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Platz 19: Jvcki Vai

Wer an koreanische Trapmusik denkt, denkt fast immer an Keith Ape. Das mag gerechtfertigt sein, schließlich trifft Hip Hop aus Seoul ohne K-Pop-Twang hier nicht gerade auf massiven Zuspruch. Blöd für den Westen, denn die haben den Come-Up von Jvcki Vai fast durch die Bank verschlafen. Die Rapperin verbindet ihren ultra-energetischen, melodisch komplexen Autotune-Rap mit überraschenden Flow-Pattern, einem Travis Scott-esken Wall-Of-Sound-Effekt, unglaublich treffsicheren Hooks und einer dichten Cyberpunk-Ästhetik.

Ihr Debütalbum "Enchanted Propaganda" könnte eins der exzentrischsten und einzigartigsten Trap-Alben überhaupt sein, wenn man sich mal auf den eigenwilligen Sound und den hyperaktiven Swagger eingelassen hat. Die Refrains auf "Digital Camo", "Anarchy" und "Capitalism" sind halsbrecherisch, die 808s klingen wie Erdbeben und die Uptempo-Synthesizer mach die Schose endlos tanzbar. Ob Jvcki Vai je den Sprung aus dem Seoul-Untergrund schafft, ist fraglich, aber dieses Projekt ist ein Juwel.

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