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Depression im Ghetto

Und bleiben dafür noch in Haftbefehls Heimat Frankfurt. Dort gab Hanybal am Freitag mal wieder eines seiner spärlich gesäten musikalischen Lebenszeichen von sich. Auf "Tränen Auf Beton" erzählt er im Tandem mit Ffragezeichen einmal mehr die klassische Depressionen-im-Ghetto-Geschichte, macht das aber so schnörkellos und stimmig, wie man es schon länger nicht mehr gehört hat.

Es bleibt zu hoffen, dass da in ferner Zukunft endlich wieder ein Album folgt, dass dann bestenfalls auch größere Zahlen schreibt als "Fleisch". Denn Hany hat als einer der sympathischsten und talentiertesten Figuren im Deutschrap den Nackenschlag den sein letztes Album nach sich zog, wahrlich nicht verdient.

Hinzu kommt, dass er das mit Abstand beste Twitter-Game in ganz Hip Hop-Deutschland hat. Neuerdings postet er leidenschaftlich Videos, wie er die Spatzen auf seiner Dachterrasse füttert. "Wenn jeder, der sich morgens immer seine BILD holt, das Geld sparen würde und damit Futter für die lieben Spatzen-Kolonien in seiner Nachbarschaft kaufen würde, wäre die Welt ein besserer Ort." Amen. Wieso können nicht mehr Rapper wie Hanybal sein?

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