laut.de-Kritik

Mittlerweile auch auf CD ein Phänomen.

Review von

Junge, Junge, jetzt gibt es von In Extremo also auch mal auf CD was auf die Ohren. Die Gitarre sägt richtig schön fett, stellt die anderen Instrumente aber nicht in den Schatten, sondern hat sich lediglich den selben Rang erarbeitet, wenn es darauf ankommt.

Sehr schön zeigt sich das auf der schon im Frühjahr erschienenen Single "Vollmond", aber auch schon auf dem Opener "Wind", der einem ganz gut die Frisur versauen kann, auch wenn mich die Trötenmelodie doch sehr an Tanzwuts Coverversion des Ärzte Songs "Bitte, Bitte" erinnert. Erinnerungen werden auch bei der Fortsetzung von "Merseburger Zaubersprüche" wach, und zwar an Type O Negative (hört mal auf die Klampfe).

Damit hat es sich dann aber auch beinahe schon mit irgendwelchen Ähnlichkeiten. Die Truppe hat einfach viel zu viele eigene interessante Facetten, als dass man ans Kopieren denken müsste. Wenn ich jetzt noch behaupte, dass mich der Gesang von Das Letzte Einhorn bei "Le 'Or Chiyuchech" etwas an Finntroll erinnert, fangen die Fans wohl an zu schreien und die Redaktion bricht in Gelächter aus.

Aber diese Vielseitigkeit macht das Phänomen In Extremo eben aus. Sollte es zu einer zweiten Single kommen, ist "Rattenfänger" der absolute Pflichtsong. Doch eigentlich fällt es wirklich schwer, einzelne Stücke hervorzuheben. Die Songs leben alle vom perfekten Zusammenspiel mittelalterlicher Instrumente, einer absolut modernen Gitarre und dem einzigartigen Gesang in immer unterschiedlichen Sprachen.

Mit "Unter Dem Meer" klingt die Platte sehr hymnisch aus und lässt den Hörer nachdenklich zurück. Ich bin nicht sicher, ob es Sinn macht, hier von Konkurrenz für Subway To Sally zu sprechen, aber mit "Sünder Ohne Zügel" haben In Extremo etwas ganz Großes geschaffen.

Trackliste

  1. 1. Wind
  2. 2. Krummavísur
  3. 3. Lebensbeichte
  4. 4. Merseburger Zaubersprüche II
  5. 5. Stetit Puella
  6. 6. Vollmond
  7. 7. Die Gier
  8. 8. Omnia Sol Temperat
  9. 9. Le 'Or Chiyuchech
  10. 10. Der Rattenfänger
  11. 11. Óskasteinar
  12. 12. Nature Nous Semont
  13. 13. Über den Wolken
  14. 14. Vollmond (Video)

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1 Kommentar

  • Vor 10 Jahren

    Also ich habe wirklich selten ein so großzügiges Redaktionskommentar gelesen. Obwohl alle erwähnten Punkte ganz klar zutreffen, hätte ich das nicht erwartet.
    Großes Lob an die laut.de-Redaktion!!!
    5 Punkte fürs Album von mir!