Weil er (online) fremd ging, ist David Ellefson raus. Fans reicht die Begründung nicht.

Kalifornien (ynk) - Megadeth-Chef Dave Mustaine hat gestern über die Facebook-Seite der Band die Trennung von Bassist David Ellefson verkündet. Der Viral-Post nahm schwammig Bezug auf die Tatsache, dass sich der verheiratete Musiker in seiner Freizeit online auf Sex-Dates verabredete. Da dies nicht deutlicher gemacht wurde, schossen bei der Fangemeinde schnell die Spekulationen und Theorien ins Kraut.

Mustaine schrieb: "Wir wollten unsere Fans wissen lassen, dass David Ellefson nicht mehr bei Megadeth spielen wird und wir offiziell getrennte Wege gehen. Diese Entscheidung nehmen wir sehr ernst. Wir kennen den Umfang der Geschehnisse nicht gänzlich, aber gerade im Hinblick auf unser bereits angespanntes Verhältnis machen die neuen Erkenntnisse eine Zusammenarbeit in der Zukunft unmöglich. Trotzdem freuen wir uns darauf, unsere Fans bald wieder auf Tour zu treffen. Wir haben neue Musik, die wir mit der Welt teilen möchten - und sie ist fast fertig."

Behauptungen, Ellefsons Sexpartnerin sei minderjährig gewesen, wurden recht bald widerlegt. Andere Fans wunderten sich: Ehebruch eines Rockstars - und das soll ein Verbrechen sein? Scrollt man sich durch die Kommentare, erhärtet sich mehrmals vehement der Verdacht, auch Dave Mustaine und seine kantigen Burschen von Megadeth könnten nun von dieser vermeintlich alles marodierenden Cancel Culture infiziert sein. Hört, hört, Mustaine als Hardcore-Feminist, der sich mit derlei Aktionen bei den Twitter-Teens anbiedern möchte? Das wäre ja mal etwas.

Wahrscheinlicher ist indes, dass es zwischen den Bandkollegen wie schon angedeutet eh schon gekracht hat ("with an already strained relationship") und Ellefsons Verhalten dem wiedergeborenen Christen Mustaine so überhaupt nicht in den Kram gepasst hat. Der Moralismus kam also in dem Falle nicht von links, sondern aus der konservativen Ecke. Ups.

Fotos

Megadeth

Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Megadeth,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Megadeth

Der ein oder anderen dürfte wissen, dass Dave Mustaine, Sänger, Gitarrist, Hauptsongwriter, Egomane, Teilzeit-Junkie und Gründer von Megadeth, vor …

6 Kommentare mit 2 Antworten

  • Vor einem Jahr

    Der gute Megadave hat ja nur einen weiteren Grund gesucht Ellefson vor die Tür zu setzen. Wenn man jetzt jeden Musiker der Ehebruch begehen würde rausschmeißt, würde es bald keine Bands mehr geben. Zumal das das Privatleben von David ist und keinen was angeht. Zumal alle Beteiligten volljährig waren. Was würden denn die Stones mit Ron Wood machen oder man denke nur an den guten Ozzy? Ne ne...das hat Dave komplett verbockt!!

    • Vor einem Jahr

      @bruenzi:
      Och, ich finde die Begründung witzig. Mein erster Gedankengang war: entweder regt sich da jemand darüber auf, daß ein Anderer ums selbe Ziel rumgegraben hat wie man selbst, oder man sieht jetzt für sich selbst beim Rumgräber bedeutend weniger Chancen für eine gemeinsame Zukunft als vorher.
      Gruß
      Skywise

  • Vor einem Jahr

    "Übertriebender Alkoholkonsum" hätte diesem vermeintlichen Kündigungsgrund noch die Krone aufgesetzt...

  • Vor einem Jahr

    Seit er wieder dabei war, war Ellefson ja nur eine Art Angestellter, statt vollwertigem Bandmitglied. Eventuell war Mustaine die monatliche Gehaltszahlung inzwischen zu hoch. Etwaige moralische Gründe sind ja nun reichlich fadenscheinig.

  • Vor einem Jahr

    "... with an already strained relationship...". Ach ja? Davon war glaube ich öffentlich nix bekannt geworden. Hm. Zumindest hat die damalige Klage Megadave nicht davon abgehalten, D. E. seit nunmehr schon wieder 11 Jahren Vollzeit zu beschäftigen. Es wird wohl so sein, wie von einigen hier gemutmaßt: willkommener Anlass, um D. E. zu kicken, und sooo genau will man es dann im Hause D. M. wohl auch gar nicht wissen. Schon traurig...

  • Vor einem Jahr

    Die Musik so scheiße wie deren Frisuren.

  • Vor einem Jahr

    Wiedergeborener Christ? Wie genau funktioniert das eigentlich? Braucht man dafür in jedem Fall Nägel und ein Holzkreuz?

    • Vor einem Jahr

      Nein, in dem Fall nicht, da Mustaine bei den Zeugen Jehovas sozialisiert wurde und diese glauben Jesus sei an einem Pfahl, nicht an einem Kreuz hingerichtet worden.