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Nicht Song des Sommers

Ja, vielleicht nicht der charmanteste Einstieg in die Kolumne, aber bleiben wir halt einfach bei immens bekannten Figuren im Deutschrap, die einfach etwas zu groß sind, um sie zu ignorieren. Ich würde mir nämlich gerne sparen, über Gzuz zu sprechen, der nach wie vor ein ziemlich ekliger Mensch ist, aber diese Single hier hat trotzdem Interesse bei mir geweckt:

Nicht, weil sie besonders gut wäre. Abgesehen von den absolut manischen Adlibs des albanischen Rappers Noizy (nicht zu verwechseln mit dem Vice-Musikkanal) gibt es hier musikalisch eigentlich nichts zu holen. Es beeindruckt eher, dass Gzuz inzwischen wirklich relativ verlässlich international gehen kann und auf Kollabos mit Rappern aus UK und Albanien trotzdem ziemlich klar der fokale Punkt des Songs bleibt. Er scheint wirklich so etwas wie das Aushängeschild für einen deutschen Drill-Sound zu werden, und wenn in diesen Bahnen nun vielleicht etwas weniger unausstehliche Artists folgen, dann könnte das eigentlich eine sehr schöne Sache sein. Dass Deutschland mal einen Sound hat, der nicht absolut derivativ von dem der Nachbarländer ist, sondern selbst etwas exportiert, das wäre ja schon ein Träumchen.

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