Der Popstar geht gegen überteuerte Ticketbörsen vor. In Düsseldorf warnt ein Panikforscher vor seinem Konzert.

Hamburg (ebi) - Die Tickets für die Ed Sheeran-Tour im Sommer verkaufen sich wie geschnitten Brot. Seine Auftritte in Berlin, München, Zürich, Hamburg sowie der umstrittene Gig in Düsseldorf mit weit 84.000 Fans sind längst ausverkauft. Für die zahlreichen Gigs in Großbritannien setzte Sheeran gar über 1,1 Millionen Billets ab, berichtet die Tagesschau.

Die negative Folge: Der Schwarzmarkt blüht. Vor dem Start seiner Stadiontour heute in Manchester ließ Sheeran deshalb über 10.000 Tickets stornieren. Davon betroffen sind Käufer, die bei Plattformen wie Viagogo fündig wurden. Dort wird teilweise das zwei- bis dreifache des regulären Ticketpreises bezahlt.

Sind deutsche Konzerte betroffen?

Dem NDR zufolge sind auch deutsche Konzerte betroffen, etwa das Hamburg-Konzert am 25. Juli. Der Veranstalter FKP Scorpio teilte hingegen auf Anfrage mit, dass sich die Stornierung nur auf die britische Shows beziehe: Die deutschen Tickets sind alle personalisiert. In ein Konzert gelangt man nur mit diesem und Ausweis.

In einem Tagesschaubericht heißt es, dass es im schlimmsten Fall aber möglich sei, vor Ort den Originalpreis für ein ungültiges Ticket zurückzuerhalten. Eventuell lässt sich sogar gleich noch ein reguläres kaufen.

Panikforscher warnt vor Konzert

Ed Sheerans Gig in Düsseldorf am 22. Juli steht derweil unter keinem guten Stern. Zuerst musste das ursprünglich am Essener Flughafen anberaumte Konzert verlegt werden. Hauptgrund: Der Deutsche Naturschutzbund hatte erfolgreich gegen eine im Zuge des Konzerts geplante Umsiedlungsaktion eines unter Artenschutz stehenden Vogels protestiert.

Nach der Verlegung in den neu geplanten D.LIVE Open Air Park nach Düsseldorf droht den Veranstaltern neues Ungemach: Der Panikforscher Prof. Michael Schreckenberg warnte vor dem seiner Ansicht nach überstürzt angesetzten Open Air-Konzert auf dem Messeparkplatz, der noch zum Konzertgelände umfunktioniert werden soll: Acht Wochen vor dem Auftritt gibt es aber noch keine Baugenehmigung. Diese soll im Juni erfolgen.

"Die Zeit wird nicht reichen"

"Das ist viel zu spät. Die Zeit wird nicht reichen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Man setzt sich hier über alle Regeln hinweg. Es ist nicht möglich, in so kurzer Zeit eine vernünftige Prüfung durchzuführen", betonte Schreckenberg gegenüber der Westdeutschen Zeitung.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel ist anderer Meinung. Das Gelände sei "genehmigungsfähig", er verstehe die Aufregung nicht. Schreckenberg weiter: "Was passiert, wenn plötzlich ein Unwetter aufzieht und 84.000 Menschen ungeschützt sind? Das ist nicht zu unterschätzen. So etwas hat es in Russland und in Belgien gegeben. Mehrere Menschen sind dort ums Leben gekommen".

Der Zeitung zufolge sind Düsseldorfs Politiker geteilter Meinung, ob das Konzert wie geplant stattfinden soll. Als Alternative wird vorgeschlagen Ed Sheeran in der benachbarten Esprit-Arena auftreten zu lassen - aufgrund der zehntausenden Fans dann eben an zwei Abenden.

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Ed Sheeran

Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Ed Sheeran,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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