Weil der Rockstar wegen Alkohol am Steuer angeklagt wird, zieht der Autohersteller ein Commercial zurück.

New Jersey (ebi) - Der Vorfall liegt schon länger zurück, sorgt aber erst jetzt für Schlagzeilen - ein Grund dafür ist u.a. das jüngste Super Bowl-Finale. Aber von Anfang an: Bereits am 14. November vergangenen Jahres war Bruce Springsteen im Nationalpark Sandy Hook in seinem Heimatstaat New Jersey wegen Alkohol am Steuer festgenommen worden. Zuerst hatte der Internetkanal TMZ, spezialisiert auf Skandale und Skandälchen von Prominenten, über Springsteens Fail berichtet.

Nun muss sich der Rockstar bald wegen dreier Vergehen vor Gericht verantworten, heißt es in Medienberichten: Trunkenheit am Steuer, gefährliches Fahren und Alkoholkonsum an einem Ort, an dem dies verboten ist. Bei seiner Festnahme habe sich der Boss "kooperativ" verhalten. Der gemessene Alkoholgehalt in seinem Blut lag dabei nur geringfügig über dem erlaubten Grenzwert. Wann genau Springsteen vor dem Kadi erscheinen wird, wurde nicht berichtet.

Der Boss beim Super Bowl

Pikant ist sein Fauxpas besonders deshalb, weil Springsteen das Gesicht eines Werbespot von Jeep ist, der auch in der Halbzeitpause des Super Bowls gesendet wurde. In dem zweiminütigen, "The Middle" betitelten Clip richtet der Rockstar eine emotionale Botschaft an seine Landsleute, die Nation nicht weiter politisch zu spalten. Dabei ist er im Auto auf den Straßen Amerikas zu sehen.

Bekannt wurde Springsteens Alkoholfahrt aber erst drei Tage nach dem Super Bowl. Nun sieht sich der Autohersteller genötigt, den Spot aus dem Programm zu nehmen, bis der Fall geklärt ist. Auf Youtube ist der Clip offiziell nicht mehr zu sehen. Jeep hatte offenbar ein ganzes Jahrzehnt daran gearbeitet, mit Springsteen drehen zu können. Das Camp des Rockmusikers lehnte bisher jeden Kommentar ab.

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Bruce Springsteen

Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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6 Kommentare mit 8 Antworten

  • Vor 9 Monaten

    Was für eine übertriebene Reaktion! Davon abgesehen gehört mindestens eine Anklage wegen Trunkenheit am Steuer zu einem echten "Rockstar" ja wohl dazu.

  • Vor 9 Monaten

    Traurig, wie sich diese die Rückgradlose Gesellschaft entwickelt hat. Aus Angst vor anonymen Internethate von Trollen.

    Dem Boss kanns egal sein, der wird sein Honorar bekommen haben. Und seinem Image wird die Nummer auch nix anhaben. Der einzige, der bei der Nummer verliert, ist Jeep.

  • Vor 9 Monaten

    Naja wer SUV fährt hat eh die Kontrolle über sein Leben verloren. Da ist dann ein alkoholisiertes Werbemaskottchen nicht weiter schlimm.

  • Vor 9 Monaten

    Dieser Kommentar wurde vor 9 Monaten durch den Autor entfernt.

  • Vor 9 Monaten

    Wird hier jetzt schon wieder die pöse Cancel-Kultur heraufbeschworen, weil sich ein Autohersteller dazu entschieden hat, einen Werbespot mit jemanden, der gerade wegen Alkohol am Steuer in den Schlagzeilen ist, aus der Zirkulation zu nehmen?

    Der Spot ist unter den gerade gegebenen Umständen schlicht nicht die beste PR und da ein Werbspot nun einmal genau das sein soll, ist das auch einfach nur eine relativ rationale Marketingentscheidung. Hätte jetzt irgendein prominenter Veganer Werbung für vegane Produkte gemacht und sich später herausgestellt, dass diese Person heimlich massenweise Schweinekoteletts herunterwürgt, hätte die entsprechende Firma ja genauso reagiert, ohne dass das zwangsweise als krasser Skandal interpretiert werden muss. Es ist halt einfach schlechte PR. Hier wird ja jetzt schon wieder so getan, als würde irgendein twitter-Mob versuchen, Springsteens Karriere ein Ende zu setzen oder sonstwas.

  • Vor 9 Monaten

    Dass der Werbespot verschwindet, ist gar nicht so schlecht. Dieser Brei aus Patriotismus, Autowerbung und der Kirche ist ja unsäglich.

    Übrigens, und das nicht negativ gesehen, zwitschert sich der Boss in den Filmen "Western Stars" und dem AppleTV-Gedöns zu "Letter to You" ständig einen Kurzen rein. Patron Tequila, schreibt der Rolling Stone, sei das Mittel seiner Wahl. Selbst getestet, kann nicht meckern. Prost!