Das Album nach dem Kassenerfolg gilt immer als große Herausforderung, vergleichbar mit dem zweiten Album nach dem umjubelten Debüt. In beiden Fällen stellt sich die Frage: Wird der Künstler es schaffen bzw. hält er es für notwendig, seinem Stil neue Nuancen abzuringen, einen unorthodoxen Weg einzuschlagen …

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  • Vor 6 Jahren

    Bin ja ein bekanntlicher The Queen Is Dead Fanatiker. Doch ich muss gestehen noch kein Einziges Morrissey Solowerk gehoert zu haben. Werden wohl mit dem hier einsteigen.

  • Vor 6 Jahren

    wow...jetzt bin ich ja auch total gespannt...das coverbild mit schwarzem labbi ist schon mal gelungen.

  • Vor 6 Jahren

    Dieses Album ist wirklich großartig. Viel besser als RotT und YoR. Selten genug, dass ich sowas nach dem ersten Hördurchgang behaupten kann.

  • Vor 6 Jahren

    So viel Hass auf Fleichfresser, wo er doch selber mal hier und da ein Wienerwürstchen genießen tut. Aber die Rezension hört sich schon einmal gut an. Werde ich mir mal streamen.

  • Vor 6 Jahren

    J'adore Mozzior! Gelungenes Album, wird noch viel, viel, viel durchgehört. Besser als Quarry, Ringleader oder Years.

  • Vor 6 Jahren

    ich hab noch nie etwas von dem gehört und glaube echt, dass er gut ist. Aber der Typ kommt mir soooo dermassen unsymphatisch rüber das ich mich einfach nicht traue.

    Ich krieg immer aus Reflex bock auf nen Burger mit dreifach Fleisch und Speck oben und unten, dazu ein paar Chicken Nuggets und ein Pferdesteak. ...

    • Vor 6 Jahren

      Naja, er IST auch unsympathisch. Sozusagen sein Markenzeichen.

    • Vor 6 Jahren

      Sehe ich ähnlich. Hat aber letztlich auch nichts mit der Qualität zu tun, aber unsympathisch ist er allemal

    • Vor 6 Jahren

      ne eben, das ist es ja. Wie gesagt, ich glaube er würde mir wirklich gefallen.
      Aber ich will nicht >.

    • Vor 6 Jahren

      Jetzt sei nicht so ne verfilzte Muschi und hör einfach mal rein. Hab's getestet, sind keine unterschwelligen Botschaften drin, die einen zum Veganer machen.
      Hinterher gab es Thunfisch, also hat's wohl kaum geschadet.

    • Vor 6 Jahren

      davor hab ich keine Angst das der mich zum Veganer macht. Aber irgendwas sträubt sich in mir mir so n Arschloch an zu tun x)

    • Vor 6 Jahren

      Vielleicht bin ich's auch einfach gewohnt. Viele meiner Lieblingsbands bestehen aus Arschlöchern.

    • Vor 6 Jahren

      Müsste ich alle unsympathischen Sänger und Bands aus meinem CD-Regal werfen, dann wärs da jetzt wesentlich leerer drin...

    • Vor 6 Jahren

      zugegeben, die meisten Interpreten kenne ich nicht. Mögen alles Arschlöcher sein aber sie sinds wenigstens diskreter. Dieserhier springt einem ja mit der Rosette direkt ins Gesicht und lacht dich aus. :(

    • Vor 6 Jahren

      Und seit wann stehst du da nicht mehr drauf?

    • Vor 6 Jahren

      ich bin auf den Geschmack gekommen und hab von der passiven auf die aktive Sodomie gewechselt.

    • Vor 6 Jahren

      "Ich krieg immer aus Reflex bock auf nen Burger mit dreifach Fleisch und Speck oben und unten, dazu ein paar Chicken Nuggets und ein Pferdesteak. ..."
      Das gleich nach der Aussage zu schreiben, jemand anderes sei ein Arschloch, ist auch ein Kunststück. Oder aber Dummheit.

    • Vor 6 Jahren

      ja ... verrückt. Man wird selbst zum Arschloch um es dem Arschloch zu zeigen. War mir so nicht bewusst. ... dann mach ich das Kreuzchen mal bei Dummheit.
      Andere sagen es ist menschlich wenn man Arschlöchern nicht die Rosette küsst aber du bist vermutlich n echter Stiefellecker. Jedem das seine. :)

    • Vor 6 Jahren

      Ne, Ragism ist nur pseudointellektuell :-D

    • Vor 6 Jahren

      das ist klar.
      Naja es gibt grundsätzlich halt einfach zwei Arten wie man mit Arschlchern umgeht.
      1) selbst zum Arschloch werden
      2) die andere Wange hinhalten.

      offenbar gehör ich zu Fraktion 1). Was da nun besser ist .... hmm.

    • Vor 6 Jahren

      Kommt für mich auch auf das Maß der Arschlöchrigkeit an. Wenn ein Morrissey jeden Karnivoren am liebsten an die Wand stellen würde, hätte ich auch eher Spaß daran, vor seinen Augen an einem Gyrosspieß wie an nem Maiskolben rumzuknabbern.

    • Vor 6 Jahren

      @Cafi Arschloch zu werden ist einfacher. Und hier treiben sich sowieso viele Musiksnobs rum .
      Hmmm. Chicken Nuggets *drool*

    • Vor 6 Jahren

      ich werd ja auch nicht immer zum Arschloch ... nur beim dem hier reizt es mich irgendwie.
      Nur um das klar zu stellen, ich will das nicht als lobenswert hinstellen. Ich verstehe meine Antiphatie auch nicht ganz und bin mir durchaus bewusst, dass mir deswegen was durch die Lappen geht, dass mir musikalisch halt gefallen könnte.
      Aber man muss ja nicht alles mögen.

    • Vor 6 Jahren

      Morpho hat da schon recht, sei nicht so eine verfilzte Muschi und hör rein. Werde ich auch später tun.

    • Vor 6 Jahren

      ja ich weiss. >.>

    • Vor 6 Jahren

      Morrissey ist ein Arschloch, weil er Menschen ankreidet, daß sie gedankenlos Lebewesen leiden lassen, die ebenso leidensfähig sind wie Menschen? Der Schluss kommt mir eher wie eine Kurzschlussreaktion vor. Fühlt sich da jemand ertappt?

    • Vor 6 Jahren

      ohhhh jaaaaaaa... du hast mich soooooo ertappt.
      klischeehafter kannst du eigentlich gar nicht daherkommen ^^

    • Vor 6 Jahren

      Willkommen bei laut. Die Site mit laufenden Klischees.

    • Vor 6 Jahren

      Wenn ich sehe, was sich die Fleischfresser hier so erdreisten, kipp ich vor Schreck jedes Mal fast aus den Birkenstocklatschen. Darauf erstmal ne Runde Yoga zur Greatest Hits of Walgesang.

    • Vor 6 Jahren

      Wenn nicht, dann erkläre doch bitte mal, was Morrissey zum Arschloch machen soll. So wie Du das begründet hast, klappt das nämlich überhaupt nicht. Wenn sich einer hinstellt und sagt: "Menschen, die Kinder massakrieren, sind gewissenlose Bastarde" - ist er dann auch ein Arschloch?

    • Vor 6 Jahren

      er ist ein Arschloch weil er immer Sachen sagt, die Arschlöcher halt so sagen. Ein typisch militanter Vegetarier der allen anderen Scheisse ins Hirn plaudert nur weil sie Fleisch essen - ohne zu berücksichtigen woher die ihr Fleisch haben oder woher sie es kaufen - ist im Normalfall eben ein Arschloch.
      Ich kenn den Typ ja nicht persönlich, vielleicht irre ich mich auch total. Geschenkt. MEIN Eindruck den ich von ihm aber habe ... von seinem Öffentlichen Bild ... ist halt ein Arschloch.
      Auf den selten dämlichen Vergleich von einem Schlachtrind zu einem Kind lass ich mich gar nicht erst ein. Kann eigentlich auch nur nem Arschloch in den Sinn kommen.

      Aber jeder wie er mag. In DIESEM Fall bin ich nämlich ausnahmsweise mal kein Arschloch. Wer kein Fleisch essen will (aus welchen Gründen auch immer) soll das um Gottes willen gerne machen. Da geht mir kein Gold ab.

    • Vor 6 Jahren

      Ach, komm. Zum millionenfachen Foltern und Schlachten von Tieren in Mastbetrieben gibt es überhaupt keinen passenden Vergleich. Du verstehst nur die eigentliche Absicht des Vergleichs nicht, nämlich das, was Du getan hast: Einem Menschen, der anderen gerechtfertigterweise grausames Verhalten ankreidet, als Arschloch zu bezeichnen. Und da ist der Vergleich natürlich passend. Hätte auch schreiben können: "Wer anderen bewiesenen Totschlag/Misshandlung vorwirft" und der Kern des Vergleichs hätte sich nicht verändert. Auch hier willst Du Dich nicht drauf einlassen, weil Du Dich dann mit Deinen eigenen Moralvorstellungen auseinandersetzen müsstest.

      Es gibt de facto keine Möglichkeit, auf moralische Weise Fleisch zu essen. Erstens gibt es rein anteilsmäßig fast kein "Bio-Fleisch" - es stammt zu 97% aus Mastbetrieben, Tendenz steigend. Zum anderen ändert selbst Biofleisch nichts daran, daß nicht minder leidensfähige Lebewesen gequält und geschlachtet werden, für verhältnismäßig geringen Genuss. Ich halte nicht gerne Vorträge zum Thema, aber hier will ich Dir nur zeigen, daß Du keine Argumentationsbasis dafür hast, Morrissey etwas anzukreiden. Er hat über Fleischkonsum in jeder Hinsicht recht, jede Art von Untersuchung und wissenschaftlichen Studien stützt ihn in der Hinsicht: Es ist falsch, Fleisch zu essen. Und so bleibt Fleischessern, die auf ihn reagieren, auch nichts anderes übrig, als mit Beleidigungen zu antworten. Argumente haben sie nämlich nicht.

      Zum Glück machst Du aber noch die Einschränkung, daß dies nur DEIN persönlicher Eindruck von ihm ist. Es stimmt ja, er fällt immer wieder durch sehr kompromisslose und wüste Bemerkungen auf. Es ist aber ziemlich zwecklos, reflexhaft mit Beschimpfungen und vorschnellen Schlüssen zu reagieren. Bei näherer Betrachtung hat der gute Mozz nämlich fast immer recht. Arschlöcher mit Doppelmoral und wenig Verstand sind meistens dann doch diejenigen, die sich über ihn aufregen.

    • Vor 6 Jahren

      Ob es eine Möglichkeit gibt auf moralische Weise Fleisch zu essen, kommt doch ganz darauf an welchen moralischen Maßstab man anlegt.

    • Vor 6 Jahren

      Klar, man kann auch Einbrecher fragen, ob Diebstahl okay ist. Oder Schläger, ob Gewalt in Ordnung geht ;)

    • Vor 6 Jahren

      Zum Glück ist meine Vorstellung von Moral, Werten und dergleichen weitestgehend nihilistisch geprägt und ich muss mir um den ganzen Scheiß keine Gedanken machen. Wenn Menschenfleisch erstens lecker und zweitens obendrein noch legal zu beziehen wäre, wär's mir ja auch egal, in welchen Verhältnissen, das Vieh geschlachtet würde.

    • Vor 6 Jahren

      Vor ein paar Jahren habe ich drei Monate lang kein Fleisch gegessen und gemerkt, dass es durchaus ein Argument dafür gibt:
      Eisenmangel.

    • Vor 6 Jahren

      @Ragism: Das könnte man auf jeden Fall machen. Man könnte auch mal genauer darüber grübeln, nach welchen moralischen Grundannahmen Diebstahl als falsch anzusehen ist. Respekt gegenüber dem Eigentum des anderen dürfte da ja im Großen und Ganzen ausreichen.
      Mit Fleischverzehr kann mans sich ja mal auch bisschen genauer anschauen. Die meisten sehen zum Beispiel das Leben eines Tiers nicht gleichwertig mit dem eines Menschen (man dürfte ja kaum einen Fuß vor die Tür setzen bzw. in dem zur Tür gehörigen Haus wohnen, wenn man das konsequent so sehen würde). Außerdem ist es denkbar und möglich, Tierhaltung in würdigen Verhältnissen zu betreiben, sie zu schlachten ohne sie zu quälen etc. Weiter sind manche Menschen auf Fleischverzehr angewiesen um ihre Familie zu ernähren usw. ...

      Ich hab keine Lust und Zeit eine große Diskussion loszutreten, was ich insgesamt sagen wollte ist: Fleischverzehr universell für moralisch falsch zu erklären, und alle "Omnivoren" pauschal für unzurechnungsfähig zu halten was die Thematik betrifft, finde ich snobistisch.

      Das meint glaube ich auch CafPow mit militanter Vegetarier und Arschloch.

    • Vor 6 Jahren

      Ich ess' zwar auch kein Fleisch, aber: Eine Tante von mir führt (ich würd's mal hobbymäßig nennen) so 'nen klassischen Bilderbuch-Bauernhof, da leben die Tiere in überschaubaren Grüppchen, werden nicht mit Antibiotika vollgestopft und streunen frei über halb wilde Wiesen. Die leben quasi wie die Maden im Speck. Und gelegentlich wird dann so einem Huhn auch mal kurz und schmerzlos unter freiem Himmel die Kehle durchgeschniten, damit's später in den Topf wandern kann.
      Die Tiere haben haben für ein paar Jahre 'ne schöne Zeit, wahrscheinlich sogar ein besseres Leben (und einen besseren Tod) als sie je in Freiheit hätten - das find' selbst ich als Vegetarier absolut moralisch vertretbar. Diese Hardliner-These "Es gibt de facto keine Möglichkeit, auf moralische Weise Fleisch zu essen" teile ich da also nicht mit dir, Ragism.

    • Vor 6 Jahren

      Eisenmangel hat nicht viel mit fehlendem Fleischkonsum zu tun, er fällt dadurch aber schneller auf, weil Vegetarier schneller befürchten, an Mangelerkrankungen zu leiden. Eisenmangel ist ein Problem, das beinahe alle Menschen in Deutschland haben, unabhängig davon ob sie Fleisch essen oder nicht. In der Regel verschreibt einem ein guter Arzt dann auch Tabletten, oder aber Soja - da ist nämlich 3x so viel Eisen drin wie in einem Steak.

    • Vor 6 Jahren

      Ja, danke, DaFunk, darauf wollte ich hinaus. Du hast's nur viel schöner und klarer formuliert.

    • Vor 6 Jahren

      Tabletten, die hergestellt werden von Firmen, die möglicherweise auch nebenbei Tierversuche durchführen?

      Der absolute Eisengehalt von Soja mag höher sein als der eines Steaks (durchs Braten entwässert oder roh, sollte man dabei angeben), er wird jedoch schlechter vom Körper resorbiert, weil das Eisen im Gewebe von Tieren und Pflanzen unterschiedlich gebunden wird.

    • Vor 6 Jahren

      @DaFunk: Im Alltag ist es sicherlich naheliegender, ein Tierleben und das eines Menschen nicht gleichwertig zu betrachten. Daraus sollte aber nicht folgen, daß man auf alle nicht-menschlichen Säugetiere scheißen sollte. Säugetiere, Amhibien, Reptilien und Fische haben äußerst ähnliche Schmerzrezeptoren und reagieren auf Gefahren mit einem ennähernd exakten Stressverhalten. Kaum ein Biologe würde davon ausgehen, daß die meisten Tiere weniger zu leiden haben als Menschen.
      Höchstens Insekten sind bislang nicht als gleichwertig leidensfähig zu betrachten. Und ich schätze, das meintest Du auch mit dem "Fuß vor die Tür setzen".
      Und natürlich ist es etwas anderes, "aus Versehen" zu töten oder aber in vollem Bewusstsein.

      Wenn man so denkt, daß man nur auf Menschen achten sollte, ist man meiner Meinung nach nicht nur geisteskrank, sondern darf gerne auch mal den Versuch anstellen, die eigenen Haustiere abzustechen - wäre ja nur konsequent und auch nicht weiter schlimm. Daß diese Ansicht also falsch ist (oder nicht 100%ig richtig sein kann), kann jeder mit diesem Gedankenexperiment nachvollziehen.

      Ein Vegetarier oder Veganer tötet natürlich auch Lebewesen, dazu zählen Pflanzen schließlich auch. Hier ist ein Vergleich der Leidensfähigkeit, vor allem in psychischer Hinsicht, aber viel weniger sinnvoll.

      Wir dürfen auch nicht vergessen, daß es mit diesem einfachen Arschlochkriterium (nämlich das, ob jemand bereit ist, Mitsäugetiere quälen zu lassen) nicht getan ist. Die Umweltverschmutzung und der Klimawandel werden viel eher durch den Fleischkonsum befördert als durch den gesamten Autoverkehr der Welt. Einer Kalorie Fleisch entsprechen 16 Pflanzenkalorien. Er ist also in erster Linie Verschwendung wertvoller Ressourcen. Überzeugte Fleischesser werden an dieser Stelle schon längst abgeschaltet haben, aber wer diskutieren möchte und Interesse hat, wird das vermutlich auch in die Waagschale legen wollen.

    • Vor 6 Jahren

      @Schnuddel: Solche Bauernhöfe finde ich auch wunderbar und vorbildlich! Sie machen aber einen minimalen Anteil der gesamten Fleischproduktion aus, wie ich schon geschrieben habe. Außerdem sterben diese Höfe aus, die Mastproduktion wird sie demnächst vollständig verdrängt haben.

      @Alfalfa: Dies ist ähnlich falsch gedacht wie die angeblich schlechtere Aufnahme pflanzlicher Proteine. Der menschliche Körper hat es in beiden Fällen viel leichter, pflanzliche Proteine und Eisen zu verarbeiten, da dafür seine Verdauung ausgelegt wurde. Tierische Nährstoffe müssen erst mühsam zerlegt und aufbereitet werden, bevor sie dem menschlichen Körper nützlich sein können. Ein menschlicher Körper hat selbstverständlich wenig Interesse daran, Substanzen zu verstoffwechseln, aus denen der eigene Körper besteht.
      Wer Fleisch isst, wird den Dämmerzustand nach einer ordentlichen Portion Fleisch zur genüge kennen. Er hat auch damit zu tun, daß der Körper sich abmühen muß, etwas zu verdauen, aus dem er zu einem guten Teil selbst besteht.

    • Vor 6 Jahren

      Die Tiere werden dennoch möglicherweise unethisch zwecks Profitmaximierung gehalten - wenn auch nicht geschlachtet - wenn man auf Fleisch weitgehend verzichtet und stattdessen überdurchschnittlich viele Milchprodukte zu sich nimmt. Man könnte da jetzt das Argument ausbreiten, ob ein langes Tierleben unter widrigen Bedingungen schlechter ist als ein kurzes unter ebensolchen. Ich denke, ein Pauschalurteil ist da gar nicht möglich. Wenn es mitunter trashiges Vorortvolk gibt, das sich neutral gelaunt Fastfood reinkloppt bis zum Armageddon, wird es solche Schlemihls vielleicht auch unter Tieren mal geben (sicherlich nicht die Mehrheit).

      Ich esse zweimal die Woche Fleisch, einmal Fisch/Geflügel, einmal Rind, und fühle mich nicht täglich wie unter dem heißen Eisen gebügelt. Bei völligem Verzicht war das für mich damals anders, und Pillen möchte ich aus oben genannten Grund auch nicht massenweise kaufen gehen.

      Hier noch ein moralisches Dilemma: Es gibt auch fleischfressende Tiere, die durch ihre Ernährung ebenfalls Leiden bei anderen Spezies verursachen. Was fängt man mit denen an?

    • Vor 6 Jahren

      Es ist für den Körper unter den "richtigen" Umständen überhaupt kein moralisches Problem, sich selbst anzugreifen (der Kahle Krempling z.B. enthält ein Antigen, das beim Menschen die Autohämolyse auslöst). Dir wird auffallen, dass die Darmzotten gegen ihre Selbstverdauung durch einen resistenten Film geschützt werden und aus diesem einen Grund nicht verdaut werden. Nach ethischen Problemen fragen Enzyme in der Regel nicht.

      Wie du behaupten kannst, dass z.B. die in Pflanzen nun wirklich omnipräsente Cellulose nicht vom Körper über mehrere Schritte zerlegt werden müsste, tatsächlich kann der menschliche Körper das gar nicht, erschließt sich mir auch nicht.

    • Vor 6 Jahren

      @Ragism: Meine Bemerkung, dass allgemeinhin ein Tierleben nicht gleichweitig mit einem Menschenleben gesehen wird, impliziert nicht dass ein Tierleben nichts wert ist. Sondern nur, dass man nicht einfach Tierschlachtung mit Mord gleichsetzen kann (was Morissey übrigens desöfteren macht) um daraus zu folgern dass Tierverzehr falsch ist. Hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen.

      Deine Abstufung zwischen Säugetieren, Amphibien etc einerseits und Insekten andererseits kann ich in gewisser Weise nachvollziehen, allerdings meine ich auch gelesen zu haben, dass auch Insekten so etwas wie Angst Stress und Schmerz spüren können, auch wenn es vielleicht nicht gleichwertig anzusehen ist mit dem Schmerzempfinden von Säugetieren und Co.

      Ist aber auch relativ egal, es geht nicht nur um Insekten. Ich meinte mit dem "man dürfte keinen Fuß vor die Tür setzen" einfach, dass man im täglichen Leben den Tod von Tieren billigend in Kauf nimmt und das mit Menschen nie in gleicher Weise machen würde. Während der Froschwanderung fährt man auch dann zur Arbeit, wenn man zu 10%iger Wahrscheinlichkeit auf dem Weg nen Frosch plattfährt. Ein Wohnhaus stellt man auch dann auf, wenn man davon ausgehen muss dass dabei die ein oder andere Maulwurf- oder Igelfamilie dran glauben muss. Wären das Menschen, die man da versehentlich tötet, würde man sich anders verhalten.

      Das alles diente nur dazu, zu illustrieren dass ein Tier- und ein Menschenleben von den allermeisten nicht als gleichwertig gesehen wird.

      Der ökologische Aspekt ist ein Argument dafür, weniger Fleisch zu essen (zumindest für mich). Zum Vegetarismus verpflichtet das aus meiner Sicht aber nicht.

    • Vor 6 Jahren

      dann friss eben kein Fleisch. Aber halt mir nicht natürliches Verhalten vor indem ich weiterhin Fleisch von Betrieben geniesse, die ihr Fleisch eben nicht von Mastbetrieben holen. Sei kein Arschloch.

    • Vor 6 Jahren

      und aus Ernährungssicht essen wir wohl alle zu viel Fleisch (ich auch). 1-2 mal pro Woche würde wohl reichen. Geschenkt. Aber dass der Mensch einfach ->AUCH

    • Vor 6 Jahren

      .....
      einfach _auch_ Fleisch essen kann, ist einfach gegeben. Man kann auch Vegetarisch / Vegan leben, nix dagegen. Aber man muss nicht.

  • Vor 6 Jahren

    Klingt genial - ist genial! Ich freue mich sehr, daß unser aller Hardcore-Herbivore wieder einen ordentlichen Treffer landen konnte!

  • Vor 6 Jahren

    Ich bin ja schon froh, das die CD in einer richtigen Hülle kommt und nicht wie die re-Releases in zusammengeklebten Pappen, wo man die CD nicht rauskriegt.
    So sinken nach 25 Jahren Fan-sein die Ansprüche.

  • Vor 6 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 6 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 6 Jahren

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  • Vor 6 Jahren

    Immer wenn ich ein Bild von dem sehe, denke ich an Nino de Angelo. Das macht ihn nicht gerade symphatisch bzw. der sieht kacke aus also brauch ich den nicht. Die Smith sind auch an mir vorbei gegangen und nun das......seit Monaten gibt es 3-4 Sterne für irgendwelche Durchschnittskacke und die Autoren schreiben nur belanglose Rezis. Aber hier hat mich schon die Einleitung Ninos Bild vergessen gemacht und richtig angefixt. Endlich mal was stimmiges mit dem was es zu hören gibt. Erinnert mich ein wenig von der Stimmung an das letzjährige Artic Monkey Album AM, aber noch einen Tacken besser. Auch von mir volle Points. Was soll das noch schlagen dieses Jahr?

    Gruß Speedi

  • Vor 6 Jahren

    "our masters voice is back" - four stars 4 Harvest and five 4 mozza.

  • Vor 6 Jahren

    Wieder was fürdie Pseudointellektuellen

  • Vor 6 Jahren

    Wüsste nicht, was an "Each time you vote you support the process" zu kritisieren wäre. Dem ist schließlich so. Viel wichtiger ist es zu beachten, daß politisches Leben nicht mit der Farce einer Wahl endet. Wirkliche Politik wird in viel kleineren Räumen betrieben. Wie Zappa schon wusste, ist die große Politik, die in parlamentarisch-repräsentativen Rahmen stattfindet, "der Unterhaltungszweig der Großindustrie".
    Morrissey ist eben ein viel zu großer Künstler, um sich mit Nebensächlichkeiten zu begnügen.

  • Vor 5 Jahren

    Den Ton-Ingenieur der den grauenhaften Klang dieser Platte zu verantworten hat würde ich gern mit Lötkolben behandeln...
    Naja, für die Wald und Wiesen Soundprolls mit ipod und billig Hörern wird's wohl reichen...