intelligente Mensch, der Musik macht, ist sich dessen bewusst. »):

    "möglichst viel Geld machen" =/= davon leben können. »):

    Musik ist aber ein Hobby. Was gibt Musikern nun das Recht für ihr Hobby einen Anspruch auf Entlohnung zu verlangen? Es gibt soviele kostenintensive Hobbies (fliegen, tauchen, etc.), die sich nicht darüber beklagen, wenn sie für ihr Hobby nicht bezahlt werden. Warum sollte das beim Hobby "Musik machen" anders sein?

    @The Gus (« @Atze-Peng (« Desweiteren unterstütze ich Künstler auch nur bis zu einem gewissen Bekanntheitsgrad, da es ab einen gewissen Punkt nichtmehr nötig ist, wenn die Massen den Künstler ausreichend unterstützen. »):

    Und du bist was Anderes als "die Massen"?
    Ich kaufe solange beim Becker bis er der größte der Region ist und von da an kann ich ihn ja beklauen weil die anderen Nasen bei ihm kaufen. Sorry, mal Abseits der Diskussion wie Labels oder Musiker ihre Produkte wieder attraktiver machen können, aber logisch und wirtschaflich fair ist das ganz sicher nicht.
    Prinzipiell sollte man sich ja im Klaren sein das jegliche Raubkopie nunmal Diebstahl ist(und jedes illegal beschaffte Produkt stört den Wirtschaftkreislauf inklusive der Steuern die dabei flöten gehen,auch ein bischen Solzialverantwortung, aber ich will hier nich zu sehr auf Oberlehrer machen bin ja noch neu^^). »):

    Es gibt für mich 2 potentielle Gründe warum ich eine Band inform vom Kauf von CDs, Merchandise und Konzert-Tickets unterstütze.

    1. Ich möchte unterhalten werden.
    2. Ich möchte das die Band eine solide Ausgangsposition hat, um weiter Musik zu machen und es nicht aufgibt, weil sie die Ausgaben nichtmehr decken kann für ihr kosteninetnsives Hobby.

    Für 2. reicht es aber vollkommen aus, wenn die Band mit den Einnahmen ihre Ausgaben decken kann + 1500 € Netto bei jedem der Bandmitglieder übrig bleibt. Damit können sie problemlos ihren Lebensunterhalt bestreiten und weitermachen. Warum sollte ich einen Musiker weiterhin unterstützen, wenn er genug Geld verdient hat, um 200 Jahre wie die Made im Speck zu leben? Ich will doch dem Künstler nur die Grundlage geben, seine Kunst weiter durchzuführen. Ich mag es aber nicht, wenn aus Kunst vorrangig zu einem Produkt gemacht wird.

    Sicherlich sind das politische Ansichten, die in diese Meinung hineinfließen. Daher werd ich diese Richtung auch mit einem Zitat beenden.

    "Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh."
    Henry Ford

  • Vor 12 Jahren

    @Atze-Peng (« Sicherlich sind das politische Ansichten, die in diese Meinung hineinfließen. Daher werd ich diese Richtung auch mit einem Zitat beenden.

    "Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh."
    Henry Ford »):

    Wenn Du das Zitat richtig bringst, hört sich das übrigens ein bißchen anders an:
    Zitat (« "Es ist gut, dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution."
    Henry Ford »):

    Gruß
    Skywise

  • Vor 12 Jahren

    @Atze-Peng (« @mr_bad_guy (« @Atze-Peng (« @kajsa747 (« Warum wird denn so viel runtergeladen, wenn doch anscheinend alles Schund ist? Ich würde meine Festplatte jedenfalls nicht mit Zeug vollstopfen, das ich eigentlich grottig finde. Und man kann sich ja auch einzelne MP3s kaufen, muss ja nicht das ganze Album sein, wenn einem der Rest nicht zusagt. »):

    Ich kenne genügend weniger Musikaffine Menschen die sich ihre Festplatte mit gesaugten MP3s vollstopfen, die sie im besten Fall nur 3x hören oder nur drauf haben, weil auf dem Album ein guter Song drauf war. Du kannst nicht von dir auf andere schließen.

    @mr_bad_guy (« @ Lautuser: Findest dus nicht irgendwie traurig, daß man als Musiker in einer Coverband in einer Nacht beispielsweise am Oktoberfest mehr verdient, als eine ambitionierte Kreative Newcommerband in mindestens einigen Monaten?

    Leuchtet dir das kein Bißchen ein, daß es schlecht ist für die Musikalische Entwicklung, wenn man mit professionellen Ambitionen höchstens noch im Sektor Klingeltöne, Werbejingles und als Auftragskomponist und Studiomusiker für Plastikpop bei Majorlabels einen Fuß fassen kann? »):

    Und was ist der Sinn dahinter ans Musik machen heranzugehen mit der Ambition "ich möchte damit viel Geld machen"? Das ist gleichzusetzen mit der Aussage "ich möchte Filmstar werden". Absolut realitätsfremd und unrealistisch. Jeder halbwegs intelligente Mensch, der Musik macht, ist sich dessen bewusst. »):

    "möglichst viel Geld machen" =/= davon leben können. »):

    Musik ist aber ein Hobby. Was gibt Musikern nun das Recht für ihr Hobby einen Anspruch auf Entlohnung zu verlangen? Es gibt soviele kostenintensive Hobbies (fliegen, tauchen, etc.), die sich nicht darüber beklagen, wenn sie für ihr Hobby nicht bezahlt werden. Warum sollte das beim Hobby "Musik machen" anders sein? »):

    Weil du von deren "Hobby" profitierst. Verlangt ja keiner von dir, jemanden zu bezahlen, den du nicht hörst. »):

  • Vor 12 Jahren

    @Atze-Peng («

    Für 2. reicht es aber vollkommen aus, wenn die Band mit den Einnahmen ihre Ausgaben decken kann + 1500 € Netto bei jedem der Bandmitglieder übrig bleibt. Damit können sie problemlos ihren Lebensunterhalt bestreiten und weitermachen. Warum sollte ich einen Musiker weiterhin unterstützen, wenn er genug Geld verdient hat, um 200 Jahre wie die Made im Speck zu leben? »):

    'gott bist du selbstgefällig...
    Du tust hier so, als hättest du das recht zu bestimmen, wie hoch das Almosen ist, daß du nem Musiker hinschmeißt, oder nicht hinschmeißt.

    Tatsächlich bekommst du aber ein Produkt für einen gewissen Preis angeboten. Auf den Deal kannst du eingehen, oder auch nicht.

  • Vor 12 Jahren

    @.ashitaka (« Modeerscheinung, haha. Solange die DJ Szene noch vom Vinyl regiert wird, wird sich da wohl erstmal nix ändern. »):

    Ist ja auch schon längst im Umbruch.

  • Vor 12 Jahren

    @lautuser (« ...kein Künstler braucht mehr Musikindustrie um Musik zu machen und zu verbreiten. »):

    Völlig richtig. Bald braucht man auch keine Vertriebe mehr, keinen Einzelhandel, keine Presswerke, keine Druckereien, keine Grafiker, keine Studios, keine Instrumentenbauer, keine Techniker, keine Software-Programmierer, keine Redaktionen und Noten braucht ja sowieso keiner mehr.

    All das machen die fürchterlich talentierten Musiker bald selber, zu Hause, nach 9 Stunden Arbeit oder am Wochenende...

    Hat von euch Schwätzern schon mal irgend einer eine Plattenfirma von innen gesehen?

    Wird diese Diskussion irgendwann einmal sachlich und ganzheitlich geführt?

  • Vor 12 Jahren

    Ich denke Lily hat größtenteils schon recht mit dem was sie sagt.
    Und natürlich ist es im Grunde genommen Diebstahl,bloß eben ein Diebstahl,der von einem wahnsinnig hohen anteil der Bevölkerung verübt wird.Natürlich relativiert das nicht die Schuld,aber es erschwert die Strafverfolgung,und damit ist es sehr unwahrscheinlich dass man mal für seine illeglaen Downloads blechen muss.
    Denkt man jetzt logisch weiter wäre die richtigste Konsequenz,härtere Strafen sowie eine bessere Verfolgung der Straftäter.
    Denkt man realistisch,muss man erkennen dass zumindest das Letzte nicht möglich ist,und dass man am jetzige zustand eigtl nichts ändern kann.
    Konsequenz:Resignation,oder neue Schritte um die Downloads entweder
    1.zu verringern
    2.neue Strategien entwickeln zum Vertrieb
    Zum Glück muss ich mir sowas nicht ausdenken,denn ich sehe für die Musikindustrie keine Möglichkeit ihr geistiges Eigentum auch in Zukunft noch schützen zu können.

  • Vor 12 Jahren

    So siehts aus, der Weg geht eh nicht mehr zurück. Kann schon verstehen, dass man sich nur langsam und grummelig bewegt, wenn man wider Willen dazu gezwungen wird - und das auch noch von den Leuten die einem früher aus der Hand gefressen haben..

  • Vor 12 Jahren

    Das Downloadproblem mit "der Weg geht eh nicht mehr zurück" abzutun find ich arg simpel. So kann man jedes Problem totreden (Kinderpornos? Was solls, der Weg geht eh nicht mehr zurück. Bundestrojaner? Was solls, der Weg... etc). Viele Künstler und Plattenfirmen haben längst auf die modernen Möglichkeiten reagiert, siehe Homepages, (kostenpflichtige) MP3-Downloads, myspace-Profile etc.
    Aber nur mit kleinen Konzerten und kostenlosem Filesharing verdient niemand genug, um sich lang über Wasser halten zu können.

    Klar kann man sich auch als Garagenband ohne Plattenfirma hocharbeiten, aber wenn Musik nur noch mit solchen primitiven Mitteln produziert werden kann, dann sinkt die Qualität ganz erheblich. Wer zahlt dann für ausgedehnte Touren rund um den Globus? Wer zahlt für die Instrumente, wer für die Produktion? Das sollen alles die Künstler selbst tragen? Ja wovon leben die dann bitte?

    Die Piratenpartei faselt was von "interessanten alternativen Geschäftsideen", aber hat diese Ideen nie konkret benannt. Vielleicht kann einer der Piraten-Verteidiger hier mal Licht ins Dunkel bringen.

  • Vor 12 Jahren

    Wer Anklang bei den Hörern findet, wird auch sein Auskommen haben und früher oder später professionel recorden können, etc. Wer schlecht, nicht gut genug oder zu speziell ist eben nicht.

  • Vor 12 Jahren

    @higrupu (« lauti im Wunderland »):

    Wart mal ein paar Jahre ab und dann schreibste das nochmal.

  • Vor 12 Jahren

    @lautuser (« Wer Anklang bei den Hörern findet, wird auch sein Auskommen haben und früher oder später professionel recorden können »):

    Und wie genau stellst du dir dieses "Auskommen" vor?