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PLATZ 8: "Scary Monsters" (1980)

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Was wäre der gemeine Musikjournalist nur ohne diese Platte? "Sein bestes Album seit 'Scary Monsters (And Super Creeps)'" wurde zum gefürchteten Satz, den jede Veröffentlichung der letzten 20 Jahre reflexartig begleitete. Dabei zeigt die häufige Verwendung den deutlichen Schnitt in Bowies Diskografie. Für lange Zeit bekam man ein letztes Mal den Künstler zu Gesicht, bevor er über Jahre hinter der Harlekin-Maske des Pop-Stars verschwand. Nun wieder ohne Brian Eno auskommend, filtert Bowie mit Tony Visconti die Weltmusik aus "Lodger" und konzentriert sich ganz auf New Wave. Robert Fripp (King Crimson) kehrt für das dissonante "Fashion", eine bitter verstrahlte Hymne auf die Dekadenz, noch einmal zurück. "Beep Beep". Das Selbstplagiat "Because You're Young" kann aber nicht einmal Pete Townshend retten. Spätestens Steve Stranges Make Up-Arbeit im "Ashes To Ashes"-Video verdeutlicht den New Romantic-Bezug und bedeutet für das Genre eine Initialzündung. Ein erster Evergreen fürs MTV-Zeitalter, für den Bowie sogar noch einmal den alten Major Tom aus der Kiste hievt. "My mother said to get things done / You'd better not mess with Major Tom."

Anspieltipps:

"Ashes To Ashes", "Fashion" und "Teenage Wildlife".

Besser weiträumig umfahren:

"Because You're Young".

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1 Kommentar mit 2 Antworten

  • Vor 5 Jahren

    mein ewigen "scary monsters§-trauma:

    man ziehe sich mal "because you're young" rein. das fängt mit einer echten götterspreisegitarre an. perfekter rock, perfektes riff, perfekte hook.....und dann?
    dann verflacht das teil so schrecklich unnötig und drängt den sechssaiter unnötig beiseite. meine ultimative bowie-enttäuschung.
    ansonsten habt ihr freilich recht.