laut.de-Kritik

Stimmige und tanzbare Pimprock-Platte mit echtem Underground-Charakter

Review von

Rekordverdächtige 2 Millionen Stück des Albums wurden in den USA schon vorab der Veröffentlichung verscherbelt. Ob dieser regelrechte Ausverkauf gerechtfertigt ist? Es wird nicht einfach sein, das grandiose Debut "Three Dollar Bills Y'All$" zu übertreffen.

Die Bizkits haben deshalb wieder einige Zugpferde aus ihrer Family mit am Start, wie z.B. den suchtgefährdeten Steintempelpilot Scott Weiland, der zusammen mit Korns Jonathan Davis bei dem zähflüssigen "Nobody Like You" die Background-Vocals ins Micro haucht. Oder Gang Starr's DJ Premier, der den von der Grundstruktur eher durchschnittlichen Hip Hop Song "N 2 Gether Now" mit einem groovenden Harfen-Sample zum Geheimhit der Platte aufpeppt. Sogar der Method Man vom Wu Tang Verein darf noch sein affektiertes "Shut The F*** Up!" beisteuern. Das Ganze professionell abgemischt unter Aufsicht von Krachmacher Terry Date.

Da werden wieder haufenweise sozialkritische Messages abgelassen. Es geht um Verrat und Gewalt in den "Shtreets": Gangsymbolik und Sprayerkunstwerke auf dem Inlay verbildlichen die Thematik. Und natürlich entsteht so zusammen mit den sägenden Gitarrenriffs, die von eingängigen Raps und kreischenden Scratches überlagert werden, eine stimmige und tanzbare Pimprock-Platte mit echtem Underground-Charakter (keep it real!).

Dieser trägt zwar eher zur Verherrlichung der Bandenklischees bei den wohlbehüteten Mittelklasse-Skaterkids bei, deren Eltern sich einen Dreck um die Parental Advisory scheren. Insgesamt aber ein recht würdiger Nachfolger für das 97er-Debut, das alle Zweifler zum Schweigen und alle Gegner in Gläubige verwandeln könnte.

Trackliste

  1. 1. Intro
  2. 2. Just Like This [RealAudio-Hörprobe]
  3. 3. Nookie
  4. 4. Break Stuff
  5. 5. Re-Arranged
  6. 6. I'm Broke
  7. 7. Nobody Like You [RealAudio-Hörprobe]
  8. 8. Don't Go Off Wandering
  9. 9. 9Teen 90Nine
  10. 10. N 2 Gether Now
  11. 11. Trust?
  12. 12. No Sex
  13. 13. Show Me What You Got
  14. 14. A Lesson Learned
  15. 15. Outro

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19 Kommentare

  • Vor 14 Jahren

    Ich war selten von einem Album nach dem ersten durchhören begeistert aber Significant Other ist auf jeden Fall eines der Alben das mich gleich vom Beginn an voll überzeugt hat. Das ist Limp Bizkit wie man sie kennt. Kräftiger Gitarrensound mit Hip Hop Elementen und (meiner Meinung nach) echt coolen Texten die Fred Durst mit seiner unverwechselbaren Stimme zum Besten gibt. Sollte man unbedingt mal gehört haben. Von mir gibts eine klare Kaufempfehlung für jeden der mit dieser Musikart nur im geringsten was anfangen kann.
    Mich nerven allerdings das viele Lieder wie "Re-Arranged" oder "Trust?" (beide Songs sind mit die Besten auf dem Silberling)ihre eigenen Outros haben die so um die 1:30min laufen. Die sind ja nicht unbedingt langweilig oder schlecht, sie nerven blos.

  • Vor 14 Jahren

    Zitat (« Significant Other ist auf jeden Fall eines der Alben das mich gleich vom Beginn an voll überzeugt hat. »):

    Das Sagt schon alles...

    Zitat (« Gitarrensound mit Hip Hop Elementen und (meiner Meinung nach) echt coolen Texten die Fred Durst mit seiner unverwechselbaren Stimme zum Besten gibt. »):

    Der Fred hat keine unverwechselbare Stimme...

    Zitat (« Von mir gibts eine klare Kaufempfehlung für jeden der mit dieser Musikart nur im geringsten was anfangen kann. »):

    Könntest du mir vielleicht mitteilen, was die Musikart ist? Nu-Metal, Crossover ?? HipHop, Rock, Alternative?? Ich zähle sie zum Nu Metal und da gibt es einige die Besser sind als LB.
    Zitat (« Mich nerven allerdings das viele Lieder »):

    Es heißt, mich nervt allerdings das viele Lieder, und außerdem; ich dachte du findest das Album so perfekt? Perfektes Album mit Schwächen ?? Coooool...
    Zitat (« Die sind ja nicht unbedingt langweilig oder schlecht, sie nerven blos. »):

    Genauso wie Limp Bizkit und außerdem heißt das "bloß"...

    Guck dir mal die neue, deutsche Rechtschreibung an ;)

  • Vor 14 Jahren

    @Floor («
    Es heißt, mich nervt allerdings das viele Lieder... »):

    es heißt: mich nervt allerdings, dass viele lieder :D

  • Vor 13 Jahren

    @I-Surfer (« nicht so gut wie three dollars bill ya all und nicht so gut wie des chocolate starfish, aber trotzdem hammergeil. aber wesentlich besser als die ganze musik was heutzutage so rauskommt. »):

    nein..

    tokio hotel > lb

  • Vor einem Jahr

    Limp Bizkit, was muss man da noch groß zu sagen. Die Band hat geschichte geschrieben, die hater sagen was sie wollen, aber Fakten lügen nicht.

    Niemand sonst hat die Rock und Rap Scene so geprägt wie Fred Wes und Co!

    Warum?

    Vgl Linkin Park Hyprid Theory --> offensichtlich von LB inspiriert --> und LP wiederum inspirierte die ganze POP Welt

    Vgl Lil Wayne und die neue Rap Generation -> alle vom Nu metal sound inspiriert und haben das keifen und grunzen salonfähig gemacht

    significant other ist ein meilenstein! 5/5

    anspieltipps: break stuff, 1999, just like this, im broke und trust

  • Vor einem Jahr

    Beachtlich, wie fortschrittlich Durst damals schon gewesen ist in Sachen "He says, she says, Bullshit". Nur das "she" voranzustellen, dazu konnte er sich leider nicht durchringen, möglicherweise auch, um sich nicht verdächtig zu machen, dass vielleicht der Bullshit bei den einen schwerer wiegt, als bei den anderen. Hat er gut gemacht!