laut.de-Kritik

Volle Optik, halbfetter Klang.

Review von

House & Parish legen ein Debüt hin, das gut im Indie-Mainstream mitschwimmt. Mit rauer Männerstimme zu Balladenmelodien, gemixt mit ruppigem Gitarrensound ist "One, One-Thousand" eine Platte, die angenehm dahin fliegt. Zugegeben, mit nur acht Liedern ist sie nicht nur kurzweilig, sondern auch kurz.

Die ersten sechs Songs stammen von der in den USA erschienenen EP "House and Parish" und werden durch die zwei Bonustracks "Palace Envy" und einen erfrischenden Quitschkeybord- und Drummachinen-Remix von "What I am Still Waiting For" zum Album.

Der erste Song "Pristine Fields" schrammelt und heult so ordentlich zum recht prominentem Schlagzeug los, dass es allen Emo-Kids Freudentränchen in die Augen treibt. Doch leider schippert die Platte im Mittelteil auf der Suche nach leichtem Pop in Richtung Langeweile. "Standardesque" zeigt recht deutlich, weshalb Fünf-Minuten-Tracks heute so unpopulär sind.

Dafür sticht das sphärische Instrumentalstück "One, One-Thousand" später um so schimmernder heraus. Insgesamt ist das Album also trotz Schwächen eine runde Sache, die Freunden von Pavement ein seliges Lächeln ins Gesicht zaubert.

Außerdem setzt das Label Arctic Rodeo Recordings auf elegante Optik. Als Verlockung für eingefleischte Plattensammler gibt's die limitierte LP von Hand nummeriert in schwarz und weiß. Auch das Cover taugt durchaus als Zierde fürs Plattenregal. Was aber noch besser ist: Anhören kann man die Platte auch. Wenn der Sound auch eher zurückgelehnt als spektakulär ist, gut bleibt doch gut.

Trackliste

  1. 1. Pristine Fields
  2. 2. Summer Programme
  3. 3. This Curse
  4. 4. Standardesque
  5. 5. One, One-Thousand
  6. 6. What Am I Still Waiting For
  7. 7. Palace Envy
  8. 8. What Am I Still Waiting For (Ian Love Remix)

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