Porträt

laut.de-Biographie

Look Mum No Computer

Man könnte meinen, der Homo sapiens hat es in seiner Geschichte musikalisch nicht sonderlich weit gebracht. In der Steinzeit schlug er noch mit Stöcken auf Steine, im 21. Jahrhundert hat sich daran fast nichts geändert, nur jetzt nutzt er Legosteine ... Moment mal: Legosteine??? Tatsache. Fragen sie den britischen Multiinstrumentalisten Sam Battle alias Look Mum No Computer.

Den 1989 in Grantham, England geborene Musiker und Erfinder fasziniert Mechanik schon in der Kindheit. Er schraubt so ziemlich alles in seinem Haushalt auf, das nur einen Hauch von Technik beinhaltet, um es genaustens zu studieren. Im Laufe der Zeit entwickelt er ein Interesse an modularen Synthesizern. 2014 gründet er mit drei Freunden die Indie-Rock-Band Zibra. Trotz eines Auftritts beim Glastonbury Festival im Folgejahr sollte seine Bandkarriere nur kurz weilen. Seitdem konzentriert er sich auf seine Solo-Karriere, vor allem auf seinem YouTube-Kanal.

Dort präsentiert er hauptsächlich selbst erstellte Modular-Synth-Komponenten sowie auch seine eigenen instrumentalen Kreationen und erklärt deren Konstruktionsprozess. Eine Erfindung wirkt schräger als die andere, dazu zählen unter anderem eine aus Flammenwerfern gebaute Orgel, eine Orgel aus 44 Furbys (elektronische Spielzeugtierchen), Synthesizer aus Spielekonsolen wie dem Nintendo Gameboy oder Sega MegaDrive oder aus Fahrrädern, sowie, wie anfangs angedeutet, ein Step Sequenzer und Keyboard aus Lego-"Minecraft"-Bausets, für die er Klemmbaustein-Geklimpler und Sounds aus dem Videospiel sampelte.

Teilweise erreichen seine Videos mehrere Millionen Views. Viele seiner Erfindungen und weitere kuriose Artefakte der elektronischen Musikgeschichte stellt er in seiner seit 2021 geöffneten Ausstellung "This Museum Is (not) Obsolete" in Ramsgate aus.

Auch seine Musikkarriere treibt er voran. 2019 veröffentlicht er seine erste Single "Groundhog Day" und tourt im selben Jahr das erste Mal durch Großbritannien, die Schweiz und auch Deutschland. Auch für seine Live-Performances steht er vor dem Kabelsalat eines modularen Synthesizers. Seit 2019 droppt er ein ganzes Dutzend EPs und im Jahre 2024 auch sein erstes Album "Double Barrelled Decadence". Neben seinen Solo-Projekten kollaboriert er auch mit anderen elektronischen Komponisten wie Hainbach aus Deutschland und Cuckoo, sowie dem spanischen Gitarristen Pedro Javier González und der britisch-russischen Theremin-Spielerin Lydia Kavina.

Anfang 2026 wird bekannt, dass Look Mum No Computer mit dem Synth-Pop-Titel "Eins, Zwei, Drei" Großbritannien beim Eurovision Song Contest in Wien vertritt, in der Hoffnung, dass sein einzigartiger Sound seine Nation nach mehreren erfolglosen Jahren zurück in die erste Tabellenhälfte katapultiert.

Alben

Surftipps

  • Offizielle Seite

    Wofür sind all diese Regler?

    https://www.lookmumnocomputer.com/
  • Bauprojekte

    Wenn Daniel Düsentrieb Mukke machen würde

    https://www.lookmumnocomputer.com/projects
  • YouTube

    Er macht Musik und Dinge, die Musik machen

    https://www.youtube.com/channel/UCafxR2HWJRmMfSdyZXvZMTw
  • This Museum Is (not) Obsolete

    Schrille Musiktechnologie zum Anfassen

    https://this-museum-is-not-obsolete.com/
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    Extras & Behind The Scenes

    https://www.instagram.com/lookmumnocomputer
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