Vor 47 Jahren gab Aretha Franklin zwei Konzerte in der Missionary Baptist Church in Los Angeles. Nun kommt der Mitschnitt von Sydney Pollack endlich ins Kino.

Los Angeles (bal) - Vor 47 Jahren hat Aretha Franklin ihr legendäres Album "Amazing Grace" in der Missionary Baptist Church in Los Angeles aufgenommen. Jetzt kommen erstmals die Filmaufnahmen der aufeinanderfolgenden Abende ins Kino.

Nachdem Warner Brothers mit "Woodstock" gutes Geld verdient hatte, war die Nachfrage nach weiteren Musikfilmen groß. So wurde Sydney Pollack engagiert, um Franklins Auftritte aufzuzeichnen. Pollack hatte keinerlei Erfahrung mit Dokumentarfilmen und so entstand ein rechtes Chaos aus Tonspuren und Bildmaterial, über dem Cutter und Tontechniker verzweifelten.

Durch allerlei technische Errungenschaften konnte der Film Jahre später durch Produzent Alan Elliott fertiggestellt werden. Die Kinopremiere verzögerte sich aber weiter, da Aretha Franklin einer Veröffentlichung zu Lebzeiten nicht zustimmte.

Jetzt, gut ein Jahr nach dem Tod der Sängerin erscheint der Film also doch noch. Wer genau hinsieht kann in den Zuschauerreihen übrigens eine weitere Musiklegende erspähen: Mick Jagger sah sich den zweiten Auftritt in der Kirche an.

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2 Kommentare mit 2 Antworten

  • Vor 16 Tagen

    Alter!

    Ich liebe liebe liebe Aretha! Freue mich sehr auf den Film, auch wenn es einen Beigeschmack hat, dass sie dem Film eigentlich nicht zugestimmt hatte..

  • Vor 11 Tagen

    Also, rein handwerklich betrachtet ist der Film eine Katastrophe. Gerade, wenn man den Namen Sydney Pollack so liest. Verwackelte Bilder, viel verschwommenes Zeugs, eine ganze Reihe von eingefangenen Bildern, die an der eigentlichen Action vorbeigehen, eine Künstlerin, die teilweise sehr unvorteilhaft in Szene gesetzt wird, eine ganze Reihe von Patzern, Papa Franklin, der gönnerhaft über seine Tochter redet und dessen Ego während der Rede die Bühne überflutet, ... daß Aretha Franklin der Veröffentlichung nicht zugestimmt hat, kann ich absolut verstehen.
    Aber wahrscheinlich gerade wegen dieser Schwächen ist der Film authentisch und energiegeladen spannend bis zum Anschlag. Und insgeheim habe ich sogar die ganzen unsauberen Kleinigkeiten und die nicht mehr als nötig technisch aufgemotzten Bilder genossen, weil halt eben kein Hochglanzprodukt, weil eben gnadenlos ehrlich. Und wenn man dann noch hört und sieht, wie Aretha Franklin am Klavier oder am Pult keine Gefangenen macht, sondern aus ihrer Liebe zu Gott und der Musik körperlich und seelisch alles in die Waagschale wirft, was gerade in Reichweite ist, kann man gar nicht anders als allen Verantwortlichen R. E. S. P. E. C. T. zu zollen.
    Und beim letzten Lied hat sie mich doch noch erwischt *tränchen abwisch*.
    Richtig gut, allen Fehlern und Schwächen des Films zum Trotz.
    Gruß
    Skywise

    • Vor 11 Tagen

      Das würde ich genauso unterschreiben. Es ist mir nicht klar geworden, ob dieser amateurhafte Stil beabsichtigt oder die Arbeit daran einfach eine Katastrophe war, aber gerade heute wirkt der Film ehrlicher und involvierender als die meisten Konzertmitschnitte. Wunderbar!

    • Vor 10 Tagen

      Ui, das freut mich zu lesen. Wird am WE geschaut!