Babsi Bars
Tatsächlich fürn Arsch find' ich dagegen Rapper*innen, die ihre Texte nicht selbst schreiben. Klar ist Ghostwriting gang und gäbe, nicht nur im (Deutsch-)Rap. Ich verstehs aber trotzdem nicht: Entweder bist du Künstler*in und hast etwas zu sagen und das Bedürfnis, dich mitzuteilen - …

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  • Vor 2 Monaten

    So sieht's aus, Dani!
    Deshalb kann ich auch Drake nicht für voll nehmen, so gut manche Tracks auch sind. Ausnahme wäre vllt noch Dr Dre, wegen Producer-/Gangsta Rap-Legacy, außerdem hatte er Eminem als Writer für 2001.

  • Vor 2 Monaten

    Natürlich war sie die Erste, deshalb weiß ja auch niemand, dass Eizi "Türlich, Türlich" geschrieben hat oder Sentino "Spiegel" für die krassesten Deutschrapperinnen aller Zeiten... oder Sam für Ferris.

    Es gibt Genres, wo der Sänger nicht der Autor sein muss, siehe Depeche Mode etc, wo das hervorragend funktioniert. Im Rapkontext ist es halt ein komplettes Armutszeugnis. Nur was hat die Olle mit Rap zu tun? Eben...

  • Vor 2 Monaten

    Wie dumm ist das denn? Der Rapper ist für die Delivery da. Ist doch egal ob der schreiben kann. Verlangt doch auch keiner das eine Schauspieler die Texte der Rolle schreibt die er verkörpert.

    • Vor 2 Monaten

      Wie dumm ist das denn?

    • Vor 2 Monaten

      "Einzige Mucke, wo man das was man sagt noch verkörpern muss"

      RapperInnen sollten zumindest maßgeblich am Schreibprozess beteiligt sein, bzw. diesen anführen. Wenn dann andere helfen, alles gut.

    • Vor 2 Monaten

      Nein. Einfach nur nein.

    • Vor 2 Monaten

      Sorry, Güldi, ist nur meine Meinung ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

    • Vor 2 Monaten

      Yo, lauti, komplettes Missverständnis. Mein Kommentar bezog sich auf den Ausgangspost. Ich bin da ganz bei dir, bzw. bin diesbezüglich sehr Oldschool-Hängengeblieben. Jemand, der*die seine Texte nicht selber schreibt, ist für mich kein MC. Ist dann halt Performer*in oder was auch immer, aber kein MC. Ich nenn ja auch jemanden nicht Buchautor, nur weil er nen fremden Text vorlesen kann.

    • Vor 2 Monaten

      Der Vergleich mit Büchern hinkt aber scon, ne? Ein Buch steht unabhängig für sich, die Rezipienten lesen es. Ein Rap-Text aber nicht, der ist Teil eines größeren Werkes, in dem sonst noch mindestens der Vortag dessen, meistens ebenfalls irgendeine Form der musikalischen Untermalung und manchmal noch ein Film enthalten sind. Wenn sich dann fünf Menschen zusammen tun, einer schreibt die Texte, einer produziert die Musik, einer macht Cuts und Scratches, einer plant die Videos und nimmt Sie auf und einer rappt die Texte ein und performt auf der Bühne, sehe ich keinen Grund das nicht zu feiern, wenn es fresh ist, und auch keinen Grund, den Menschen, der rappt, dispektierlich gegenüber zu begegnen.

      Das so Zweckgemeinschaften zum Geldverdienen mit "Kunst" eher nicht so cool sind, sollte klar sein, hat aber nichts mit (Ghost-)Writing zu tun. Und MC ist ja eigentlich noch was ganz anderes, ne?

    • Vor 2 Monaten

      @CAPS: Ja, ich kenne die Haltung und kann sie auch nachvollziehen. Und klar kann man das fresh finden, feiern und entertaining finden, nur mit meinem HipHop-Verständnis hat das halt nix zu tun. Das ist, glaube ich, wirklich der einzige Punkt, in dem ich so ein komplett verknöcherter trueschool-Spacken bin. Das geht für mich einfach nicht...

    • Vor 2 Monaten

      Yo Güldi, Dank für Aufklärung. Trueschool regiert.

  • Vor 2 Monaten

    Irgendwo war Musik immer schon primär eine Arbeit von mehreren Leuten. DEN Künstler, der alles macht, bzw. alles machen kann, gibt es sowieso nur in seltenen Fällen. Ich sehe das tatsächlich auch nicht so eng, wenn am Ende das Produkt unterhaltsam ist. Wie man bei Shirin sehen kann, ging es ja nie darum, besonders authentisch zu sein, sondern vermarktbar.

    Wenn man z. B. mal das Filmgenre betrachtet, wird der Regisseur immer gleichgesetzt als Schöpfer der Idee, was aber ebenso in den seltensten Fällen stimmten. Meistens bearbeiten diese nur ein Drehbuch, eigentlich müsste der Drehbuchautor am meisten abgefeiert werden. Auf der anderen Seite macht der Regisseur aber alles Organisatorische zusammen mit seinem Team und behält das Gesamte im Auge, womit er eine anspruchsvollere und wichtigere Rolle bekommt.

    Übertragen auf die Musik sind die Verhältnisse ähnlich. Wenn sich Leute über Ghostwriter aufregen, müssten sie sich genauso gut über A&Rs oder Labelbosse aufregen, die entscheiden, was auf die Platte kommt oder nicht. Ebenso müsste man die Künstler auch dazu animieren, ihre Beats selbst zu produzieren und abzumischen. Klar, Rapper werden immer als Soloding vermarktet, aber effektiv handelt es sich hierbei zu 95% der Fälle immer um ein gesamtes Team, in dem Fall eine Band namens Shirin David, die pro Song in der Konstellation wechselt.

    • Vor 2 Monaten

      Was hat das mit dem Thema zu tun? Rapper definieren sich als Lyricists oder im schlechteren Fall mindestens Entertainer. Wenn man wie Shirin nix von beidem kann, nichtmal Druck im Stimmchen oder Aura hat... Wo ist die Daseinsberechtigung? Da kannst du ebenso gut Verona Pooth und Konsorten vor ein Mikro zerren.

      Okay, Laut.de würde immernoch irgendeinen Horst finden, der den Artikel mit "immerhin kann sie rappen" beendet.

    • Vor 2 Monaten

      Da denkst du die Kunstform aber auch ein wenig zu normativ. Fairerweise muss man sagen, dass Shirin meines Wissens nach nie behauptet hat, alles selbst zu schreiben oder aus ihrem Herzen zu rappen usw. Die war immer ein Marketing-Geschöpf. Das Hip-Hop immerzu authentisch sein soll und Performer gleich Lyriker ist, projezierst du da eher rein. Effektiv wurde das aber nie in dem Maße gemacht. Ghostwriter gibt es wahrscheinlich schon, seit es Rap gibt. Und mehr, als sich auf die zu konzentrieren, die keine haben, kann man halt nicht machrn.

    • Vor 2 Monaten

      Ich denke es nicht zu normativ, ich habe nur Mindestanforderungen. Was hat etwas komplett Talentfreies ohne jegliche Eigenleistung noch mit Kunstform zu tun? Das sind eben die Schimmsten Auswüchse der Musikindustrie. Kapitalismus gibt es auch schon ewig, dennoch siehst du die Monopolisten zurecht noch kritischer, weil sie die Auswüchse einer ungesunden Entwicklung darstellen. Und sich zudem nur über fingiertes Image definieren. Same here.

    • Vor 2 Monaten

      Sehe ich wie der coole Typ. Es ist für mich definitiv ein Plus, wenn jemand eigene Texte hat und nicht nur interpretiert, aber auch andernfalls ist das natürlich Rap. Warum sollte das denn auch so grundsätzlich anders sein als in anderen Genres? Zumal es, wie ja auch schon der ein oder andere angemerkt hat, den ein oder anderen Classic mit Fremdtexten gibt.

    • Vor 2 Monaten

      Nachtrag: Handwerklich ist das in dem Video da oben zumindest in Ordnung, könnt ihr mir nix erzählen.

    • Vor 2 Monaten

      Für mich ist es Pietro Lombardo in weiblich, so vom Vortrag her. Dafür, dass der Text besser ist , kann sie ja nix;) Es wirkt einfach gruselig unglaubwürdig.

      Aber ja, es gibt auch Rapsongs, bei denen es mich weniger stört, da stimmt ich euch zu. Ist auch ein Unterschied, ob es sich um eine einmalige Kollabo mit einem anderen Rapper handelt, oder der gesamte Output fremdgeschrieben wird.

    • Vor 2 Monaten

      "Dafür, dass der Text besser ist , kann sie ja nix;)"

      Naja, streng genommen schon, oder? Lombardi wird seine Texte ja auch nicht selber schreiben. Insofern ist es doch schon eine Mehrleistung, einen guten statt einem schlechten Text auszusuchen/zu performen ;)

    • Vor 2 Monaten

      Wieso kann sie was dafür? Die ist doch 100% ein Kunstprodukt, als ob sie selbst entscheidet, wer was für sie schreibt...

    • Vor 2 Monaten

      Aber gut, wenn dem so sein sollte, wäre es auf Zwergdackelniveau eine Mehrleistung, ja ;)

  • Vor 2 Monaten

    Das Problem ist nicht, dass Shirin einen Ghostwriter hat, das Problem ist, dass sowas in einer Kolumne - mit Schwerpunkt Rap - diskutiert wird.

    • Vor 2 Monaten

      Warum?

      Rappen kann sie besser als all die Meros und UFOs (und auch als z.B. Xatar :D ), wobei ich natürlich weiß, dass die in deiner Rapkollumne auch nichts zu suchen hätten ;)

    • Vor 2 Monaten

      Ja, da unterscheiden wir uns wohl ;)

    • Vor 2 Monaten

      Wer da besser rapt ist aber auch ungefähr so eine Frage wie: Welcher Beinamputierte spielt besser Fußball?

    • Vor 2 Monaten

      Verstehe da aber auch die Ausgangsfrage vom Ehrenmann Haine nicht. Wie weiter oben erwähnt haben ja auch einige Rap-Legenden nicht selbst geschrieben.

    • Vor 2 Monaten

      "Wer da besser rapt ist aber auch ungefähr so eine Frage wie: Welcher Beinamputierte spielt besser Fußball?"

      Was ja durchaus eine legitime Frage ist:
      https://www.youtube.com/watch?v=7wb_Zfm1JIs

    • Vor 2 Monaten

      Du weißt, was ich meine ;) Man sollte nicht überall die übertriebene Moralkeule schwingen. Toll, dass gehandicapte Menschen auch bolzen können, keine Frage.

    • Vor 2 Monaten

      @dwh
      Mit "sowas" war die Künstlerin Shirin gemeint, nicht Ghostwriting.

    • Vor 2 Monaten

      Achja: CAPS mit der Blockwartmentalität deluxe. :lol:

    • Vor 2 Monaten

      @ caps
      Es gab vor 10 bis 15 Jahren so eine Doku von Nike "jogo bonito" mit Robinho, Falacao, usw.
      Da war ein Amputierter, der Sachen mit dem Ball gemacht hat, die selbst ein Robinho nicht fassen konnte :D

    • Vor 2 Monaten

      Blockwartmentalität wäre es, wenn ich den Alarm-Button hart drücken würde.

    • Vor 2 Monaten

      Außerdem ging es mir darum, dass Texte rappen, die andere geschrieben haben, ähnlich legitim ist wie als Einbeiniger Fussball zu spielen. Solange man halt nicht so tut als hätte man zwei Beine, während man mit seiner Prothese über den Fussballplatz in Kleinmachnow stolpert.

    • Vor 2 Monaten

      Legitim ist ja erstmal alles, was niemand anderen in Würde oder Freiheit einschränkt. Ob es dich jedoch zu einem veritablen Rapper macht...

    • Vor 2 Monaten

      "Legitim ist ja erstmal alles, was niemand anderen in Würde oder Freiheit einschränkt." dann ist rap zu 80-90% illegitim? ^^

    • Vor 2 Monaten

      Nur wenn du 10-12 und nicht in der Lage bist zu differenzieren. Ansonsten ist 90% Müll, aber nicht illegitim.

    • Vor 2 Monaten

      Das ist dann ja eigentlich nur die Frage, wie das Wort "Rapper*in" definiert ist. Wenn das für dich untrennbar mit Texte selber schreiben verbunden ist, dann sind für dich halt Shirin, Bubu, Dre und andere keine Rapper und können deswegen auch keine guten seien. Wenn man das aber rauslässt, dann ist Shirin schon nicht schlecht.

      Ich find ja Texte im Hip Hop sehr wichtig, und ich kann eher auf skills oder musikalisches verzichten, als auf gute Texte, aber was interessiert mich, das Chima Ede die hier geschrieben hat und nicht Shirin (nicht, dass ich mir mal das Album von Shirin angehört hätte, nur so als Beispiel), wären die Texte gut und gut vorgetragen, ich würde es feiern können.

      Muss sagen, dass sie das ehrlich zugibt, finde ich gut.

    • Vor 2 Monaten

      Ich find es nur so gut, wie ich gut finde, dass Verona P. nach Jahren zugegeben hat, dass ihre Titten unecht sind. Ehrt sie vllt, hat aber eh jeder mit Resthirn gewusst. Same here. Auch ansonsten analog dazu null Talent, Druck in der Stimme, oder irgendein anderes Talent. Das ist der große Unterschied zb zu Dre. Dann kannste eher Boygroups feiern, die können auch nix eigenständig, stellen nix dar, aber haben wenigstens Gesangstalent.

    • Vor 2 Monaten

      "Talent" war versehentlich inflationär, aber du checkst mich ;)

  • Vor 2 Monaten

    Oh bei dieser Diskussion ist Dr. Der und Peter Fox doch fast der Stift aus der Hand gefallen.

    • Vor 2 Monaten

      Der olle Fox soll endlich nochmal nen Solo raushauen!

    • Vor 2 Monaten

      Da sind wir echt diametral, ich hasse den ja. Er hat erst möglich gemacht, dass Marteria und andere den technischen Aspekt immer weiter zurückgefahren haben in der Fehleinschätzung, damit mehr "on point" zu sein. Nee, du bist nur verständlicher für Formatradio-Idioten
      ... Der Ursprung für die Schrottentwicklung ist also auch der Soloerfolg von Peter. Zudem sind die öden, generischen Krautbeats die Vorstufe der heutigen Grütze gewesen.

    • Vor 2 Monaten

      Mit Marteria und den Krauts habe ich nix am Hut. Fand nur sein Solo-Debut ziemlich gut und hätte da gerne einen Nachschlag.

    • Vor 2 Monaten

      Hat Peter Fox auch alles schreiben lassen? Krass, wusste ich gar nicht. Mag sein Album auch immer noch sehr.

    • Vor 2 Monaten

      "Hat Peter Fox auch alles schreiben lassen?"

      Ha, habe ich in der Tat nie hinterfragt, ich würde vermuten, er hat maßgeblich selbst getextet.

    • Vor 2 Monaten

      Ne, alles schreiben lassen hat er nicht. Das habe ich ein wenig polemisch zugespitzt, weil ich nicht die lowest hanging fruit Bushido ins Spiel bringen wollte. Aber die Texte für Stadtaffe sind zumindest kollaborativ entstanden. Einer von den Krauts hat da viel mitgeschrieben.

      So oder so ist das Album groß und ich kann zwar nachvollziehen, dass man einen Künstler mehr bewundert, wenn man ihn auch für den Texter hält, denke aber das Schreiben fast immer ein kollaborativer Prozess ist und fast Jedem ein Lektorat ganz gut tut. Der Sänger von The National schreibt seine Texte zusammen mit seiner Frau, was ich bei der Musik rech lustig finde :D

      Klar ist es nochmal was anderes, sich alles schreiben zu lassen und nur zum einrappen ins Studio zu kommen, aber wenn das dann geil klingt, bin ich da auch nicht böse drum.

    • Vor 2 Monaten

      Schau an, wieder was gelernt. Ansonsten sehe ich das durchaus ähnlich.

  • Vor 2 Monaten

    Wieso sagt denn keiner was dazu, dass das, was der hübschen Dame geschrieben wurde, absolute Grütze ist? Also das ist ja nicht mal gut. Das was Drake oder Miley Cyrus geschrieben wird, geht ja immerhin ab. Oder das was Bubu geschrieben wurde teilweise auch. Aber was die Shirin da von sich gibt, das schreib selbst ich der in fünf Minuten.

    • Vor 2 Monaten

      Stimme zu, absolut hingeklatschter Käse ohne irgenwelche Finesse, etc.

    • Vor 2 Monaten

      Naja, es erfüllt technische und inhaltliche Mindestanforderungen, die wirklich jeder Rapper in 15 Minuten pro Strophe hinklatschen kann, sie selbst aber halt nicht, weil sie keiner ist. Frag mich, ob sie die mehrsilbigen Reime selbst überhaupt raushört. Fremdtexte einigermaßen im Takt vortragen können sogar Kinder...

    • Vor 2 Monaten

      @OP Weils nicht stimmt? :koks:

      Im Ernst, es liegt mbMn hauptsächlich daran, dass die Diskussion über Ghostwriting im Allgemeinen einfach interessanter ist als die über sie im Speziellen.

      Tatsächlich ich finde das hier jetzt auch nicht überwältigend oder so, aber da sind schon paar smarte Lines und auch einige nette Reime dabei. "ohne irgendwelche Finesse" ist einfach falsch.

  • Vor 2 Monaten

    Ein Punkt noch zu Ghostwriting allgemein, weil mich das schon länger interessiert:

    Es wird ja immer wieder - mal mehr, mal weniger - auf Künstlern rumgehackt, die andere die Texte schreiben lassen. Warum bleibt das (meinem Eindruck nach) den Schreibern eigentlich erspart? Es ist doch zumindest seltsam, wenn zB Eminem gegen Rapper mit vermeintlichen Fremdtextern austeilt und selbst Texte ja nicht nur abgegeben, sondern zumindest Dre sogar auf den Leib geschrieben hat, mit vermeintlich persönlichen Bezügen und so.

    Also nicht, dass ich da jetzt einen Aufstand fordern würde und das Unwort "Doppelmoral" kommt mir außerhalb von Gänsefüßchen auch nicht über die Tastatur :D Aber es zeigt mMn schon, dass man sich landläufig eigentlich keinen ernstzunehmenden Kodex diesbezüglich zugelegt hat und das Thema lieber nach Gutdünken aufgekocht wird.

    • Vor 2 Monaten

      "Warum bleibt das (meinem Eindruck nach) den Schreibern eigentlich erspart?"

      :???:

      Warum sollte es ihnen denn nicht erspart bleiben? Die beiden Fälle stehen sich doch diametral gegenüber. Einmal versucht einer künstlerische Anerkennung zu bekommen, obwohl er nur ein Teil der Leistung erbracht hat und das andere Mal erbringt einer Leistung ohne dafür öffentliche Anerkennung zu bekommen/wollen. Einmal hat jemand im Zweifelsfall so wenig Kreativität, dass er sich etwas hinschreiben lassen muss und das andere Mal ist jemand als Schreiber gut genug, dass er selbst anderen Leuten etwas maßschneidern kann. Dass sich die Sympathien da unterschiedlich verteilen, ist doch nur natürlich.

    • Vor 2 Monaten

      Findest du? Ich dachte mehr so im Sinne von: Wenn ich die Ansicht vertrete, dass Künstler eigene Texte schreiben sollten, um als solche zu gelten, dann sollte ich Ihnen doch nicht meine geben.

    • Vor 2 Monaten

      weil halt ein sentino™ alleine keine platten verkauft. ein silla™ genau so wenig. oder ein moe phoenix (:lol: :lol:) auch eko™. aber ein fler™ oder ein bushido™ usw usf verkaufen halt. und wenn du von deinem schreiben/deiner kunst leben möchtest?

    • Vor 2 Monaten

      Ok, ist ein natürlich ein Argument. Ich war ehrlich gesagt noch bei Dre mit Leuten wie Jay-Z oder Eminem im Hintergrund, denen finanziell nicht so die Pistole auf der Brust gesessen haben dürfte. Aber die Regel dürfte zugegeben eher das Sentino-Szenario sein.

  • Vor 2 Monaten

    Sorry, aber was für ein Schwachsinn. Natürlich ist es legitim, wenn ein Künstler Texte für sich schreiben lässt, egal ob Rapperin oder nicht.
    In dem Falle ist der Rapper eben nur für den Vortrag zuständig. Wo ist da das Problem?
    Eine Rapperin ist in erster Linie eine Kunstfigur.
    Shirin David würde ich allerdings raten doch etwas mehr Geld in den Ghostwriter zu investieren, dann kommt vielleicht auch etwas vernünftiges rum.

  • Vor 2 Monaten

    Sorry aber was für ein Schwachsinn. Natürlich ist es NICHT legitim, wenn ein KÜNSTLER für sich schreiben lässt. Die Aufgabe von Kunst ist es doch sein inneres nach außen zu tragen und andere Menschen so einen Einblick in seine eigene Denke zu geben und damit (gegebenenfalls) Gesellschaftliche Probleme aufzuzeigen. Das ganze passiert ja dann auch der Kunst zu liebe. Das Problem besteht aber darin das 99% der "Künstler" kein Interesse daran haben ihre Gedanken und Gefühle nach außen zu tragen sondern stattdessen daran interessiert mit wenig Aufwand eine massentaugliche Musikproduktion auf den Markt zu bringen mit der sich Geld verdienen lässt. Solche Leute Produzieren aber nicht für sich sondern für andere um genau zu sein für die Bedürfnisse des Musikmarktes. Das macht die Klischee behafteten Loredanas und Pathos überzogenen Mark Fosters dieser Welt aber noch lange nicht zu Künstlern, sondern höchstens zu gut ausgebildete Popmusikhandwerker, und das was Shirin David hier abgeliefert hat ist auch nur Handwerk und dann auch noch vom untersten Niveau.

    Für andere Musik machen ist keine Kunst. Für sich Musik machen und andere damit erreichen dagegen schon.

    • Vor 2 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Monaten

      Nicht ganz so absolutistisch, aber im Ansatz durchaus zu unterschreiben. Differenzieren sollte man wirklich noch zwischen einer einmaligen Kollabo aufgrund von gegenseitiger Wertschätzung und/oder dem gleichen musikalischen Umfeld und deinen Auftragsarbeiten am Fließband.

    • Vor 2 Monaten

      Finde auch, die Idee ist eine schöne, daß jemand seine eigenen Texte vorträgt. Gibt in der Musikgeschichte aber auch unzählige Beispiele von Songwritern, die nicht gern performten und das dann Musikern überließen, "deren" Songs es dann wurden.

      Bei Rap versteh ichs nur etwas weniger. Immerhin würde man vermutlich so schnell keinem Rap-Texter eine Auszeichnung für gute Lyrik geben. Die Texte an sich sind fast nie gut, sondern brauchen idR. die Performance. Schatze, wenns vorkommt, wirds eine sehr enge Kollabo sein.

    • Vor 2 Monaten

      "Immerhin würde man vermutlich so schnell keinem Rap-Texter eine Auszeichnung für gute Lyrik geben."

      *hust hust*

      https://www.pulitzer.org/winners/kendrick-…

      Auch sonst natürlich ziemlicher Schwachsinn solange man nicht nur auf den Mainstream schielt.

    • Vor 2 Monaten

      Davon mal abgesehen ist die Ausgangsthese mMn ziemlich löchrig. Wenn jetzt Hanspeteralfred einen Song schreibt und ein Elton John oder eine Nina Simone sich das anguckt/anhört und sich sagt "Alter, ich fühl den Scheiß so richtig!" dann kann das, was dabei rauskommt ja immernoch genuine, von Herzen kommende nach außen gekehrte Emotion sein. Der Text/Song war dann halt einfach der Katalysator dafür.

      Davon mal abgesehen ist die Definition ja gerade für den Hiphop, den wir hier teilweise besprechen ja eh nur so mittelmäßig, dass es da sowieo oft eher um die Eigenpräsentation und das Kuktivieren eines Images geht.

    • Vor 2 Monaten

      Ein Musikpreis ist ein Lyrikpreis? Spielt eh nicht so die Rolle.

      Ansonsten haste ja so ziemlich das geschrieben, was ich auch sage. Stimme also zu.

  • Vor 2 Monaten

    Hätte echt nicht gedacht das es 2020 noch Relevanz hat, das Rapper ihre Texte nicht selber schreiben. Ist doch irgendwie naheliegend wenn man sich diese drogenkranken, seelisch verkrüppelten und sonst wie fehlgeleiteten Menschen anguckt, dass die nichts alleine schaffen. Da bedarf es Teils zehn co-Autoren (egal ob im englischen oder deutschen Sprachraum), obwohl der halbe Text nur aus Sprite, Lean, ni$$a und Versace besteht.